Plus1 – Berliner Clubs, Veranstalter* und Musiker*innen sammeln für Flüchtlinge

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Plus1

Morgen startet die Aktion Plus1 an vielen Berliner Veranstaltungsorten. Leute, die auf der Gästeliste stehen sollen zukünftig mindestens einen Euro spenden. +1 bekommt somit eine neue Bedeutung und soll sich langfristig im Berliner Kulturbetrieb etablieren. Ich habe mit meinem Buddy Torsun von Egotronic gesprochen, der neben vielen Anderen an der Aktion mitwirkt. Gesammelt wird für drei Projekte:

Für die Initiative „Moabit hilft!“, die sich u.a. um die Unterstützung und Erstversorgung von Flüchtlingen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales kümmert, für den Flüchtlingsrat Berlin, der seit Jahrzehnten antirassistische Lobbyarbeit für Menschen ohne Lobby betreibt und für das Hilfsprojekt „Sea Watch“, das in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Tod rettet.

Bei Plus 1 sind ja viele beteiligt. Wie läuft das konkret ab? Stehen Plus1-Spardosen bei jedem Konzert im Privatclub oder der Columbia Halle?

Wir haben eine Gruppe, die sich wöchentlich trifft und die Infrastruktur auf die Beine gestellt hat und verwaltet. Wir haben z.B. verplombte Spendenbüchsen organisiert und Infomaterial produziert. Damit werden diesen Freitag erstmals die Clubs ausgestattet. Wenn die Clubs die Spenden nicht überweisen wollen, sammeln wir die Büchsen regelmäßig wieder ein.

Es sind ja auch einige Bands beteiligt wie Fettes Brot, Notwist oder Fraktus die ich jetzt nicht in Berlin verorte. Nehmen die die Spardosen auf Tour oder wie sind sie beteiligt?

Das ist unterschiedlich. Uns war allerdings auch wichtig, bekannte Fürsprecher an Bord zu holen. Das wiederum lockt weitere Clubs, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Das heißt demnach, dass das Projekt offen ist und weitere teilnehmende Veranstaltungsorte willkommen sind? Wo sollten sich diese am Besten melden?

Wir freuen uns definitiv über jeden, der Lust hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Wir haben eine Facebook-Seite und eine Mailadresse, über die man uns kontaktieren kann.
Im Optimalfall finden sich vielleicht auch Clubs in anderen Städten, die selbiges Konzept für Ihre Stadt in Angriff nehmen.

Plus1 soll nicht auf dem deutschen Sommermärchen der Hilfsbereitschaft mitschwimmen, sondern ist als dauerhafte Aktion angelegt, richtig?
Richtig! Wir wollen mit diesem Konzept nach Möglichkeit einen Geldfluss über Jahre sichern. Außerdem zeigt die Auswahl an zu unterstützenden Projekten, dass es uns nicht nur um caritative Hilfe geht.

    Ein Kommentar:

  • Kriz schreibt am 1. Oktober 2015 um 12:55

    Jo, gute Sache. Machen andere Bands übrigens schon seit Jahren so.

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