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Blu vs. Berlin – Paint it black

Von Daniel • 12.12.2014

streetartcurvystrblu

Ich berichtete ja schon, dass ein Münchner Investor die Cuvry-Brache bebauen will und ihm dabei die Brandwand mit dem weltbekannten Streetart-Piece von Blu im Weg stünde. Nun hat Blu einen konsequenten dicken schwarzen Strich unter die Sache gesetzt.

So ließ er sein Mural komplett schwarz übermalen. Kurzzeitig war noch ein Stinkefinger zu sehen, mittlerweile ist lediglich „Your City“ von „Reclaim Your City“ übrig geblieben.

Das Ganze kann natürlich als Gentrifizierungs-Kritik verstanden werden:

„And it is not the city of Berlin doing that, neither it is the real estate developers who want to build a new residential complex at this empty spot.

In fact, it is being done by the people related to BLU — the artist who made this painting.

With his consent.

A sort of desperate statement: having learned that a new house would be built at that spot with a panning view on the paintings (that would be kept on the wall), the artists decided to paint them all black, so that nobody can take advantage of the original work. In a way, it is a ‚fuck you‘ gesture towards the city, towards the real estate company, but most of all – to all the people who love this artwork and everything that it’s come to represent.

The argument of the people who are doing that is that Berlin is not the same anymore, that the real estate company will just use the artwork to sell apartments more expensive, that a new statement needs to be made… In a way, they are doing exactly what the artwork says: ‚reclaim your city‘.“

Ich selbst frage mich ja wie das Ganze aus künstlerischer Perspektive zu sehen ist. Ich finde diese schwarze Wand aussagekräftiger und imposanter als das Mural vorher. Und Streetart ist ja sowieso eine sich stetig verändernde temporäre Angelegenheit.

Hier das Video von der Enstehung des Murals 2008:

(via ronny)



4 Trackbacks »

    Ein Kommentar »

  • Belfarod schreibt am 13. Dezember 2014 um 18:17

    Nicht nur da. Überall in Berlin wird Kunst an Brand- und anderen Mauern der Profitgier geopfert. Ob nun Eastside Gallery oder Prenzelberger Hinterhof.

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