Populismus in Deutschland und Europa

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Populismus in Deutschland

In jeweils drei repräsentativen Befragung hat Robert Vehrkamp mit seinen Kolleg*innen von der Bertelsmann-Stiftung jeweils 1600 Wahlberechtigte befragt. Über 29% der Befragten seien der Studie zufolge populistisch eingestellt. Einige der Ergebnisse gibt es visualisiert bei SpOn. Auch eine Ursache für der Deutschen Faible für Populismus wurde ausgemacht. So heißt es bei tagesschau.de:

„Die Studie hat auch untersucht, in welchen Bevölkerungsgruppen populistisches Denken stärker verbreitet ist. Offensichtlich spielen Einkommen und Schulbildung eine zentrale Rolle: Je geringer der Bildungsstand und je geringer das Einkommen, desto verbreiteter sind populistische Einstellungen, zeigt die Studie.“

Hier geht es zur Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung bezüglich Ihrer Studie. Besonders gut gefällt mir dort die „Populismus-Skala“.
Interessant finde ich dort auch, dass die FDP rechts neben der CDU/CSU eingestuft wird. (Hier gibt es die gesamte Studie als PDF)

Mich erinnert vieles daran an der hier oft im Blog zitierten Mitte-Studie.

Populismus in Europa – Globalisierung, Autoritarismus, Tradition

Bereits 2016 veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine Studie, die Populismus in Gesamteuropa untersuchte. (Hier als PDF)

Untersucht wurde damals ob Globaliserungsängste oder Konservatismus Menschen zu populistischen Parteien treiben. Das Ergebnis:

„Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten […] sind Wertvorstellungen für das Verständnis, warum sich Menschen populistischen Parteien zuwenden, in Europa nicht von entscheidender Bedeutung. […] Unsere Ergebnisse
zeigen, dass Menschen, die die Globalisierung als eine Bedrohung wahrnehmen, am meisten Migration fürchten. Sie sehen Migration häufiger als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft, sie haben weniger Kontakt mit Ausländern in ihrem Alltag und äußern häufiger ausländerfeindliche Gefühle. Sie sind außerdem skeptischer gegenüber der Europäischen Union und der Politik im Allgemeinen.“

Auch hier war Bildungsniveau ein Thema:

„Aus unseren Daten geht ebenfalls hervor, dass Menschen mit niedrigemBildungsniveau und Einkommen am meisten dazu neigen, Globalisierung als Bedrohung zu betrachten.“

    Ein Kommentar:

  • Martin Däniken schreibt am 26. Juli 2017 um 15:28

    Das ganze wird dann „interessant“ und zugleich undurchsichtig wenn die Mainstream-Parteien Positionen der Popolisten übernehmen-zwar mit anderen Worten aber die das selbe meinen
    …weil die PR-Maschineriefuzzis sagen,das müsse man so machen.
    weil deren Untersuchungen totalst unpartei-isch sagen
    -auf die paar,die das durchschauen kann man verzichten:
    „Man müsse nur bei Anne-Will-Maischberger-Illner gut ausschauen…“

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