Artikel über Lethargie
Lethargie als Gegenteil von Revolution, als Stagnation und als der Scheiß der um uns rum passiert. All das in dieser Kategorie beim kotzenden Einhorn.
Meine tote Familie – Adrian Villar Rojas gestrandeter Wal im Wald
Was für eine großartige Skulptur, die da Adiran Villar Rojas im Frühjahr 2009 für die Biennale in Ushuaia schuf. Ein gestrandeter Wal, mittem im Wald. Baumstümpfe wachsen auf dem leblosen Säuger der den Titel “Mi familia muerta” also “Meine tote Familie” bekam. Wunderschön und traurig zugleich!
Chris Rock über Obama und die Homoehe
Ich hab gerade bei René einen längeren Gastbeitrag Zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie geschrieben und darin nehme ich auch auf diesen kleinen Interviewschnipsel von Chris Rock bezug, der sich dazu äußert, dass Barack Obama sich für die Gleichgeschlechtliche Ehe einsetzt. So wahr!
“It just shows you how scewed up the world is though, that a man just goes ‘HEY, I think gay people should be treated like everyone else.’ CONTROVERSY! What kind of world is this, it’s so horrible.”
Wie Punk wirklich war…
Ich weiß, Punk ist Attitüde und Einstellung und auch nicht mit Punkrock als Genre zu verwechseln, aber wenn ich diesen 90ies Spot sehe frage ich mich, ob ich wirklich jemals Punk hörte. Huey Lewis ist aber, das musst Du anerkennen, der punkigste von all den Punks. Okay, Panki aus Pankanien mal ausgenommen, Man! Yeah!
Sick Sad World: Frankfurt verbietet

“Diese Stadt ist ein Scheißdreck.” Also irgendwie will Frankfurt wohl die unbeliebteste Stadt in Deutschland werden. Erst die Verbote für die Blockupy-Proteste, die imho gegen Grundrechte verstoßen. Dann heute die Räumung des Occupy Camps vor der EZB. Farbe und Vermummung reichten einem Polizeisprecher aus um folgendes Urteil zu treffen:
“Das ist kein friedlicher Protest. Da hört es auf.”
Ironie, wenn man das Hertha-Fortuna Spiel oder viel mehr noch der Abstieg in Karlsruhe dazu betrachtet. Mein Fazit: Fußball verbieten! Definitiv. Würde Frankfurt genau so sehen, denn die haben den Spaß an Verboten entdeckt. Das Ordnungsamt verbot nämlich jetzt auch noch die Mahnwache am Denkmal für ermordete Homosexuelle am Internationalen Tag gegen Homophobie, dem 17. Mai. Eigentlich findet die Mahnwache jährlich statt, organisiert vom Arbeitskreis der Lesben und Schwulen in der SPD. Die Begründung? Eine angebliche Nähe zu den Blockupy-Aktionen. WTF?!
SPD-Stadtverordneter Christian Heimpel, Anmelder der Mahnwache, dazu:
“Es ist für uns als Organisatoren der Mahnwache nicht hinnehmbar, dass das Ordnungsamt unsere Mahnwache, welche mittlerweile zum dritten Mal stattfinden soll, verboten hat. Wir wollen uns am Internationalen Tag gegen Homophobie im stillen Gedenken an die Opfer von Mord und Verfolgung erinnern. Die Mahnwache in Bezug zur Blockupy-Demo zu stellen ist schlichtweg Unsinn.”
Näheres zu der aktuellen Situation in Frankfurt findet ihr u.a. bei Muschelschloss. Und hier einige Tweets und Meinungen:
How Look Like A Unicorn – Verschwende 12 Minuten Deines Lebens
Fake Japanese-Akzent und das Ergebnis ist deppert. Kein Wunder, dass meine Quelle als Überschrift “White People Are Assholes” wählte. Aber irgendwie ist es wie ein Unfall, man muss und muss einfach zugucken. Wirklich unglaublich WTF!
