Artikel über Kultur

Pop, Musik, Film, Buch, Comics, Design, Style, Fotos, Videos. Wir nennen es Kultur, von Menschen geschaffen, von Einhörnern geliebt.

Wie Du auf Sexismus reagieren kannst

SexismenSexismus begegnet Dir überall. Alltäglich. Man kann das sehr dogmatisch und schlimm finden oder damit umgehen. Erschreckend ist vielmehr wie oft unterbewusst Sexismen eingesetzt werden. Viele Floskeln sind so im Alltagsgebrauch verhaftet, dass Du sie gar nicht mehr als solche wahr nimmst. Das ist traurig, aber ebenso traurig wäre es mit verbaler Aggression darauf zu reagieren. Denn oft werden die Floskeln gar nicht in dem Sinne gebraucht den sie bei näherer Betrachtung definitiv haben. Oft ist es einfach unbedacht. Und eine ganze Sprache ändern zu wollen ist ein schwieriges Thema.

Andererseits kann ich mich erinnern, dass ich mal mit einem Mädchen nicht ausging, weil sie über irgendeinen Technikkram sagte: “Uhhh, davon hab ich keine Ahnung, aber ich bin ja auch ein Mädchen.” Devotes Gehabe kann ich nämlich absolut nicht ab und schon gar nicht, dass Frauen angeblich keine Expertise auf dem Gebiet haben. Whatever.

Alltagsalternativen bietet schlagfertige Antworten auf die üblichen Sexismen. Etwas was ich gerne als Datenbank sehen würde. Aber die Flyer zum Selbstausdrucken sind schon super! Und auch schön, dass es zeigt, dass Sexismus kein Männerding ist, sondern jeden betrifft!

Und Achtung, bevor es hier zu Diskussionen kommt. Sexismus vermeiden heißt nicht Lustverzicht! Und imho heißt es auch nicht, dass Du gleich auf die Fresse bekommen solltest wenn Dir mal was Dummes rausrutscht, aber Du solltest Deinen Blick schärfen und Dir darüber bewusst sein was Du sagst. Denn blöde Sprüche und Sexismen gehen auch mir viel zu oft sehr leicht über die Lippen.

(via mädchenmannschaft)

| More
Von: Daniel • Tags:

Meine tote Familie – Adrian Villar Rojas gestrandeter Wal im Wald

Meine tote Familie

Was für eine großartige Skulptur, die da Adiran Villar Rojas im Frühjahr 2009 für die Biennale in Ushuaia schuf. Ein gestrandeter Wal, mittem im Wald. Baumstümpfe wachsen auf dem leblosen Säuger der den Titel “Mi familia muerta” also “Meine tote Familie” bekam. Wunderschön und traurig zugleich!

Meine tote Familie

(via zeutch)

| More
Von: Daniel • Tags:

In Bed with – Mit Musikern in die Kiste steigen

In Bed WithKatrin Bpunkt steigt mit Künstlern und gleich ganzen Bands ins Bett. Also aus rein künstlerischen Motiven. Denn für ihre Serie In Bed with lichtet sie allerlei Musiker im Bett ab und dreht dazu passenderweise noch ein Filmchen. Mal ein Interview, mal einen Song, aber eben oft im Schlafanzug. Und obwohl es eindeutig gestellt ist, hat man doch das Gefühl ein bisschen intimer mit den Leuten zu werden die man sonst nur von der Bühne kennt. Hier zum Beispiel “Die Zehn Gebote” von den Locas in Love. Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich auf deren letzem Album Lemming im Backgroundchor singe? Ich glaube nicht.

Mehr davon gibt es in Katrins YouTube Channel. U.a. mit Zoe Boekbinder, Gary oder Hellsongs. Und hier beim Einhorn gibt es die besten Fotos der Reihe. Mit besonderen Schmankerln wie Amanda Palmer und Gisbert zu Knyphausen.

| More
Von: Daniel • Tags:

Chris Rock über Obama und die Homoehe

Ich hab gerade bei René einen längeren Gastbeitrag Zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie geschrieben und darin nehme ich auch auf diesen kleinen Interviewschnipsel von Chris Rock bezug, der sich dazu äußert, dass Barack Obama sich für die Gleichgeschlechtliche Ehe einsetzt. So wahr!

“It just shows you how scewed up the world is though, that a man just goes ‘HEY, I think gay people should be treated like everyone else.’ CONTROVERSY! What kind of world is this, it’s so horrible.”

| More
Von: Daniel • Tags:

Wie Punk wirklich war…

Ich weiß, Punk ist Attitüde und Einstellung und auch nicht mit Punkrock als Genre zu verwechseln, aber wenn ich diesen 90ies Spot sehe frage ich mich, ob ich wirklich jemals Punk hörte. Huey Lewis ist aber, das musst Du anerkennen, der punkigste von all den Punks. Okay, Panki aus Pankanien mal ausgenommen, Man! Yeah!

(via ronny auf nerdcore)

| More
Von: Daniel • Tags:

GameBoy Color Emulator

Schreit es laut, schreit es mit mir: PROKASTINATION! Ein GameBoy Color Emulator auf Basis von JavaScript und HTML5. Mit dabei massig Spiele. Natürlich Tetris und Super Mario, aber auch Zelda. Da steht meiner Zelda Entjungerfung ja nichts mehr im Wege!

