25 Jahre Hoyerswerda – Dokumentation im Web

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Hoyerswerda 1991

Anfang der 90er ging ein Rechtsruck durch Deutschland. Pogrome in Rostock-Lichtenhagen und Solingen.

Rassistische Hetze sorgte für den sogenannten Asylkompromiss und zeitweise gewannen Parteien wie Die Republikaner und etwas später auch die DVU an Aufwind.

Vor 25 Jahren, im September 1991, wurde der Hass öffentlich. Sieben Tage lang griffen teilweise bis zu 500 Personen in der sächsischen Stadt im Landkreis Bautzen Heime an. Erst als Vertragsarbeiter*innen und Flüchtlinge die Stadt verließen gaben die Rassisten Ruhe. Das dabei geprägte Wort „ausländerfrei“ wurde zum Unwort des Jahres 1991 gewählt. Wie auch heute in Bautzen zu beobachten bekamen die Täter in den Medien viel Raum um sich zu produzieren.

Hoyerswerda 1991 dokumentiert das Geschehen damals mit kurzen Filmen, Interviews und Texten.

Wie nötig das ist zeigt nicht nur, dass erst im Juni 2015 drei Jugendliche einen Brandsatz auf ein Asylbewerberheim in Hoyerswerda warfen. Wie nötig Erinnerung und Aufarbeitung ist zeigt jede rassistische Tat hierzulande. Zeigt die aktuelle Situation in Bautzen.

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