Weder links noch rechts! Wenn links wie rechts…

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Links Rechts

Ich muss zugeben, ich kam mir früher auch besonders demokratisch, pfiffig und schlau vor, wenn ich sagte, dass man nicht in Kategorien wie links oder rechts denken solle.

Denn das ist der absolute Meinungspluralismus, hell yeah! Wow, so Spiegel-Leser, so Mitte, so kleinbürgerlich und vor allem bla.

Denn obwohl sich viele selbst gerne als unpolitisch oder die vernunftgesegnete Mitte sehen, ist doch auffällig wer (zumeist) Kategorisierungen a la Rechts und Links ablehnt oder Gleichmacherei betreibt…

Interessant auch, dass gleich mehrere Parteien das Attribut der Ideologiefreiheit als Aushängeschild nutzen woll(t)en. Viele verbinden den Satz „Nicht links, nicht rechts, sondern vorne“ mit den Piraten, die damit den Anfang vom Ende besiegelten. Geprägt wurde der Satz aber tatsächlich von den Grünen und wird oft einem Gründungsmitglied zugeschrieben.

Und der Spruch „Links ist ähnlich wie rechts, nur auf der anderen Seite“ hat gar nichts mit Politik zu tun, sondern stammt vom Fußballer Patrick Funk.

Schauen wir uns mal an, wer gerne weder links noch rechts ist oder findet, dass das alles gleich sei:

Frei.Wild in ihrem Tourblog:

„Jeder egal ob Links oder Rechts, der meint Politisch in Erscheinung treten zu müssen, muss das Konzert sofort verlassen.“

Prinz Pi (Friedrich Kautz) auf Twitter:

„Ganz rechts und ganz links – da sind die Fäuste. Das Gehirn ist in der Mitte, ebenso wie das Herz.“

Xavier Naidoo bei Disslike:

„Weil ich auf jeden Fall nichts mit rechts oder mit links oder mit irgendwas zu tun habe. Ich sag einfach nur meine Meinung.“

Bernd Lucke über die AfD:

„Lucke bezeichnete die AfD als Partei neuen Typs, die weder links noch rechts sei und keinen ideologischen Wegweiser brauche.“

Frauke Petry über die AfD:

„Wir haben es nicht nötig, am linken oder rechten Rand zu fischen.“

Andreas Späth, Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB):

„Echte Demokraten lehnen alle Formen des Extremismus ab, die mit Gewalt anderen ihre Meinung aufzwingen wollen. Dazu gehörten Rechtsextreme, Linksextreme, Islamisten und auch Teile der aggressiv intoleranten Homosexuellenbewegung, die Kritik an ihrem Lebensstil gesetzlich verbieten lassen möchten.“

Jürgen Elsässer über die „SAntifa“:

„Auf der anderen Seite sollte auch klar sein, dass unsere Abgrenzung gegen Extremisten nicht nur in eine Richtung geht, nämlich nach rechts, sondern auch in die andere, nach links.“

Jürgen Elsässer im März 2015 auf einer Demonstration in Berlin:

„Antifa, Pegida, Mahnwache, Linke, Rechte, marschiert zusammen!“

KenFM über Rechts und Links:

„Was haben Begriffe wie Rechts oder Links heute, 2012, noch zu bedeuten?
NICHTS!
Es sind nur noch Worthülsen. Beliebig einsetzbar für oder gegen jedes Lager.“

Thilo Sarrazin:

„Die meisten Themen lassen sich nicht mehr im herkömmlichen Links-Rechts-Schema einordnen.“

Jo Conrad im Interview mit Wojna von Die Bandbreite:

„Zumal man ja merkt, dass diese politischen Schubladen – Rechts – Links – einfach nicht funktionieren.“

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

„Ich bin weder links noch rechts.“

Dennis Ingo Schulz:

„Im tieferen Sinne existiert kein politisches Rechts und Links.“

Hadmut Danisch:

„Muss man sich immer klar machen: Linke und Rechte ticken eigentlich gleich.“

Anonyme Kommenator*innen im Netz:

„Bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: Ich bin weder Rechts, noch Links, noch Mitte, noch irgendwas…“

oder auch gerne:

„Falls das jetzt so klingt das ich nen Rechter oder Nazi oder sonstwas wäre: Ich bin weder Rechts, noch Links. Ich bin Mensch!“

Die Identitären:

„Nicht rechts, nicht links, identitär!“

Fefe über Don Alphonso, der sich selbst allerdings als „links“ bezeichnet:

„Don Alphonso darüber, wie die Einteilung in politisch links und rechts immer weniger Sinn hat, weil beide Seiten ähnliche Methoden verwenden.“

Ja, reflektiert da mal drüber. Wahrlich bedenkenswerte Gedankengänge!

