Mein Plattenschrank mit TheGurkenkaiser

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Der Plattenschrank vom Gurkenkaiser

Dem Gurkenkaiser folge ich seit Ewigkeiten im Web und nun hat er ein eigenes Album rausgebracht. 12 Tracks plus Remix gibt es auf „Ich esse Maschinen“ das irgendwo zwischen Improvisation, Elektronik und ab und an Gitarren schwirrt, manchmal nach Mouse On Mars („Übertrieben“) und manchmal nach Chiptune („C64-Massaker“) klingt. Die Platte gibt es gratis hier, aber noch cooler ist, wenn Ihr ein paar Euro springen lasst!
Passend zum Release schauen wir in Gurkenkaisers Plattenschrank. Here we go…

Welches Medium bevorzugt Du? Vinyl, CD oder Digital?
Youtube. Aber nicht weil mich Musikvideos interessieren sondern weil man da am schnellsten alles findet und da ich in Österreich lebe ist das meiste auch verfügbar. Ich nutze nicht mal mehr meine MP3-Sammlung auf der Festplatte. Vor 3 Jahren hab ich eine riesige Plattensammlung geerbt, ist aber noch nicht mal ausgepackt. Im allgemeinen höre ich immer weniger Musik. Eine besorgniserregende Entwicklung!

Wie sortierst Du Deine Platten? Meinst Du, dass das was über Dich aussagt?
Wenn ich das tun würde wahrscheinlich chronologisch. Ich verbringe manchmal ganze Nachmittage damit zu recherchieren was hinter einem Song steckt, was der gesellschaftliche Kontext ist und welche Techniken verwendet wurden. Musik ist immer Spiegelbild von, Kommentar zu oder Protest gegen gesellschaftliche Verhältnisse. Sogar instrumentale. Das fasziniert mich. Das reizt mich auch weil die Interpretation ja auch oft nicht so einfach und eindeutig ist.

Eine Platte, von der Du Dich niemals trennen würdest?
Mir fällt auf dass ich nun schon seit meiner Teenager-Zeit (15-20 Jahre her) immer wieder was von „The Boatman’s Call“ oder „Let Love in“ von Nick Cave and the Bad Seeds höre.
Ähnliches gilt für „Weißes Papier“ von Element of Crime, „Neon Golden“ von The Notwist und Best-Ofs von Nina Simone und Sam Cooke. Lauter Musik die meiner nicht gerade ähnelt – Notwist ausgenommen.
Aber ich leg mich fest: Boatman’s Call.

Eine Platte, die Dir peinlich ist. Wobei das, was einem gefällt nie peinlich sein sollte.
Ich habe mich schon als Kind sehr für Pop interessiert aber nur für die uncoolsten Sachen: Phil Collins (Live-Album war meine erste Platte mit 9, 10), Genesis, Peter Gabriel. Später dann Meddl, „Crossover“ (so nannte man damals das was jetzt Nu Metal heißt, falls es das überhaupt noch gibt), dann kurze Ami Gangsta Rap-Phase mit Ice-T, Body Count. Cypress Hill und Deutschrap. Das ist mir größtenteils sehr peinlich und ich kann‘s nicht mehr hören. Gut – Peter Gabriel ist teilrehabilitiert und Body Count höre ich ab und zu kurz zur Belustigung. Dieses Überdrehte hat was. Cypress Hill muss einem auch nicht peinlich sein. Die Deutschrap-Sachen von Tobi & Bo, Fanta 4, 5 Sterne Deluxe kann ich immer noch größtenteils auswendig… Die sind auch ganz gut, die sind mir nicht peinlich, auch wenn ich‘s nicht mehr höre. Das Peinlichste an all dem ist auf jeden Fall Phil Collins.
Ich hör kaum zeitgenössische Musik, darum komm ich nicht in die Versuchung Chartszeug zu mögen, was mir tatsächlich peinlich wäre.

Und zum Schluss Dein Lieblingsmusikvideo um hier im Blog nicht ganz altbacken rüberzukommen und was multimediales anzubieten.
Puh, wer schaut denn heut noch Musikvideos? Aber gut, eins fällt mir ein:

Notwist – Chemicals. Für meine Musik bis heute ein Ankerpunkt. Krickiel Krackel, Gitarre, Harmonie und ein bisschen Disharmonie (Modem-Solo!): So geht das. Und das Video ist auch ganz nett.

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