Aber okay, ich bin mal nicht so. Du willst ein Einhorn sein? Sei einfach wie Du bist, lerne mit Deinen Fehlern zu leben, sei neugierig, sei wissbegierig, versuch Liebe zu verstehen und vor allem: Don’t give a Fuck! Aber am Wichtigsten, am aller aller wichtigsten: Bau dir kein Horn aus Deinen Haaren, niemals! Es sei denn Du stehst unglaublich auf die Leningrad Cowboys.
Und irgendwie ist dieser Post gar nicht einhornig, nur weil ich Kawaii nicht verstehe muss ich mich darüber nicht aufregen. Obwohl, doch, das ist irgendwie echt schlimm!
My little Pony Mettwurst
Ihr müsst jetzt ganz stark sein, ich hab da nämlich so eine Befürchtung was da drinn sein könnte. Trotz allem oder gerade deswegen. Happy Mettwoch, everyone!
Der Name ist Programm!
Poopsenders – Anonym Scheiße verschicken

Was es nicht alles gibt. Besonders schöne Geschenke verschicken Poopsenders anonym. Zum Beispiel knapp vier Liter Elefantendung für ca. 30 Dollar inklusive Porto & Verpackung.
Anonymous, Prangonymous, Bullshitnymous
Ich weiß es ist schweirig ein kopfloses Kollektiv für die Taten Einzelner zu kritisieren. Aber die Pranger-Methodik, die Anonymous all zu gerne fährt, geht mir tierisch auf den Sack. Ich hab Sympathien für DDoS-Attacken im Sinne einer virtuellen Sitzblokade und kicher diebisch über so manchen Hack wie z.B. der den damals Hans-Peter Uhl ereilte. Nur muss ich da ehrlich zugeben, dass ich nur kicher weil es Leute trifft, die ich nicht mag und die Schwachsinn verzapfen. Als legitim sehe ich das tatsächlich nicht an. Auch wenn es schön ist, dass vermeintlichen Sicherheitsexperten gerne mal gezeigt wird, dass sie eben das nicht sind.
Was aber gar nicht geht ist der Prangershit den Anonymous immer wieder versucht. Gut, die Daten der Unterzeichner des Aufrufs “Wir sind die Urheber”, sind zu großen Teilen eh bekannt. Und der aktuelle Anlass ist nur ein Auslöser für diesen Post und sicher nicht der Ausschlaggebendste.
Denn immer wieder veröffentlichen Anonymous unbedacht private Daten. Mal von österreichischen Polizisten, mal von einem Pfefferspray-geilen Cop bei den Occupy Protesten in NYC und dann von mutmaßlichen Pädophilen.
Gerne wird das in Anlehung an das griechische Wort “dóxa” und der Kurzform von Dokumenten “Docs” eben doxen genannt. Das Sammeln persönlicher Merkmale und Daten über bestimmte Personen. Dabei geht es um nichts anderes als Einschüchterung. Ein klarer Aufruf ist, so manch Verteidiger des Prinzips, natürlich nicht damit verbunden. Eine klare Intention allerdings schon. Wir wissen, wer Du bist, wo Du wohnst, etc.
Das ist nicht unähnlich der Taktik der Protagonisten in Hans Weingartners “Die fetten Jahre sind vorbei”. Ein vermeintlich geschützter Raum wird erobert um die Geschädigten zu verunsichern.
Erst kürzlich sprach ich mit einem Urheber, der sich im Web unbeliebt machte und daraufhin gedoxt wurde. Anonyme Anrufe, Mails, etc. Scheiß Gefühl für einen Familienvater.
Nun ruft Anonymous nicht zu solchen Taten auf, doch seien wir mal ehrlich: Man muss nur Spiegel oder Welt Kommentare lesen um zu wissen wozu viele in der Lage wären und wofür sie sich nicht zu dumm vorkommen. Das Bereitstellen dieser Daten impliziert – nein verlangt sogar – etwas mit ihnen anzufangen. Sie zu nutzen. Wofür ist dem Mob selbst überlassen. Und so ist die vermeintlich technische Überlegenheit einfach nur maßlose Dummheit und Verantwortungslosigkeit von der das Kollektiv unbedingt Abstand nehmen sollte.