Passend zum Thema – Beiträge zur Extremismustheorie:
Über die Extremismustheorie
Was PEGIDA mit der Extremismus-Theorie zu tun hat

    18 Kommentare:

  • Lass das mal mit dem Namen, sonst gibts wieder Gewaltandrohungen von selbsternannten Linken die Kritik an der einfachen Weltsicht nicht so gern haben schreibt am 10. Juli 2015 um 14:36

    Ist das Grundproblem bei diesem Thema nicht, dass die bildungsfernen Schichten Links und Rechts gern als Synonyme für Gut und Böse nehmen? Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß allerdings doch, dass „links gleich progressiv“ und „rechts gleich konservativ“ ist. Und nun muss man ganz einfach auf die einzelnen Werte gehen, über die man politisch diskutiert und schon sieht man wo man steht. Ansonsten würde ja bspw. die SPD noch immer als links gelten, was ja wohl eine lächerliche Behauptung wäre.

    Allerdings weiß ich auch, dass diese Einteilung von beiden extremistischen Lagern nicht gewünscht ist, denn dann müsste man ja das eigene tun reflektieren und hätte nicht die einfache Welteinteilung in gut und böse. Da sieht man dann immer wieder, dass die berühmt berüchtigte Hufeisentheorie doch nicht so ganz falsch ist, Idioten gibts auf beiden Seiten und gewaltbereite Fanatiker leider auch.

    Das wirklich traurige sind meiner Meinung nach nicht die „nicht links, nicht rechts“ Menschen, sondern die Tatsache, dass früher einmal Bildung dazu führte, dass man links ist. Heute glauben Leute wenn sie sich selbst als links titulieren, dass sie gebildet sind. DAS ist doch traurig!

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 10. Juli 2015 um 16:06

    @Namenlos Ist das nicht viel mehr ziemlich klassistisch?

  • Dieter schreibt am 10. Juli 2015 um 18:33

    @namenlos – AUA ! Bildungsgrad als Maßstab für eine politische Richtungseinordnung zu nehmen ist wie zu behaupten das Bildung gleich Intelligenz ist. Bitte mal mit dem dritten Reich und den Unterstützern der Nazis auseinadersetzten, das waren nicht nur die, die gut marschieren konnten

  • Sebastian Klein schreibt am 10. Juli 2015 um 21:01

    Ist eigentlich ziemlich einfach: Dinge als „rechts“ oder „links“ einzuordnen dient allen außer den Rechten – die vermeiden diese Verschubladung um jeden Preis, weil sie damit automatisch verloren haben. Stattdessen legt man immer wert darauf, wie demokratisch oder ideologiefrei man wäre. Auch das berühmte „unpolitisch“ ist nichts weiter als ein Euphemismus für „Ich will mich nicht vom rechten Rand distanzieren“ – es ist bemerkenswert, dass es immer die selben halbseidenen Leute sind, die sich unter diesem Label zusammenfinden. Und die sind ganz und gar nicht unpolitisch. Auch im Fussballstadion diktieren die Rechten gerne, Politik hätte im Stadion nichts verloren – und meinen damit Banner pro-Toleranz und nicht etwa die Hitlergrüße aus den eigenen Reihen. Und natürlich haut man gerne auf die „Zecken“ drauf. Völlig unpolitisch, versteht sich.

  • LHME schreibt am 10. Juli 2015 um 23:00

    Niemand zwingt jemanden auf das wording von denen anzunehmen. Es zählt das man macht und nicht welches label man draufklebt. Wir sind spät geboren, irgendwer hat immer schon mal was gesagt was wir gesagt haben. Das heißt doch nicht das ich mich mit all deren Ansichten gemein mache. Insofern….. Who cares …… Und PS, ich hab kein Problem mich als Linken zu bezeichnen.

  • Thorsten schreibt am 11. Juli 2015 um 07:39

    „Ich bin unpolitisch“ = „Ich bin rechte Mitte“

  • Lass das mal mit dem Namen, sonst gibts wieder Gewaltandrohungen von selbsternannten Linken die Kritik an der einfachen Weltsicht nicht so gern haben schreibt am 11. Juli 2015 um 07:49

    @Daniel ist eine Einteilung in Linke und Rechts nicht per se klassistisch? Und ich finde das auch nicht schilmm, besorgt bin ich nur, wenn links als Synonym für gut und rechts als Synonym für böse genutzt wird, denn dann sind wir genau in der Voraufklärerischen Zeit in der man das eigentständige Denke abgibt und sich vorpredigen lässt was gut und böse ist.