GameBoy Color Emulator

(via caschy)

| More
Von: Daniel • Tags:

Die 18 teuersten Fotografien der Welt

Garcon means Boy hat die 18 teuersten Fotografien der Welt zusammengetragen. Das da unten ist Rhein II von Andreas Gursky. Es ist im letzten November für mehr als 4 Millionen über den Tisch gegangen. Wahnsinn!

Rhein II von Andreas Gursky

| More
Von: Daniel • Tags:

Einhorn in Israel

Matze war kürzlich in Betlehem und fand dort an der Grenzmauer dieses Einhorn. Scheinbar scheint sich die Hotelsituation in den letzten 2000 Jahren verbessert zu haben. Kenne da welche, die haben um Weihnachten rum nichts finden können.

Ein Einhorn in Israel

(Danke Matze!)

| More
Von: Daniel • Tags:

Street Art unter Denkmalschutz

Woman with Child, Foto von Sybille Metzer-Prou

Der Franzose Blek le Rat gilt als einer der ersten Stencil-Artists und war weltweit unterwegs. Unter anderem auch in Leipzig, wo er ca. 1991 eine Madonna mit Kind “pour Sybille” anbrachte. Über die Jahre hinweg wurde das Kunstwerk mit Postern zugekleistert und geriet in Vergessenheit bis im Januar dieses Jahres Mazi Kretzschmar, die das Werk schon als Kind kannte, es wiederentdeckte. “Woman with Child” ist die älteste noch erhaltene Arbeit von Blek le Rat und wurde von der Stadt Leipzig innerhalb von nur drei Monaten unter Denkmalschutz gestellt. Das ist nicht das erste Mal, dass ein Graffiti in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt wurde. Bereits 2011 wurde dem Werk “Lovers” von Klaus Paier in Aachen die Ehre zuteil.

Das besondere an dem Werk von Blek le Rat? Er heiratete damals Sybille, der er das Werk widmete. Die beiden sind mittlerweile 20 Jahre zusammen und haben einen 19jährigen Sohn, dementsprechend bedeutet ihnen “Woman with Child” sehr viel:

“Es wäre schön, wenn wir das Graffito an diesem Platz erhalten könnten, denn es bedeutet Sybille und mir eine Menge.”

(via urban artcore)

| More
Von: Daniel • Tags:

Anonymous, Prangonymous, Bullshitnymous

Anonymous - Wahrhaft KopflosIch weiß es ist schweirig ein kopfloses Kollektiv für die Taten Einzelner zu kritisieren. Aber die Pranger-Methodik, die Anonymous all zu gerne fährt, geht mir tierisch auf den Sack. Ich hab Sympathien für DDoS-Attacken im Sinne einer virtuellen Sitzblokade und kicher diebisch über so manchen Hack wie z.B. der den damals Hans-Peter Uhl ereilte. Nur muss ich da ehrlich zugeben, dass ich nur kicher weil es Leute trifft, die ich nicht mag und die Schwachsinn verzapfen. Als legitim sehe ich das tatsächlich nicht an. Auch wenn es schön ist, dass vermeintlichen Sicherheitsexperten gerne mal gezeigt wird, dass sie eben das nicht sind.

Was aber gar nicht geht ist der Prangershit den Anonymous immer wieder versucht. Gut, die Daten der Unterzeichner des Aufrufs “Wir sind die Urheber”, sind zu großen Teilen eh bekannt. Und der aktuelle Anlass ist nur ein Auslöser für diesen Post und sicher nicht der Ausschlaggebendste.

Denn immer wieder veröffentlichen Anonymous unbedacht private Daten. Mal von österreichischen Polizisten, mal von einem Pfefferspray-geilen Cop bei den Occupy Protesten in NYC und dann von mutmaßlichen Pädophilen.

Gerne wird das in Anlehung an das griechische Wort “dóxa” und der Kurzform von Dokumenten “Docs” eben doxen genannt. Das Sammeln persönlicher Merkmale und Daten über bestimmte Personen. Dabei geht es um nichts anderes als Einschüchterung. Ein klarer Aufruf ist, so manch Verteidiger des Prinzips, natürlich nicht damit verbunden. Eine klare Intention allerdings schon. Wir wissen, wer Du bist, wo Du wohnst, etc.

Das ist nicht unähnlich der Taktik der Protagonisten in Hans Weingartners “Die fetten Jahre sind vorbei”. Ein vermeintlich geschützter Raum wird erobert um die Geschädigten zu verunsichern.

Erst kürzlich sprach ich mit einem Urheber, der sich im Web unbeliebt machte und daraufhin gedoxt wurde. Anonyme Anrufe, Mails, etc. Scheiß Gefühl für einen Familienvater.

Nun ruft Anonymous nicht zu solchen Taten auf, doch seien wir mal ehrlich: Man muss nur Spiegel oder Welt Kommentare lesen um zu wissen wozu viele in der Lage wären und wofür sie sich nicht zu dumm vorkommen. Das Bereitstellen dieser Daten impliziert – nein verlangt sogar – etwas mit ihnen anzufangen. Sie zu nutzen. Wofür ist dem Mob selbst überlassen. Und so ist die vermeintlich technische Überlegenheit einfach nur maßlose Dummheit und Verantwortungslosigkeit von der das Kollektiv unbedingt Abstand nehmen sollte.

| More
Von: Daniel • Tags: