Warum wir nicht mehr Überwachung brauchen

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Immer wenn es Anschläge gibt, wird der Wunsch nach mehr Überwachung laut. Sascha Lobo hat sich die öffentlich verfügbaren Daten von fünf Terroranschlägen in Westeuropa der letzten zwei Jahre angesehen und festgestellt, dass 15 von 17 Attentätern bereits vor den Anschlägen behördlich bekannt waren.

Grafik Terroranschläge und Überwachung

In Anbetracht des NSU und 450 verurteilten Rechtsextremen, die untergetaucht sind, kommt Lobo zu dem Schluss:

„Absurditäten des Überwachungszeitalters: Nie war Untertauchen leichter, dank strukturellen Staatsversagens. Man muss sich noch nicht einmal die unfassbare, schmerzhaft verstörende Geschichte der behördlichen Verstrickung beim Terror des NSU ansehen […], um zu resignieren.“

Stattdessen wird immer wieder bekannt, dass leichte Ziele unverhältnismäßig stark überwacht werden. Wie aktuell bei der „Datei Gewalttäter Sport“ bekannt wurde.

(via netzpolitik / Grafik CC-BY saschalobo.com)

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