    @Dieter ich sage nicht, dass der Bildungsgrad der Maßstab für eine politische Richtung ist, ich sage nur, dass Gebildete eher links denken, da man nunmal, um progressiv zu sein, die aktuellen Zustände verstehen muss. Übrigens ist das Nazi-Argument nur bedingt passend, denn zu diesen Zeiten war die NSDAP (nationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITER PARTEI) vom Grunde her links. Denn sie wollte ebenfalls die damals noch etablierte Monarchie mit ihrem Klassensystem umstützen. Das vergisst oder verwischt man aber gern in linken Kreisen, da dies nicht zum einfachen Gut-Böse-Schema passt. Zum Thema „gut maschieren“ das konnte man bisher am besten in allen (vorgeblich) linken Staaten. Man schaue nur auf die Militärparaden in China, UDSSR, Ostblock, Nord-Korea, Kambodsch usw.

    @Sebastian Deiner Logik kann ich nicht folgen, denn Dinge in links und rechts einzuteilen, denn wenn ich davon ausgehe, dass es links und rechts gibt, dann muss es doch auch die Mitte geben, oder ist in deiner Welt alles was nicht links ist automatisch rechts? Ich selbst würde mich bspw. als linksliberal einschätzen. Ich bin weder unpolitisch noch frei von einer Ideologie und der Meinung, dass die aktuellen Verhältnisse geändert werden sollten. Bin für weniger Nationalismus, aber auch für weniger Einmischung des Staates in mein Privatleben. Bin für weniger Macht des Kapitals, mehr Finanzregulierung, gegen Kriege und für menschenwürdige Flüchtlingspolitik. Gleichzeitig möchte ich aber in keinem Fall mit der Partei „Die Linke“ in Verbindung gebracht werden, da sie die offizielle Nachfolgepartei der SED ist und für all das steht wo eine Pervertierung der linken Ideologie hinführt.

    Allerdings, und nun wirst du mich einen Nazi nennen, finde ich die Linke genau so wichtig für die Demokratie wie die AfD, denn sosehr ich beide verachte, so sehr stehen sie doch für die unterschiedlichen Meinungen, die es in Deutschland gibt. Beide üben Druck auf SPD und CDU aus, dass diese (hoffentlich) endlich von ihrer Einheitspolitik verabschieden und sich wieder auf ihre eigentlichen „Kernkompetenzen“ konzentrieren und zurück zur politischen Streitkultur finden.

  • Martin Däniken schreibt am 11. Juli 2015 um 10:51

    Das De-Labeling hat nur die Aufgabe zu verwirren und es leicht zumachen mit jemanden (nicht)übereinzustimmen.
    Schuld sind die ganzen Beratungsfuzzis die etablierten Parteien ein neues Image verpassten,
    was dazu führt das bestimmte Gruppierungen „wir sind nicht rechts oder links“ eben die konfusen gemachten Individuen abfischen können.
    Jetzt heisst es mehr denn je aufpassen:
    Wenn es leichter ist einer politischen Nicht-Richtung anzugehören als ne Tüte Chips auszuwählen!

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 11. Juli 2015 um 11:34

    @Namenlos Die Einteilung in links und rechts ist klassistisch im Sinne einer „sozialen Klasse“?! Ähhh, ganz entschieden: NEIN! (Vielleicht hilft das: https://de.wikipedia.org/wiki/Klassismus)

    Und ich meinte eher Deine Argumentation von „bildungsfernen Schichten“ und das ganze Geschreibe von „halbwegs gebildet“, „Idioten“ und „Bildung“. Sorry, da habe ich mich wohl nicht so klar ausgedrückt als dass es verständlich wäre was ich mit klassistisch meinte. Gemeint war Deine hier in den Kommentaren konstruierte These. Auch empfehlenswert die ganz unten im Artikel zu findenden Links zur Extremismustheorie! Echt jetzt, da lohnt es sich reinzulesen! (Besser: http://www.publikative.org/tag/extremismustheorie/)

  • Lass das mal mit dem Namen, sonst gibts wieder Gewaltandrohungen von selbsternannten Linken die Kritik an der einfachen Weltsicht nicht so gern haben schreibt am 11. Juli 2015 um 17:43

    @Daniel dieser Begriff war mir bisher in dem Kontext noch nicht bekannt, wobei ich aber auch nicht sehe, in wiefern er zutreffen sollte. Denn wenn Menschen aufgrund mangelnder Bildung Links als Synonym für gut und Rechts als Synonym für böse nehmen, dann ist das ist keine Diskriminierung, sondern ein simpler Fakt. Gilt übrigens auch für die andere Seite, die davon ausgeht, dass Rechts gut und Links böse ist. Beides sind Anzeichen von mangelnder Bildung und besorgniserregende Hinweise, dass wir uns in Voraufklärerische Zeiten zurückbewegen.

