Leitkultur ftw!

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Leitkultur? Deutschland hat kein Swag!

Caroline Mohr bringt es kurz und knapp ganz gut auf den Punkt:

Aber mal ehrlich. Erinnert Ihr Euch nach an das Jahr 2000? Damals war es Friedrich Merz von der CDU (Rechtsanwalt, Manager und CDU-Politiker) der die „Deutsche Leitkultur“ aufzwängen wollte. Die „Deutsche Leitkultur“ wurde damals schon zu recht zum Unwort des Jahres gewählt.

Doch was ist das eigentlich. Ist es, wie Sascha vermutet, „kulturell irgendwo zwischen Helene Fischer, Oktoberfest und Fußball angesiedelt“?!

Was diese „Deutsche Leitkultur“ sein soll lasse ich mal einfach die AfD erklären, die sich ebenso wie die CSU dazu bekennt. Diese sei für die AfD nämlich ein Gegenbegriff gegen die „Ideologie des Multikulturalismus“. Oder dann doch lieber die Kolleg*innen von CDU/CSU? Die setzten bereits im letzten Jahr ein Papier „Aufruf zu einer Leit- und Rahmenkultur“ auf, dass „Leitkultur“ definierte:

„Die Autoren betonen zudem die Wichtigkeit der ‚Symbole unseres Landes‘, vor allem die ’schwarz-rot-goldene Fahne mit ihrer freiheitlichen Tradition ebenso wie die Hymne mit ihrem Aufruf zu Einigkeit und Recht und Freiheit.‘ Es gehe darum, ‚in Zeiten gesellschaftlicher Unruhe‘ ‚Halt und Orientierung‘ zu geben.“

Weiterhin wurde „Stolz auf unsere Nation“ gefordert. Mhm, ist Leitkultur etwa lediglich Nationalismus? Oder was sind „aufgeklärte Patrioten“ die eine Fahne brauchen um sich zu orientieren?

Vielleicht ist es aber auch so, wie es Ben vermutet. Die CDU erobert sich das rechte Spektrum zurück und geht mit Thomas de Maizières Äußerungen schon jetzt auf Stimmenfang. Bei einem Rechtsruck ist es nicht ungewöhnlich, dass die sogenannten „Volksparteien“ das Völkische für sich entdecken und dem Ruck folgen. Hier sei der Asylkompromiss 1993 als Beispiel genannt.

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