German Angst

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Eigentlich bezeichnet „German Angst“ eine als charakteristisch empfundene politische Zögerlichkeit. Bezeichnend finde ich aber auch, dass im Wikipedia-Artikel zu dem Begriff folgende Passage von Thomas Wolfe zitiert wird, die sich auf den Sommer 1936 bezieht:

„Ihm wurde klar, dass diese ganze Nation von der Seuche einer ständigen Furcht infiziert war: gleichsam von einer schleichenden Paralyse, die alle menschlichen Beziehungen verzerrte und zugrunde richtete. Der Druck eines ununterbrochenen schändlichen Zwanges hatte dieses ganze Volk in angstvoll-bösartiger Heimlichtuerei verstummen lassen, bis es durch Selbstvergiftung in eine seelische Fäulnis übergegangen war, von der es nicht zu heilen und nicht zu befreien war.“

Deutsche Angst

Aber wovor haben Deutsche eigentlich Angst? Jährlich stellt eine Angst-Studie dies fest. Dafür wurden dieses Jahr 2.380 Menschen im Alter ab 14 Jahren befragt. Und dies sind die Ergebnisse für dieses Jahr verglichen mit den Ängsten von vor 10 Jahren:

German Angst

Ben schreibt bei Anmut und Demut dazu:

„Terrorismus? Die Chancen einfach plattgefahren zu werden sind um ein hundertfaches höher. […] Angst vor Verkehrsunfällen taucht nicht mal unter den Top10 auf.“

Mich würde es ja auch interessieren, wie das aussehe wenn politischer Extremismus in links und rechts aufgeteilt würde. Es fällt überhaupt auf, dass die Ängste relativ neutral formuliert sind. So musst Du ja z.B. gar nicht gegen Flüchtlinge sein um zu (be)fürchten, dass die Behörden mit Flüchtlingen überfordert sind (Punkt 6 der Top 10). Und wie wäre es einzuordnen wenn ich „politischen Extremismus“ von Rechts fürchte, der aus den Spannungen jenerseits durch den Zuzug von Ausländern hervorgeht?!

Ich halt es da mit Juse Ju:

Weiterführende Links:

Pressemitteilung der R+V zu ihrer Angst-Studie

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