    Wenn du das Wort „Idioten“ als klassistisch und somit diskriminierend für gewaltbereite Fanatiker ansiehst, dann ist es dein gutes Recht. Ich finde es ist noch eine der nettesten Zuschreibungen von Menschen dieses Schlages.

    Da mich irgendwie das Gefühl beschleicht, dass du mit meiner „konstruierten These“ nicht so d’accord gehst, würde mich interessieren (und das meine ich ernst) wo genau deiner Meinung nach Fehler liegen.

    Danke übrigens für die Links zur Extremismustheorie, sehe aber nicht, warum du meinst, dass ich sie lesen sollte. Denn da ich ganz klar als Prämisse definierte, dass Links=progressiv und Rechts=konservatie bedeuten, passt es nicht in die relativ substanzlosen Extremismustheorien bzw. Debatten darüber. Denn die einen versuchen mit der Extremismustheorie Gewalt die auf vorgeblich rechten Einstellungen gründen zu verharmlosen, während die Gegner gern versuchen Gewalt die auf vorgeblich linken Einstellungen gründet zu verharmlosen.

    Mir persönlich ist vollkommen egal welche angebliche politische Motivation Menschen für ihre Taten vorschieben, sondern es zählt ausschließlich die Tat an sich. Oder interessiert es dich ob dich jemand verprügelt weil er dich für rechts bzw. weil er dich für links hält?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 11. Juli 2015 um 18:36

    @Namenlos Du hast doch oben selbst noch geschrieben:
    „[…] ist eine Einteilung in Linke und Rechts nicht per se klassistisch? Und ich finde das auch nicht schilmm […]“ Verstehe jetzt nicht, wieso das auf einmal weder bekannt noch zutreffend ist, obwohl Du es vorher noch selbst verwendet hast… Kannst Du das bitte nochmal erläutern?

    Worauf berufst Du Dich denn bei Deinem „Fakt“, dass „links“ = „gut“ und „rechts“ = „böse“ für Menschen mit „mangelnder Bildung“ sei? (Also abseits Deines eigenen empirischen Erfahrungsschatzes?)

    Das müsste sich ja der Theorie nach irgendwie abzeichnen. Gehen wir mal davon aus, die meisten Menschen wollen „gut“ sein (das würde ich jetzt einfach mal annehmen), dann würden sie also auch – sofern Deiner Theorie nach „bildungsfern“ – sich selbst gerne als „links“ titulieren da, wie du bereits ausführtest, sie dann glauben „gebildet“ zu sein. Würden sie dann auch so weit gehen z.B. „links“ zu wählen um noch „gebildeter“ zu wirken? Dann müsste sich das ja in Wahlergebnissen ablesen lassen.

    Ich glaube um Deine Theorie zu verstehen muss ich aber tatsächlich noch früher ansetzen. Du müsstest vermutlich erstmal „Bildung“ im Sinne Deiner Theorie definieren. Ist damit die Schulbildung gemeint, eine akademische Laufbahn? Oder meinst Du das eher unabhängig davon in einem streit- aber messbaren Sinne eines Intelligenzquotienten? Was allerdings genau genommen ja dann nicht mehr Bildung wäre.

    Bzgl. Deiner letzten Frage. Ich würde erstmal gerne Deine Theorie nachvollziehen können, danach können wir das gerne auf die Militanzdebatte ausweiten. Der Hinweis auf die Extremismustheorie war bzgl. Deines Verweises auf das Hufeisenschema erwähnt. Ich weiß ja jetzt, dass Du die Kritik am Extremismusbegriff für substanzlos hälst.

  • Lass das mal mit dem Namen, sonst gibts wieder Gewaltandrohungen von selbsternannten Linken die Kritik an der einfachen Weltsicht nicht so gern haben schreibt am 11. Juli 2015 um 19:56

    Ich hatte „klassistisch“ als Unterteilung bzw. Selbstbeschreibung von Menschen verstanden, also im Sinne von „ich gehöre der Kategorie, der Schublade, der Klasse der Linken an bzw. der Rechten an“ Soll heißen, „ich bin eher der progressive Typ“ bzw. „ich bin eher der konservative Typ“

    Wie ich darauf komme, dass links aktuell als Synonym für „gut“ und rechts für „böse“ steht? Zum einen hast du doch selbst in deinem Artikel darauf hingewiesen wie sehr alle Parteien das Label „rechts“ meiden. Niemand möchte damit in Verbindung gebracht werden, selbst wenn sie wie die AfD ganz klar rechts ist. Warum wohl? Weil man aktuell mit dem Label „rechts“ als Partei ungefähr so beliebt ist, wie es „links“ in den 50er und 60ern war. Waren damals die Linken alles Kommunisten, so sind heute alle Rechten Nazis, was in beiden Fällen die Personaifizierung des Bösen ist. Was übrigens beim Thema Nazis allein deswegen schon bedenklich ist, da es den Begriff „Nazi“ immer mehr entnazifiziert und damit aushöhlt. (Funfact am Rande: Ich hab eine private Wette laufen, dass spätestens 2023 „Nazi“ das Jugendwort des Jahres wird und für sowas wie „finde ich scheiße“ steht.)

