Gendergap: Von Sternen und Unterstrichen – Gerechte Sprache

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Radfahrer-innen absteigen

Vielleicht wissen manche Leser*innen gar nicht warum ich Leser*innen schreibe und nicht einfach nur Leser oder Leserinnen und Leser oder LeserInnen. Für all die ist der Artikel „Von Sternen und Unterstrichen“ bei KleinerDrei empfohlen. Svenja schreibt dort warum gegenderte Sprache eine Bedeutung hat.

„Es ist nicht kompliziert und es ist auch nicht zu aufwendig. Es ist nicht übertrieben und es zerstört auch nicht die Sprache. Das sind allesamt bloß faule Ausreden.

Und eigentlich ist es eben so: entweder legt man Wert darauf, auch Frauen und nichtbinäre Personen anzusprechen und mitzumeinen – oder man tut es halt nicht.“

Ich bin da vollkommen bei Svenja. Ich begreife Sprache als lebendiges Konstrukt und kann auch Krakeelereien angesichts Anglezismen und Co. nicht verstehen. Außerdem tut es niemandem weh. Es ist eine einfache Möglichkeit alle anzusprechen und zumindest zu versuchen niemanden auszuschließen.

Der Vollständigkeit halber soll aber erwähnt werden, dass es am sogenannten „Gendergap“ auch Kritik gibt. So weist Persson Perry Baumgartinger in „Liminalis – Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation“ auf eine Marginalisierung hin (PDF-Link):

„Der Vorteil des _ ist, dass er sich im Deutschen relativ leicht umsetzen lässt, da die männliche und weibliche Variante bestehen bleiben, und somit das Zweigeschlechtersystem nicht wirklich hinterfragt werden muss, und gleichzeitig mit dem _ Raum für alle ‚anderen‘ Geschlechtlichkeiten aufgemacht und somit sichtbar gemacht wird. Hauptkritik an dieser Strategie ist die Tatsache, dass damit das Zweiersystem Mann/Frau viel Raum zugesprochen wird und einer unermesslichen Vielfalt an Geschlechtlichkeiten nur ein kleiner Raum, ein _ zugewiesen wird.“

(Bild Wikicommons von Coyote III unter CC-BY-SA 4.0-Lizenz)

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