Über den Umgang mit PEGIDA

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PEGIDA mal einladen. Zu Günther Jauch, öffentlich rechtlich. Während ich am Sonntag das Dschungelcamp (Jaja, ich weiß!) sah konnte ich gleichzeitig auf der Twitter-Timeline Jauch folgen. Und die Frage ist, wo fand an diesem Zeitpunkt das sogenannte Ekel-TV statt?!

Einen Tag später macht sich das Internet lustig. Kathrin Oertel, haha, Augenbrauen. Und hier Dings, Schminktutorial. ROFL! Stern Online zieht irgendeinen Vergleich zu Daniela Katzenberger. Ist ja auch interessanter als die Frage, ob jetzt z.B. diese „gutbürgerlichen“ Menschen von PEGIDA, AfD und Co. überhaupt Rassisten sein können, weil ja „Gutbürgerliche“ das gar nicht sein können oder so… So in etwa der Landesparteivorsitzende Marcus Pretzell der AfD-NRW. Die Logik muss keiner verstehen.

Bei Jauch saßen neben Oertel Alexander Gauland von der AfD, Jens Spahn von der CDU, Wolfgang Thierse, ehemals Bundestagspräsident, und Frank Richter, Chef der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, die Räume für PEGIDA zur Verfügung stellt.

Und was bei der Diskussion wie so oft vergessen wird, sind die Betroffenen. Netz gegen Nazis berichtet, dass Migrant*innen und Flüchtlinge in Dresden mittlerweile Angst haben, montags das Haus zu verlassen.

Für Kleinerdrei hat Amina geschrieben, wie Alltagsrassismus ihr Leben beeinflusst:

„Dabei bekomme ich immer mehr Angst. Angst vor dem, was hier in Deutschland gerade passiert. Die ‚Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes‘ (Pegida) haben inzwischen eine solche Eigendynamik, dass ich Angst habe, wie sich das noch weiterentwickelt. Ich habe Angst, dass ich nicht unbeschwert allein durch Deutschland reisen kann. Ich habe Angst, offen meine Meinung zu sagen. Ich habe Angst vor einer Vorverurteilung allein durch mein Aussehen.“

Aber hey, während Betroffene Angst haben, können wir ja weiter Witze machen! Und ich sollte mich selbst fragen, ob dieser Zynismus denn überhaupt eine angemessene Reaktion ist. Nein, ist es nicht!

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