    Du hast ganz Recht, die meisten Menschen möchten als gut oder zumindest nicht als böse angesehen werden udn deshalb erklären ja auch die meisten das sie Links oder zumindest nicht rechts sind. Das ist doch auch exakt die Aussage deines Artikels, oder?

    Einen Fehler machst du allerdings bei der Schlußfolgerung, dass Menschen die gern gut sein möchten, auch gut handeln. Die AfD will ja auch keine böse rechte Partei sein, ist aber faktisch trotzdem eine. Oder noch plastischer gesehen könnte man ja auch meinen, dass jeder der sich für Flüchtlinge und Asylbewerber einsetzt, nichts gegen so ein Heim in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung hätte oder noch einfacher gibt es ja auch genügend angebliche Umweltschützer, die dann aber gern ihren CO2-Ausstoß beim Flug in den Urlaub ignorieren. Das eine ist der Schein und das andere das Sein. Das eine hat mit dem anderen (leider) nichts zu tun.

    Übrigens zum Thema „Wahlergebnisse“: Nach diesen haben wir doch sogar eine vermeintliche linke Mehrheit, wobei ich selbst weder die Grünen, noch die aktuelle SPD als links einordnen würde. Aber nach Selbstbeschreibung würden dir beide Parteien sicherlich erklären, dass sie Links sind. Denn Links halt grad ein Label das sich super verkauft.

    Zur Hufeisentheorie: zum einen habe ich „berühmt berüchtigte Hufeisentheorie“ geschrieben, was auch schon zeigen sollte, dass ich nicht ganz mit ihr einher gehe. Was allein schon daran liegt, dass jemand der extrem progressiv ist, nichts mit jemandem gemeinsam hat der extrem konservativ ist, abgesehen von der extremen Ausrichtung. Allerdings glaube ich schon, dass ungebildete Menschen einfache Weltbilder bevorzugen und hier trifft die Hufeisentheorie in soweit zu, dass halt die aktuelle vermeintliche Linke gern einfach nur den Kapitalismus abschaffen möchte und dann wird alles super und die vermeintlich Recht wieder den Nationalstaat einführen und alle Ausländer rausschmeißen möchte und dann wird alles super.

    Grad wo ich das hier schreibe höre ich übrigens, dass Oskar Lafontaine, also ein Parteiheld der Linken dafür ist den Euro wieder abzuschaffen, was meines Wissens nach einiger AfDeppen war, oder? Irgendwie witzig, dass ich das just in dem Moment höre, wo ich etwas zum Thema „Hufeisentheorie“ schreibe.

    Achso und noch zum Thema „Bildung“: Auf keinen Fall hat es etwas mit dem IQ zu tun, wenn überhaupt dann nur in der Hinsicht, dass der Glaube an den IQ davon zeugt, dass man sich nicht mit ihm auseinander gesetzt hat. Was ich persönlich für ungebildet halte. In meinen Augen ist Bildung das Wissen über Zusammenhänge und außerdem geht sie einher mit einer skeptischen, kritischen Weltsicht. Bildung ist das Gegenteil von Glauben Es lässt sich schwer greifen, aber es ist wie Pornografie oder Sexismus „Du erkennst es, wenn du es siehst.“

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 12. Juli 2015 um 09:05

    „Bildung ist das Gegenteil von Glauben Es lässt sich schwer greifen, aber es ist wie Pornografie oder Sexismus ‚Du erkennst es, wenn du es siehst.'“

    Ich glaube damit ist es gar nicht notwendig über Deine These weiter zu diskutieren. Wir haben hier einen schwammigen Bildungsbegriff, der darauf beruht, dass Du das eben erkennen kannst (Aber nicht wirklich definieren, wie mystisch!).

    Er hat für Dich also nichts mit Schulbildung zu tun, sondern mit Zusammenhängen und einer skeptischen, kritischen Weltsicht (Über die scheinst Du zu verfügen und andere nicht, korrekt?). Mittlerweile klingt das nahezu schon Elitär… fast schon verschwörerisch erleuchtet. Es gibt die die Wahrheit sehen, die die Zusammenhänge erkennen, die Gebildeten. Und wer das nicht erkennt, wenn man es sieht, der ist halt ungebildet. Nicht skeptisch, nicht kritisch.

