Abmahnbeantworter – Tool erstellt Schreiben für unberechtigt Abgemahnte

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Abmahnbeantworter

UPDATE: Da bin ich wohl auch voll reingefallen und habe der Quelle Netzpolitik sowie Linus vertraut. Das Ganze ist eher fragwürdig vom CCC. Meine Medienkompetenz daher: Null! Obwohl, nein: Ich wusste natürlich, dass das Quatsch ist, ich wollte nur mal sehen ob Ihr das auch merkt und Euch ein lehrreiches Beispiel dafür geben blabla blablabla…. Siehe auch in die Comments hier.

Der Chaos Computer Club und der Förderverein Freie Netze liefern ein Tool mit dem unberechtigt Abgemahnte einfach und generisch Antworten an Kanzleien entwerfen können. Einsetzen solltest Du das Tool allerdings nur dann wenn Du nicht für die abgemahnte Verletzung verantwortlich bist. In anderen Fällen bist Du mit einen Anwalt besser beraten. Das Tool ist ab sofort abmahnbeantworter.ccc.de zu finden.

In der Pressemitteilung des CCC heißt es dazu:

„Der Abmahnbeantworter von Freifunk und CCC wurde mit Juristen entwickelt, die jahrelange Erfahrungen in der Verteidigung von Aktivisten aus der Freifunk- und Tor-Community gesammelt haben. Sie kennen die teilweise grotesk zusammengewürfelten Textbausteine fast auswendig, mit denen ihre Mandanten zu Panikreaktionen getrieben werden sollen. Der Abmahnbeantworter kombiniert diese nun paßgenau mittels eines kleinen, datensparsam im Browser ausgeführten Skripts. So können wir in alter CCC-Manier keine Daten sammeln, weil sie gar nicht erst anfallen.“

(via netzpolitik)

    Ein Kommentar:

  • Maximilian Greger schreibt am 25. August 2016 um 14:39

    Ich denke, auch, dass man derzeit nur davon abraten kann, sich auf diese – sicher gut gemeinte – Eingabemaske des CCC zu verlassen. Ich kenne kein Gericht, das »war im Urlaub / war Absesend / war in der Arbeit / etc.« als ziehenden Grund akzeptiert, der die gesetzliche Vermutung zulasten des Anschlussinhabers als Täter ausräumen würde. Auch die Gründe gegen die Störerhaftung ziehen m. E. nicht. Störer ist vor allem derjenige nicht, wer sein WLAN ausreichend sichert und wer etwaige Mitbenutzer instruiert (und falls notwendig: überwacht) hat.

    Wer sich auf diese Maske verlässt, wird im Zweifel auf Schadensersatz verklagt und hat am Ende viel Ärger und hohe Kosten zu tragen. Dass der CCC die Maske als „politisches Statement“ und nicht als Anwaltsersatz betrachtet, ist etwas blauäugig, da sicherlich eine Vielzahl Abgemahnter darauf zurückgreifen werden.

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