Denald Trump - Fake

Fake News erkennen – So schnell kannst Du Daten checken

-

Gestern Nacht fand in der Türkei ein versuchter Militärputsch statt. Twitter lief heiß, nicht wenige Nutzer*innen nutzten die Timeline als Informationsquelle und warfen gleichzeitig den Medien vor, nicht schnell genug zu reagieren.

Auch ich saß vor Twitter, halb erschrocken und auf der Suche nach Informationen. Drei Nachrichten tauchten immer wieder auf, obwohl sie relativ einfach als Fake News zu erkennen waren. Hier ein paar Tipps, wie Du vermeidest, selbst zum Multiplikator von Falschmeldungen zu werden. Klar, im Eifer der sozialen Medien passiert sowas schnell, aufpassen schadet aber nie!

Lediglich Sekundärquellen

Nicht wenige – sogar etablierte Medien – meldeten, dass Erdogan um Asyl in Deutschland bittet, bat oder dieses abgelehnt wurde. Allen war gemein, dass sie sich dabei auf NBC beriefen.

Nur, bei NBC selbst fand sich nichts dazu. Kein eigener Tweet auf @MSNBC Auch bei Google-News findet sich kein Eintrag dazu auf der eigenen Seite. Und die Medien, die berichten, sind solche Topquellen wie eTurboNews, Focus und Huffington Post Deutschland. Nur NBC selbst schweigt dazu.

Gerade wegen der Ironie der Nachricht, dass Europas Flüchtlingsbollwerk Erdogan nun selbst Asyl suche, verbreitete sich diese enorm schnell. Dass sich aber lediglich Sekundärquellen finden, ohne dass die erwähnte (!) Primärquelle selbst darüber berichtet, hätte stutzig machen können.

Denald Trump – Fake News vom falschen Account

Es passt halt so gut ins Bild: Der tumbe Donald Trump nimmt den Putsch zum Anlass, um Wahlkampf zu machen. Gerade deswegen ging folgender Tweet steil und wurde oft kommentiert, selten aber, weil er von einem Parodieaccount kam, sondern weil es so schön in die Klischeevorstellungen von Trump passt. Dabei reichte ein Blick. Entweder auf den Twitter-Namen @realDenaldTrump, eben nicht wie beim Original @realDonaldTrump, oder auf die Twitter-Bio. Oder eben auf diese kleinen blauen Haken, die einen Account verifizieren.

Denald Trump - Fake News

Das falsche Bild

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Manche davon unterstrichen, wie viele Unterstützer*innen Erdogans für den Präsidenten auf die Straße gingen. Nur waren manche der Bilder gar nicht von gestern Nacht.

Dieser Check dauert ein wenig länger. Du gehst auf die Google-Bilder-Suche. Dort gibt es ein kleines Fotoapparat-Icon, nach dem Klick kannst Du hier ein Bild oder eine URL angeben und danach suchen. Wenn Du nun die Ergebnisse durchschaust, dann findest Du Seiten auf denen dieses Bild verwendet wird. Oft lohnt es sich auch, die Metadaten eines Bildes gegenzuchecken, hier anhand eines Bildes von einer Bildagentur demonstriert. (Link mit Rechtsklick in neuem Fenster öffnen!)

All das wird Dich nicht dafür schützen, doch noch auf Fake News reinzufallen, aber vielleicht schaust Du in Zukunft genauer hin.

Dein Kommentar:

Kommentarfeed zu diesem Artikel via RSS abonnieren.

Hinweis: Kommentare werden moderiert. Sie können auch ohne Angaben von Gründen gelöscht werden. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!