Gewinner des Anti-Nobelpreises 2015

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IG-Nobelpreis 2015

Gestern am 17. September wurde wieder die satirische Auszeichnung IG-Nobelpreis für „unnütze“ Forschung verliehen. Wie auch der richtige Nobelpreis wird dieser in mehreren Kategorien vergeben. So gewann der Chemie-Nobelpreis eine Entdeckung mit der sich ein Ei teilweise wieder „entkochen“ lässt. Die Feststellung dass Körpergröße und die Zeit, die Du brauchst um Deine Blase zu entleeren, in keinem Zusammenhng stehen reichte um den Physikpreis zu ergattern. Die Zeit liegt übrigens bei 21 Sekunden +/- 13 Sekunden bei allen Säugetieren.

Der Preis in Literatur wurde für die Erkenntnis verliehen, dass es das Wörtchen „Huh?“ und Äquivalente wie „Häh?“ in allen Sprachen gibt und keine*r so genau weiß warum. Toll!

Den Mamnagement-Preis finde ich gar nicht so „unnütz“. Den bekamen Gennaro Bernile, Vineet Bhagwat, und P. Raghavendra Rau für eine Studie in der sie feststellten, dass Menschen die in ihrer Kindheit schwere natürliche Katastrophen wie Vulkanausbrüche oder Erdbeben unbeschadet überlebten ein höheres Bedürfnis nach Risiko haben. („What Doesn’t Kill You Will Only Make You More Risk-Loving: Early-Life Disasters and CEO Behavior“)

Ebenso finde ich den Biologie-Preis recht interessant und meine auch über die „Errungenschaft“ bereits gelesen (oder gar gebloggt?) zu haben. Anhand von Hühnern wurde nämlich festgestellt wie Bewegungsabläufe bei Dinosauriern vermutlich aussahen. Okay, die haben den Hühnchen zwar nur einen Schwanz dafür angeklebt, aber dennoch. Nee, ok, ist doch Quark!

Der Wirtschafts-Preis ging an die Bangkok Metropolitan Police in Thailand, weil diese Polizist*innen Extrageld auszahlen, wenn diese sich nicht bestechen lassen.

In Mathe gewann eine Untersuchung, die sich der Frage widmete ob Mulai Ismail, Sultan von Marokko im 18. Jhdt., tatsächlich 888 Kinder hätte zeugen können.

Der Preis für Medizin geht gleich an zwei Studien, die Knutschen und die Auswikrungen davon untersuchten. Der Preis in Diagnostik ging an eine Untersuchung die die schmerzhaften Auswirkungen von Geschwindigkeitsschwellen zum Thema hatte. Besonders sadistisch (oder masochistisch?) wurde es beim Preis für Physiologie und Entomologie. Der Preis ging gleichermaßen an zwei Studien die den Schmerz von Insektenstichen untersuchten. Dabei wurde u.a. festgestellt, dass ein Bienenstich in den Penis besonders schmerzhaft ist. Hell yeah Science!

(via rene)

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