    Leider ist es auch recht schwer Dir zu folgen, da Du Fragen nicht konkret beantwortest, sondern vom Hölzchen aufs Stöckchen kommst. Was interessiert mich was Du von Oskar Lafontaine hörst?! Oder irgendwelche Funfacts?

    Obwohl Du oben schreibst, dass die „Hufeisentheorie doch nicht ganz falsch“ sei, gehst Du dann später „nicht ganz mit ihr einher“. Ist vermutlich wie mit Glauben, da kannst Du Dir ja auch rauspicken was „nicht ganz falsch“ ist und das weglassen wo man „nicht ganz mit ihr einher“ geht. Aber Moment, dabei ist doch laut Dir „Bildung“ das „Gegenteil von Glauben“.

    Ich hoffe Du erkennst an, dass ich versuchte eine Debatte über Deine These möglich zu machen. Aber das ist aber offensichtlich nicht möglich. Hier werden Begrifflichkeiten so verwendet wie sie Dir passen („klassistisch“ wird von seiner seit jeher auf „soziale Klassen“ bezogenen Bedeutung entbunden, damit das irgendwie passt. Bildung wird zu Skeptizismus den man sehen kann – Vielmehr wäre Skeptizismus eher ein Resultat von Bildung als Bildung selbst). Merkste selbst oder?

    Wirkliche Fakten für Deine These konntest Du bisher leider auch nicht liefern. Es sind Annahmen, konstruiert aus Behauptungen wie „Denn Links halt grad ein Label das sich super verkauft.“ Tut mir leid Namenloser, so wird keine These untermauert. Vielleicht habe ich hier aber auch nur angenommen, dass Du dies im wissenschaftlichen Sinne belegen könntest. Da habe ich mich verschätzt.

    Deine Beweisführung stellt lediglich weitere Behauptungen auf, die es zu beweisen gälte und beruht auf unkorrekte Verwendung von Begrifflichkeiten. Ich versuche es dennoch ein letztes Mal. Wenn Deine These auf nachprüfbaren Tatsachen beruht, dann wirst Du ja vermutlich nicht der Einzige sein, der diese aufgestellt hast. Vielleicht magst Du mir ja ein wenig Lesestoff dazu empfehlen?

  • Paul Unwetter schreibt am 12. Juli 2015 um 09:13

    Ich sehe die Behauptung, weder rechts noch links zu sein, vor allem als enttarnend in Bezug auf die Ideologie dessen an, der/die eine solche Aussage trifft. Wie in einigen Kommentaren hier bereits aufscheint, verbirgt sich hinter einer solchen angeblichen Neutralität nämlich eine gehörige Portion Ideologie. Demnach sei es möglich, „einfach vernünftig zu handeln“ ohne sich eienr bestimmten Handlungsidee unterwefen zu müssen. Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Die angeblich angeborene und selbstverständliche Vernunft ist eine der gefährlichsten Antriebe überhaupt. Wie ebenfalls von Daniel angemerkt: Der industrielle Massenmord der Nazis war grundvernünftig in der Ideologie der Nazis. Auch waren sie sehr stark auf ein Nach-Vorn bedacht, ganz bildlich sogar, wenn man sich die aggressiven Expansionskriege auf der Karte nachzeichnet. Ihr vernünftiger Fortschritt war „perverse progress“, ein zerstörerischer Fortschritt zurück in die Barberei.
    Was die Nazis natürlich von der neuen Rechten unterscheidet ist der „Mumm“, wenigstens noch unmissverständlcih auszusagen, dass man rechtsradikal ist und die Juden und Jüd_innen auslöschen will.
    Wenn nun jemand von sich behauptet, er/sie sei fortschrittlich eingestellt, aber nicht links, ist mMn höchste Vorsicht geboten. Denn natürlich finden sich unter Linken insbesondere arge Sexist_innen und Antisemit_innen. Aber zumindest finden sich unter ihnen auch einige, die tatsächlich eine befreite, emanzipierte, auf Akzeptanz und Solidarität basierende Gesellschaft anstreben. Und das ist bei Personen, die sich selbst als rechts(konservativ) bezeichnen, wohl einfach nie der Fall. Daher wird es vlt. auch wieder Zeit, dass sich Personen wieder als eindeutig links gerichtet bezeichnen.
    totally different story zur angeblichen Ideologiefreiheit: Zizek hat ein tolles Kommentar zur Griechenland-Krise verfasst, in der er die Position der parteilosen Technokraten im EU-Verwaltungsapparat analysiert. Ergebnis: Ihre angebliche Parteilosigkeit und Fokussierung auf die Problembewältigung hölt die Demokratie der EU massiv aus nd degradiert die Parlamente zum Auslöser aller Probleme. Sehr lesenswert!
    http://www.zeit.de/2015/27/griechische-schulden-griechenland-europaeische-union/komplettansicht

