KZ Auschwitz, Einfahrt

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – Linksammlung

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Am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und das Konzentrationslager Auschwitz. Seit 1996 ist der 27. Januar daher ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag, der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Gegen das Vergessen. Der jüdische Weltkongress erinnert mit der Social-Media-Kampagne #WeRemember an die Opfer der Schoa.

Leon Schwarzbaum, Überlebender der Schoa, schreibt in der Jüdischen Allgemeinen, warum er sich wünscht, dass die Erinnerung an Ausschwitz wachgehalten wird:

„Wir alle hatten die Hoffnung, wenn nicht gar Gewissheit, dass die Welt besser wird, besser werden muss. Ich bin skeptisch, aber die Hoffnung habe ich immer noch.“

Bei SpOn sind die Bilder von Stefan Hanke zu sehen. Ein Jahrzehnt lang hat er KZ-Überlebende in ganz Europa fotografiert.

WDR5 thematisiert die Befreiung Auschwitzs in ihrer ZeitZeichen-Reihe.

Wieviel wusste der Normalbürger von den NS-Verbrechen?! 2011 veröffentlichte die Zeit einen Beitrag über die Tagebücher von Friedrich Kellner, einem kleinen Justizbeamten in der hessischen Provinz. Nicht alle wollen nichts gesehen haben. Kellner schrieb auf was bekannt war.

„In den folgenden Wochen und Monaten verfolgt er das Schicksal der Juden, etwa Deportationen aus Frankfurt und Kassel. Was im Herbst und Winter 1941 vielleicht noch eine Ahnung gewesen sein mag, ist im Mai 1942 für ihn schreckliche Gewissheit: Die Maßnahmen und Massaker haben System und zielen auf die vollständige Ermordung der Juden ab. Die verordnete Streichung von Lebensmittelzulagen für schwangere Jüdinnen und Polinnen kommentiert er lakonisch: »Das kann wohl unter das Kapitel ›Ausrottung der Juden und Polen‹ gebracht werden.«“

In der arte-Mediathek gibt es derzeit die Doku „Nicht Rache, sondern Gerechtigkeit – Das Leben von Beate und Serge Klarsfeld“ zu sehen.

(Foto: Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0)

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