Keine Straßen für Kolonialherren – Neue Straßennamen für Berlin

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Kolonialismus wird gerne heute noch als Abenteuer verklärt. Gründe dafür gibt es keine. So sieht das auch die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte, die am 17.03. eine Umbenennung der Strassen beschloss, welche noch immer die deutschen Kolonialbegründer Nachtigal, Peters und Lüderitz ehren.

Stattdessen werden ab 2017 die Straßen Namen von Persönlichkeiten des afrikanischen Widerstands tragen.

In einer Pressemitteilung heißt es dazu:

„Der Beschluss greift die seit über 10 Jahren von zahlreichen afrikanischen, Schwarzen und entwicklungspolitischen Organisationen erhobene Forderung nach der Dekolonisierung des öffentlichen Raums und speziell des größten deutschen Kolonialviertels im Stadtteil Wedding auf. Die Bündnisse betrachten dies als entscheidenden Schritt zur Umwandlung des ‚Afrikanischen Viertels‘ zu einem kolonialkritischen „Lern- und Erinnerungsort“ sowie als wichtiges Zeichen gegen Rassismus.“

Kolonialstrassen (Google Maps)

(via berlinpostkolonial)

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