Soylent – Selbstoptimierung jetzt nahe an 90%

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Soylent

Skurril, der neue Trend im Silicon Valley scheint ein Drink zu sein der Mahlzeiten ersetzt. Weil die ja Zeit kosten und Zubereitung brauchen und überhaupt irgendwie von der Arbeit ablenken. Einfach nur Pulver anrühren und fertig ist Soylent wie sie das Zeug wirklich getauft haben. (Keine Pointe!)

Soylent deckt den gesamten täglichen Nährstoffbedarf eines Menschen und ist das Resultat einer Erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne. Bestimmt der geile heiße Scheiß um nach dem Arbeitstag mit den Kolleg*innen noch schnell was zu sich zu nehmen. Auch die NEON schrieb bereits darüber:

„Abends fragen mich Freunde, ob ich nicht etwas unternehmen will. Ich sage fast immer ab. Ich darf nichts trinken und nichts essen. Ich kann an dem, was sie gemeinsam tun, nicht teilnehmen. Das erscheint mir freudlos. Essen und Trinken ist der Kern des Soziallebens. Ich sitze alleine in meiner Wohnung. Auf einmal habe ich Zeit. Ich gehe mir selbst auf die Nerven, lese, schreibe, telefoniere dagegen an, schlafe früh ein, wache früh auf.

Es gibt immer nur Soylent. Es wird mir nie zuwider. Der Hunger wird durch diese Substanz viel schneller gestillt als durch Essen. Er ­verschwindet schon beim Trinken des zweiten Glases. Aus ökonomischer Perspektive ist Soylent unschlagbar.“

Der Ansatz von Rob Rhinehart, der Soylent entwickelte und im Selbstversuch testete, mag auf den ersten Blick gar nicht so krass wirken. In erster Linie soll tatsächlich Umwelt geschont werden. Keine Farmen, kein Schmutz, kein Energieverbrauch bei der Zubereitung. Gleichzeitig ist es für mich die perfekte Weiterführung für Leute die die Phrase Work-Life-Balance gebrauchen weil sie eben daran scheiterten, die per Handy für die Arbeit immer erreichbar sind und auch Abends noch vor dem zu Bettgehen die Mails checken wie auch morgens bevor sie im Büro ankommen. Brave new world!

(via achtmlliarden / Foto unter CC BY-SA 4.0 Lizenz von Dllu)

    3 Kommentare:

  • @SamaelFalkner schreibt am 6. Januar 2016 um 22:38

    Ich habe eine zeitlang „Mana“ ausprobiert, ähnliche Geschichte zur Kompletternährung. Der Selbstversuch ist Quatsch, sobald man meint, verzichten zu müssen. Wer schreibt dem Tester vor, dass er abends in der Bar nicht mitessen und -trinken darf. Es passiert auf jeden Fall nichts ungutes mit seinem Magen, wenn er es doch tut. Ich hab dann letztlich das Ganze ein paar Monate genutzt, wann immer ich keine Lust auf Kochen oder Bestellen hatte und es lief bestens. Dadurch, dass diese Mischungen alle nötigen Vitamine und Fette enthalten, gleicht man relativ problemlos die in reichen Ländern gängige Mangelernährung aus, die durch unausgewogene Ernährung und Fastfood entsteht. Gerade wer also diese Versorgung sicher stellen will, hat mit Soylent und Co ein gutes Mittel an der Hand, erst mal wieder versorgt zu sein. Und: Es schmeckt weit weniger schlimm, als einige in den Testberichten immer meinten. Gewöhnungssache, wie alles.

  • Oskar schreibt am 6. Januar 2016 um 23:04

    Dieses Unbehagen mit der „Betankung“ durch Soylent, das ja nicht nur ein ästhetisches ist, kann ich nachvollziehen. Aber klar: Dass man anders als der „Neon“-Autor seine Ernährung nicht komplett auf Soylent umstellen muss, sondern es ausreicht, die Tiefkühlpizza, die man sich sonst in stressigen oder antriebslosen Phasen reindrückt, durch das Getränk zu ersetzen, ist natürlich ein gutes Argument.

  • mobo schreibt am 7. Januar 2016 um 11:10

    Hier ein passender Podcast zum Thema: http://www.wrint.de/2015/05/22/wr438-soylent-frank/

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