  • parker030 schreibt am 12. Juli 2015 um 11:03

    ich kapier nicht was es da groß zu diskutieren gibt. es ist klar das es eine politisch rechte meinung und eine politisch linke meinung gibt die jeweils eigene thesen und argumentationsmuster beinhalten. und man selbst sollte sich selbst fragen, welche ansichten man mehr vertritt. konservative, oder liberale. rechts oder links.

    klar jeder hat immer konservative und auch liberale eigenschaften und meinungen, aber ich bin davon überzeugt, dass immer eine seite überweiegt, jeder der was anderes behauptet hat sich meiner meinung zu wenig mit politik und sich selbst auseinandergesetzt.

    das problem ist aus meiner sicht heutzutage eher, dass wenn die menschen begriffe wie „links“ und „rechts“ hören und sagen, immer gleich an extremismus gedacht wird. und das ganze gespräch meist zu beginn schon eskaliert. für mich persönlich ist rechtes/konservatives denken per se eigentlich schon faschistoid, aber das ist nur meine persönliche meinung.

    ich bin links. wenn ich linke thesen sehe kann ich mich meist sehr mit ihnen identifizieren. rechtes, konservatives denken empfinde ich als schadhaft für die welt und die menschen. auch wenn ich merke das ich übers alter immer konservativer werde und sehr damit auch zurzeit zu kämpfen habe, hoffe ich doch, dass ich mich mein leben lang mit der linken politischen

    und ich kann auch leute wie ghandi und che kritisieren obwohl ich links bin und andere linke dafür verachten das sie che shirts tragen. also den kopf eines massenmörders stolz auf ihrer brust.. poah könnte kotzen bei sowas. pure heuchlerei.

    naja. 5cts. peace out yo!

  • Lass das mal mit dem Namen, sonst gibts wieder Gewaltandrohungen von selbsternannten Linken die Kritik an der einfachen Weltsicht nicht so gern haben schreibt am 12. Juli 2015 um 11:45

    Also im Ernst, Bildung im Zusammenhang mit Schulbildung zu bringen ist schon ein ziemlich absurder Gedanke, wahrscheinlich bist du auch noch der Meinung, dass eine Schulnote oder ein Abschluss den Bildungsgrad eines Menschen bestimmt. Beides beschreibt den Passungsgrad des Individuums für das aktuelle gesellschaftliche System, nicht mehr und nicht weniger.
    Allerdings zeigt mir auch die Unterstellung „elitär“ oder „Weltverschwörungstheoretiker“ zu sein, dass dich scheinbar mein Argumentation, aus welchen Gründen auch immer, stören. Warum ist das so, wo genau mache ich einen Fehler in der Annahme, dass Links und Rechts nur Schubladen für gut und böse sind? Oder ist mein Fehler schlicht und einfach nur, dass die Begrifflichkeiten noch keine von dir akzeptierte Autorität so beschrieben hat? Wäre es ok, wenn ich hierzu etwas auf Wikipedia veröffentliche? So wie es bei dem Begriff „Klassistisch“ der Fall ist, welcher mir, wie ich erklärte zuvor in der Bedeutung nicht kannte.
    Was ist denn deiner Definition nach Rechts und was Links? Warum sind denn alle Parteien so sehr darauf erpicht sich von Rechts zu distanzieren? Ist es die eigentliche Bedeutung des Konservativen / Bewahrenden oder ist die Angst davor in die rechte Ecke gesteckt zu werden, da Rechts im heutigen Zeitgeist als etwas Negatives wahrgenommen wird? Dass es eine Sache des Zeitgeistes ist und sich in den nächsten Jahrzehnten auch sicherlich wieder drehen wird, versuchte ich übrigens auch zu erklären indem ich auf die gefühlte Bedeutung der Linken in den 50er / 60er Jahren verwies.
    Bei der Hufeisentheorie erklärte ich ganz klar, dass ich sie nicht in dem Sinne unterstütze, der dazu da ist Gewalt zu legitimieren. Allerdings find ich die Symbolik passend, da man an beiden Enden des Links-Rechts-Schemas mit einfachen Welterklärungen, die Menschen trifft die gern einfache Lösungen für die Komplexität der Welt möchten.
    Das Beispiel mit Lafontaine fand ich nur ziemlich passend, da Verfechter der Hufeisentheorie es als Beweis dafür nehmen könnten, dass nunmal sowohl „Rechte“ wie Lucke, als auch Linke wie Lafontaine für die Abschaffung des Euros sind und das ja beweist wie nahezu identisch die Extremen auf beiden Seiten des politischen Spektrums sind.
    Wenn ich es genau bedenke machen übrigens die Verfechter der Hufeisentheorie gemeinhin nichts anderes als du in deinem Artikel. Sie listen verschiedene Statements auf und sehen dies als Beleg dafür, wie sehr sich Extremisten doch eigentlich schon wieder einander annähern und wollen damit im Prinzip komplette Ideologien diskreditieren bzw. Gewalt vom jeweiligen Spektrum legitimieren.
    Übrigens vom Grundansatz her argumentieren die Verfechter der Hufeisentheorie ähnlich, wie du in deinem Beitrag. Sie listen Statements auf und „beweisen“ damit wie identisch doch Links mit Rechts ist. Du listest Statements auf und „beweist“ damit wie unpolitisch die Mitte der Gesellschaft wirklich ist. Das fällt mir jetzt erst auf, aber finde ich irgendwie höchstamüsant.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 12. Juli 2015 um 14:48

