Mein Plattenschrank mit Binoculers

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Plattenschrank Binoculers

Nadja und Daniel sind Binoculers und veröffentlichen am 19. Juni ihr neues Album Adapted to Both Shade and Sun. Für meine kleine Kolumne gewähren sie einen Blick in ihre Plattenschränke.

Vinyl, CD oder Digital?
Daniel: CD und digital. Jaja, Platten klingen besser, aber es dauert ewig, bis man eine aufgelegt hat, und dann nudeln die nach 10x Hören aus und knacken.
CD/digital klingt analytischer, von mir aus „kälter“, aber auch detailreicher und klarer. Und ich finde es großartig, einen großen Teil meiner Musik immer in der Hosentasche bei mir zu haben und hören zu können.
Nadja: Seit einigen Jahren bin ich fast ausschließlich auf Vinyl umgestiegen. Wahrscheinlich aus dem Grund, weil ich ziemlich übersättigt war, und mit dem Hören von Platten habe ich meinen Sinn für das bewusste Musikhören wieder repariert. Ich kann es mir selten leisten, Vinyl zu kaufen, darum ist meine Sammlung noch sehr klein. Meine früheren Alben auf CD sind zum Teil im Keller und einem Regal an der anderen Seite meines Raumes – ungünstig zum Fotografieren.
CD’s kaufe ich sehr selten und wenn es das, was ich unbedingt hören will nicht auf Vinyl gibt, kaufe ich digital.

Wie sortierst Du Deine Platten? Und meinst Du, das sagt etwas über Dich aus?
Daniel: Meine Musik ist recht klassisch in Genres, und dann auch noch alphabetisch geordnet. Das sagt über mich aus, daß ich meine Musik gerne schnell finde.
Nadja: Ich habe da unterschiedliche Systeme, die aber alle nicht sehr konsequent angewendet werden. Darum sieht es für den äußeren Betrachter so aus, als würde alles wahllos durcheinander stehen. Es ist so eine Mischung aus Genre, Epoche und Alphabet. Und da merkt man schon, die Ordnung hört auf, bevor sie jemals anfing. Das sagt wohl eine Menge über mich aus.

Eine Platte, von der Du Dich niemals trennen würdest?
Daniel: Ich habe eine ganze Reihe limitierter Vinyls (dann doch…) von SubPop, Hausmusik und anderen Labels, durchsichtige blau-gelb-marmorierte 10“es im 8fach handgewirkten Siebdruck Karton mit handsigniertem Esspapier im Sleeve, sowas. Seltene Sonic Youth, Elliott Smith Singles. Oh, und meine Daniel Johnston Tapes von seinen frühen Alben. Tonträger, die ich oft durch Zufall auf Touren mit meinen eigenen Bands in Plattenläden anderer Städte und Länder oder in Merch-Kisten anderer Bands gefunden und mich dann gefreut habe.
Nadja: The Velvet Underground – The Velvet Underground

Daniels Plattenschrank


Eine Platte, die Dir peinlich ist. Wobei das, was einem gefällt, nie peinlich sein sollte.
Daniel: Meine Doppel-12“ von Monster Magnet, limitiert auf 666 Stück, mit dem Untertitel „It’s A Satanic Drug Thing You Wouldn’t Understand“ – Würde ich mich auch nie von trennen :-)
Nadja: Gibt es tatsächlich nicht. Was mir nicht mehr gefällt steht auch nicht mehr im Regal. Oh, ausser Rolf’s Vogelhochzeit, Hab ich vergessen rauszunehmen, bevor ich das Foto machte. Die hab ich glaube ich zu meinem ersten Geburtstag bekommen – also meine erste Platte. Danach kam lange erstmal nichts.

Und zum Schluss Dein Lieblingsmusikvideo, um hier im Blog nicht ganz altbacken rüberzukommen und was Multimediales anzubieten.
Daniel: Cornelius’ „Like A Rollin Stone“ und alle anderen Videos zu seinem „Point“ – Album.

Nadja: Zum Beispiel „Lucidity“ von Tame Impala:

Tame Impala – Lucidity from Modular People on Vimeo.

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