Die neue Mitte-Studie 2016

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Zwei Jahre nach der letzten Mitte-Studie, erscheint die Neue. Wissenschaftler*innen befragten bundesweit 2.420 Menschen zu den Themen Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Seit 2002 gibt es die „Mitte“-Studien. Repräsentative Erhebungen zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland. Ich erwähne sie im Blog ziemlich häufig. Vor zwei Jahren habe ich zum Beispiel das Wahlverhalten von „Rechtsextremen“ visualisiert. Hier ein Update der Grafik:

Was wählen Rechtsextreme? 2016

Auffällig im Vergleich zu vor zwei Jahren ist, dass sich gar nicht so viel verändert hat. Der Spiegel fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen:

„Jeder Zehnte wünscht sich einen Führer, der das Land zum Wohle aller mit starker Hand regiert. Elf Prozent der Bürger glauben, dass Juden zu viel Einfluss haben. Zwölf Prozent sind der Ansicht, Deutsche seien anderen Völkern von Natur aus überlegen. Ein Viertel der U30-Generation in Ostdeutschland ist ausländerfeindlich. Und ein Drittel der Deutschen hält das Land für gefährlich überfremdet.“

Die Heinrich Böll Stiftung fasst zusammen:

„Die Ablehnung gegenüber einzelnen Gruppen – Muslime, Geflüchtete, Sinti und Roma – ist in seiner Dimension alarmierend und reicht bis weit in die Bevölkerungsteile, die sich selbst als Mitte oder links beschreiben.“

Bei der Tagesschau gibt es ein Interview mit Dr. Oliver Decker, Leiter des Forschungsbereich Gesellschaftlicher Wandel an der Uni Leipzig sowie eine Bildergalerie mit Visualisierungen diverser Ergebnisse.

Es gibt auch Kritik an der Studie auf die der Vollständigkeit halber hier verwiesen wird.

Weiterführende Links:

„Die enthemmte Mitte“: 12 Fakten, die zeigen, wie rechtsextrem Deutschland ist (bento)

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