Schleckermäulchen isst Eier

Nicht das Gelbe vom Ei … Das Schleckermäulchen auf der Suche nach dem Ei des Lebens!

Keine Eier zu Ostern? Für manche eine Horrorvorstellung, anderen ist es piepegal. Ich mache mir häufiger Gedanken darüber, woher die Eier eigentlich kommen und ob Bio tatsächlich immer ein vertrauenswürdiges Prädikat ist?! Ich sage nur Biogurke im Supermarkt – schön in Plastikfolie eingeschweißt – oder die wohlschmeckende Bio-Mango… Die wurde bestimmt per Taube eingeflogen.

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Natürlich mag man den Gedanken, dass die lieben Federviecher tatsächliche frei auf einer großen, gesunden Wiese herumlaufen und sich hühnerwohl fühlen. Freilandhaltung nennt man das dann, also, wenn die Hennen neben dem Stall einen Auslauf von 4 m² pro Huhn zur Verfügung haben. Hier müssen die Besitzer aber auch auf gesundheitliche Aspekte achten, denn die Tiere sind unterschiedlichen Witterungsbedingungen (Zugluft, Nässe, Unterkühlung) ausgesetzt. Der Stall muss außerdem den Bestimmungen der Bodenhaltung entsprechen. Hier müssen sich die Legehennen ebenfalls frei bewegen können. Allerdings ist da jetzt auch nicht wahnsinnig viel Platz und aufgrund der Gruppengröße kann es zu Rangordnungskämpfen kommen – und die Hennen führen sich somit Verletzungen zu. Sehr viel besser klingt da die ökologische Haltung (EG Öko-Verordnung). Hier dürfen pro Stall nicht mehr als 3000 Legehennen gehalten werden – und die Tiere haben sehr viel mehr Platz und natürlich auch Auslauf.

Aber halten sich auch wirklich alle an diese Vorschriften? Gibt es ein garantiert glückliches Huhn? Schlimmer ist natürlich die Käfighaltung, die ist allerdings in Deutschland seit 2009 verboten. Da sieht man ja förmlich schon die zerfledderten Tiere, die dicht an dicht auf rostigen Gitterstäben hocken und sich gegenseitig blutig hacken. Schluck. Bei diversen heimlich aufgenommenen Videos aus Hühnerfarmen, wie Wiesenhof, habe ich mir übrigens vor Jahren schon das Essen von Tieren abgewöhnt. Eier mag ich auch nicht mehr so gerne, aber das nur nebenbei.

Neuste Schlagzeilen rund um das Ei verderben mir noch mehr den Appetit auf bunte Ostereier. Aufgrund der Geflügelpest dürfen viele Landwirte keine Freilandeier verkaufen. Das leuchtet ein. Schließlich durfte ich deswegen letztes Jahr mit meinem Neffen auch nicht ins Krokodilhaus im Tierpark gehen. Bei Geflügelpest besteht Stallpflicht und somit kann es keine Eier aus Freilandhaltung geben. Als Alternative dafür gibt es in einigen Discountern, wie Netto oder Kaufland das sogenannte Soli-Ei. Auf den Packungen steht: „Aus Solidarität … 10 frische Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“. Kann man unterstützen. Muss man aber nicht.

Früher hieß es ja immer: „Liebelein, iss nicht so viele Eier, das erhöht deinen Cholesterinspiegel“. Hat sich aber bis heute auch nicht bewahrheitet. Fällt Ostern also dieses Jahr aus? Wohl kaum, denn das ist Tradition, und zwar eine christliche – und Kinder lieben es nach den bunten ovalen Dingern zu suchen. Diesen Brauch wird auch die Geflügelpest nicht aufhalten. Und ich erst recht nicht.

So, jetzt bin ich euch genug auf die Eier gegangen. Höhö. Wem ich jetzt ein wenig die Lust auf gekochte Eier genommen habe, der kann ja auch Holzeier bemalen oder für die Super-Nö-Ökos gibt es auch zahlreiche bunte Plastikeier zu kaufen. Ich bastle bestimmt auch noch was.
Zeige ich euch dann Weihnachten auf www.lecker-schleckermaeulchen.de Ach ja, und kennt ihr das immer müde Ei aus Japan – Gudetama? Das liebe ich so sehr:

In diesem Sinne Happy Hühnerei und vor allem Gesundheit und schönes Wetter euch allen!

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