Spargel

Make Spargel Not War – Eine Lobeshymne für das leckerste Gemüse der Welt (Schleckermäulchen 6)

Ich muss weinen. Der Juli ist der schlimmste Monat im Jahr. Nein, ich meine nicht die endlosen Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Ich meine auch nicht den Dauerregen und sonstige Donnerwetter.

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Ich weine, weil die Spargelzeit vorbei ist. Das heißt, wieder ein Jahr auf diese weißen, wunderschönen, köstlichen Stangen warten. Es war so schön mit euch und ich werde dich, königliches Stangengemüse, sehr vermissen. Aber ich habe die Spargelsaison 2017 wirklich mehr als ausgenutzt. Trotz Knietief im Dispo habe ich mir immer wieder einige Stangen gekauft. Davon habe ich aber auch nichts abgegeben. Wenn es um Spargel geht, dann bin ich sehr geizig. Da lasse ich auch kein Wasser dran. Nur Butter und Salz und etwas Zucker.

Wenn ich könnte, dann würde ich mich mit Spargel eincremen („Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein… Zitat aus „Das Schweigen der Lämmer“, weniger appetitlich, aber kleiner Zwischengag für Martin). Gibt es eigentlich Spargellotion? Avocado und Gurke schmiert man sich ja auch aufs Gesicht. Vielleicht kann man die Schalen ja dazu verwenden? Aber besser ist es, wenn man diese zu einer feinen Suppe verarbeitet. Somit kann man wirklich alles verputzen und nichts verschwenden.

Die Zubereitung im Ofen ist nach wie vor die beste Methode. Die Idee stammt nicht von mir. Die hab ich mal von einem Fernsehkoch abgeguckt. Ich glaube, es war Kolja Kleeberg. Und das geht so einfach. Viele finden das Schälen ja schon mühsam. Ich mag Spargel schälen. Es beruhigt mich. Und so einfach geht das: Spargel schälen, auf Backpapier legen, ein bisschen Salz, Zucker und flüssige Butter darüber träufeln, als Päckchen verpacken (mit einem Tacker geht das ganz gut) und ab in den Ofen damit. Unterste Schiene, 180 Grad, ca. 20 Minuten. Ein Genuss. Durch den Zucker und die Hitze von unten werden die Spargelstangen karamellisiert und der eigentliche Spargelgeschmack zergeht auf der Zunge.

Spargel im Ofen zubereiten

Oh, ich vermisse dich so sehr.
Und kommt mir bitte jetzt nicht mit, hey, du kannst doch den Rest des Jahres grünen Spargel essen. Jaaaa, aber das ist nicht zu vergleichen. Manche frieren sich sogar Stangen ein und können somit das ganze Jahr über das Königsgemüse essen?! Im Supermarkt bieten sie ja mittlerweile auch schon geschälten und eingefrorenen Spargel an. Aber das geht bei mir nicht. Ich kann Spargel nur in der Hauptsaison essen (Mai – Juni, variiert je nach Wetterlage). So hat halt jeder seinen Spleen.

Da gibt es natürlich auch die, die Spargel überhaupt nicht mögen. Bei Kindern verstehe ich das ja noch. Ich habe früher auch nur die Köpfchen von meinem Papi bekommen. Das war ein echter Liebesbeweis. Habe ich erst später verstanden, dat die Köpfe das Beste sind. Danke, lieber Papi.

Wenn wir schon bei Danksagungen sind. Auf den Spargel gekommen bin ich durch meine Mami. Aber vor allem bedanke und denke ich jedes Jahr an die Spargelbauer und die vielen fleißigen Spargelstecher. Das ist nämlich keine entspannte Arbeit, die weißen oder violetten Stangen aus dem Boden zu holen. Also, immer auch schön im Bioladen oder vom Hofladen aus dem direkten Umland kaufen. Schmeckt auch einfach besser.

Und noch ein Spargel-Knaller zum Schluss:

#makespargelnotwar #nosteinewerfer #nowasserwerfer #nospargelforassholes

Bon Appetit!

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