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Die Wahlen und die AfD (Blogschau)

Von Daniel • 14.03.2016

AfD in einer Teletext-Umfrage bei N24

15,1 Prozent in Baden-Württemberg, 12,6 Rheinland-Pfalz und 24,2 in Sachsen Anhalt. Selbst Republikaner und DVU erreichten zu ihren besten Zeiten nicht solche Ergebnisse. Und ich sage es nochmals. Aus meiner Sicht ist diese Wählerschaft durchaus das Volk, da hilft kein Abstreiten und Distanzieren.
Hier ist eine Wählerschaft am Werk die mit einer rassistischen Partei leben kann und will.

Während Bento die AfD zur Sekte erklärt warnt Accalmie bei der Mädchenmannschaft über eine „extrem rechte Partei“, die „Rassist_innen, Antisemit_innen, Geschichtsrevisionist_innen, völkische Nationalist_innen und (Hetero- und Cis-)Sexist_innen“ versammelt. Accalmie spricht auch das aus, was sich all diejenigen nicht trauen, die in den letzten Tagen warnende aufklärerische Posts gegen die AfD ins Social Web schütteten:

„Die AfD ist eine extrem rechte Partei. Sie wird nicht aus ‚Unwissenheit‘ gewählt. Das Programm, die Ideologie, die Debattenmächtigkeit, die Wahlerfolge der AfD haben ganz konkrete Auswirkungen auf Menschen, die nicht in das als deutsch definierte Bild der Partei und ihrer Anhänger_innen passen (wollen). Oftmals geforderte ‚Zivilcourage gegen rechts‘, antirassistischer_antifaschistischer Aktivismus wird derweil durchgängig kriminalisiert.

Und jetzt werde ich noch feministisch-humorloser: Genau wegen alldem finde ich AfD-Scherze nicht (mehr) lustig. Es gibt hier nichts zu lachen (und das schon lange nicht mehr für Marginalisierte).“

Genau deswegen wird es auch keinen Popcorn-AfD-Blog geben, so wie es Leitmedium damals bei den Piraten machte:

„Die AfD ist aber die AfD und die Aussicht, sich nur noch mit der Entblößung rechten Gedankenguts auseinanderzusetzen scheint mir eine nur schwer zumutbare Freizeitbeschäftigung. Ich habe die Popcornpiraten abends betrieben – 2 Stunden täglich. Dabei musste ich oft kichern. Bei der AfD werden diese Lacher wohl konsequent im Hals steckenbleiben. Jeden Tag zwei Stunden völkisches Gedankengut?“

Wie wenig lustig das ist zeigt der kürzlich geleakte Grundsatzprogrammentwurfs der AfD dem sich Andreas Kemper in seinem Blog widmet. Auch die ZEIT hat, genau wie Correctiv, den Entwurf aufbereitet.

Und ich möchte noch eines hinzufügen: Auch ist die AfD kein Grund für Ableismus. Die Politker*innen oder ihre Wähler*innen als geisteskrank oder sonst wie zu bezeichnen ist so unlustig wie die Ansichten zu Menschen mit Behinderung im Grundsatzprogramm der AfD. Dort sollen psychisch Kranke statt in Behandlung in den Knast.

Wer die AfD wählt wählt die Partei bewusst. Nicht aus Unwissenheit! Laut ZDF wird die AfD hauptsächlich als „Denkzettel“ gewählt, doch die Wähler*innen wissen was auf diesem Zettel steht! Oder wie Nadia von Shehadistan schreibt:

„Die Leute wissen, welche menschenfeindlichen Inhalte die AfD vertritt – und wollen genau das haben.“

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