    @Namenloser

    1. Ich bringe das nicht in Zusammenhang, sondern habe lediglich versucht herauszufinden was Du mit Bildung meinst und habe Dir einige Möglichkeiten genannt. Mittlerweile meine ich verstanden zu haben, dass Du damit eine nicht näher erklärte „skeptische kritische Weltsicht“ meinst. Ob diese jetzt als „Skeptizismus“ zu betrachten ist, wurde bisher von Dir offen gelassen. Ist das korrekt?

    2. Nein, ich nenne Dich nicht „elitär“ oder einen „Weltverschwörungstheoretiker“ (Das Wort verwende ich nicht einmal.). Ich wies dies nur darauf hin wie Deine Definition von „Bildung“ auf mich wirkt. (Ich schrieb: „Klingt […] nahezu“ – Es „klingt“, nicht „es ist“!) Statt Deiner Reaktion hätte ich mir jetzt eigentlich gewünscht, dass Du das widerlegst. Oder Deine „Bildungsdefintion“ genauer ausführst.

    3.DU hast eine These aufgestellt und kannst diese jetzt nicht verifizieren. Darauf mit unzähligen Gegenfragen zu reagieren macht die Debatte hinfällig. Ich habe Dich gebeten ein paar Fakten zu liefern, dann habe ich Dir die Möglichkeit gegeben auf andere Artikel, Posts, whatever zu verweisen. (Hier möchte ich betonen, dass es auch gar nicht die Wikipedia sein muss! Es muss nicht einmal eine Autorität sein! Mir ist es unerklärlich, wieso Du denkst, dass das der Fall sein müsste.) Beide Möglichkeiten kannst oder willst Du nicht wahrnehmen. Warum?

    4. ICH hab keine These aufgestellt. Auch liste ich keine Statements auf um eine „unpolitische Mitte“ nachzuweisen. Denn ich halte die Mitte keinesfalls für unpolitisch. Ich habe auch nicht darauf hingewiesen, dass „alle Parteien das Label ‚rechts‘ meiden.“ Vielmehr habe ich geschrieben, dass einige Parteien sich das Label der „Ideologiefreiheit“ zu nutze machen wollten. Ich glaube leider, dass Du in den Post oben auch etwas rein liest, was dort gar nicht steht. Kein Wunder, dass das auf einmal „irgendwie höchstamüsant“ auf Dich wirkt.

    5. Was legitimiert jetzt Gewalt? Die Hufeisentheorie, die Extremismustheorie, beides oder ist das für Dich eh ein und das Selbe?

    Wenn Du antworten willst, wovon ich ausgehe, bleib doch bitte bei den Ziffern, mir fehlt tatsächlich die Zeit immer alles mit allen Ausflügen und Gegenfragen durchzulesen. Antworten auf die fünf Punkte würden mir tatsächlich vorerst reichen. Lieben Dank im Voraus!

  • Martin Däniken schreibt am 19. Juli 2015 um 11:37

    Ich denke eine andre Perspektive als diese bisherig gezeigte ist nötig.
    „Ich bin nicht Links oder rechts“-dingen,ist doch von Rechten Intelektuellen ausgedacht..ODER.
    Wie alle Klugschnacker und Brainys übersehen sie die Basis,die gerne einfach zuzuordnende Begrifflichkeiten lieben,ODER
    Vielleicht war die Absicht einerseits die Spreu vom Weizen zutrennen das man die „differenzierter“ denken beisammen hat mit den „Ich habe nix ggn..aber“-„Pro..“-„Pegida“-„Aber das darf doch mal gesagt werden“-„Frei.wild“Nichtnazi-Nazis!
    Um sich von dem Rest weil als möglicherwieise verbal nicht beschlagen und evtll keine sauberen Normalos unterscheiden zukönnen.
    Es geht schlichtweg darum eine Marke zuplatzieren.
    Mir fällt dann immer Fred Dalton Thompsons Rolle als Pooley in Wiseguy;-) ein

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