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Über Fefe zum Thema anonyme Anzeigen

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Felix von Leitner, alias Fefe, reiht sich ja schon seit einiger Zeit beim Amadeu-Antonio-Bashing ein. Mittlerweile reicht gar ein einfacher Hinweis auf die Möglichkeit Anzeigen anonym einzureichen um einen Post bei ihm zu provozieren. Es geht um folgendes Zitat auf einer Seite der Stiftung:

„Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Anzeige auch anonym aufzugeben. Der einfachste Weg ist eine Anzeige per Email von einem Fake-Account direkt an die E-mail-Adresse der zuständigen Staatsanwaltschaft zu schicken.“

Fefe darauf so:

„Na DA wird sich die Polizei aber freuen! Lauter anonyme Denunziationen, ohne Möglichkeit der Sanktion des Tippgebers im Falle falscher Beschuldigungen, ohne Möglichkeit der Rückfrage bei Unklarheiten! Da WARTEN die doch bestimmt nur drauf!1!!“

Fefe befürchtet, dass die Polizei dann gar keine Lust mehr hat Ihrer Pflicht nachzukommen:

„Ist das vielleicht gar der Versuch, anonyme Anzeigen generell zu verbrennen? Denn welcher Cop hat denn Bock, sich nach einer Flut von 10000 anonymen Bullshit-Anzeigen um die eine zu kümmern, die nicht Bullshit war?“

Tja, das mag vielleicht sogar zutreffen, aber von Amts wegen ist die Polizei nun mal verpflichtet JEDER Strafanzeige nachzugehen. Eben auch anonymen Strafanzeigen. Eine Strafanzeige kann unter eigenem Namen, einem fremden Namen oder eben auch anonym erstattet werden. Wenn der Sachverhalt glaubwürdig ist und eine Ermittlung rechtfertigt, wird erst dann eine solche eingeleitet.

Und um was für einen „Bullshit“ geht es hier überhaupt?

Laut Seite der Stiftung wären das Anzeigen wegen Onlinehetze. Zum Beispiel wenn Leute über ertrunkene Flüchtlinge lästern oder öffentlich zu Straftaten auffordern. Um nur zwei Beispiele der Page zu nennen.

Gut, da muss ich Fefe sogar teils recht geben, bei rechten Straftaten ist die Aufklärungsquote tatsächlich nicht so hoch. Keine Ahnung ob das bei rechter Onlinehetze ebenso ist, aber doch sehr fraglich ob das nun an einer potentiellen Null-Bock-Stimmung wegen zu vieler „Bullshit-Anzeigen“ liegt.

Übrigens sollte Leuten die anonym Anzeige stellen klar sein, dass sie weder dazu befragt werden können, noch erfahren ob das Verfahren aufgenommen oder eingestellt wird. Das was Fefe hervorhebt ist bei anonymen Anzeigen logischerweise Alltag.

Es gibt aber auch andere Fälle. Nehmen wir hierfür einfach mal das Beispiel der Volksverhetzung (§ 130 StGB) um die es bei dem Thema „Onlinehetze“ ja ebenfalls geht. Diese ist im Gegensatz zur Beleidigung nämlich ein Offizialdelikt. Das heißt die Staatsanwaltschaft muss ermitteln. Ganz egal wer das wofür hält und wer die Anzeige aufgibt…

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Vor 24 Jahren: Rostock-Lichtenhagen

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Zwischen dem 22. und 26. August 1992 fanden in Rostock-Lichtenhagen als Resultat von populistischen Kampagnen und Rassismus Pogrome statt bei denen hunderte Randalierer*innen unter dem Applaus von bis zu 3000 Zuschauer*innen ein Haus in Brand steckten. Dabei zog sich die Polizei gar gänzlich zurück, so dass ca. 150 Vietnames*innen und ein ZDF-Fernsehteam den Angreifer*innen ausgeliefert waren. Dass es keine Toten gab, grenzt an ein Wunder.

Eine (in)direkte Folge der Ausschreitungen war der sogenannte Asylkompromiss, der die Möglichkeiten sich auf das Grundrecht des Asyls zu berufen stark einschränkte.

2002, als sich Lichtenhagen zum zehnten Mal jährte, warfen rechte Jugendliche Molotow-Cocktails in einen Asia-Imbiss, einen asiatischen Supermarkt, sowie ein sich im Sonnenblumenhaus befindlichen Büro der Arbeiterwohlfahrt.

2012, beim zwanzigsten Jahrestag, gab es einen versuchten Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt in der Stadt.

Das Problem heißt Rassismus. Auch heute noch. 24 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte und neu-rechte Parteien sind auf dem Vormarsch.

An dieser Stelle sei auch nochmal das Hörspiel „Sonnenblumenhaus“ von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos empfohlen.

(via trueten)

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Was wir bei der olympischen Berichterstattung über Sexismus lernen können

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Okay, wirklich lernen tun wir wirklich nichts neues. Aber die Medienberichterstattung zeigt stellvertretend wie die Welt noch so tickt. Besonders gut fasst das wohl dieser Zeitungsausschnitt zusammen:

Bedauerlicher Einzelfall? Mitnichten, als Tennisspieler Andy Murray zu seinem vermeintlich einzigartigen Doppel-Gold gratuliert wird, korrigiert dieser blitzschnell:

Andy Murray korrigiert Reporter

Und auch ein Gerhard Delling unterscheidet zwischen „richtigen Sportarten“ wie „Triathlon“ und demzufolge „falschen“ wie „Rhythmischer Sportgymnastik“. Lernen tun wir daraus eigentlich nur, dass so manches verknöcherte Weltbild weiterhin starr in sich ruht.

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Papier aus Stein: Wasserfest und beständig

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Steinpapier-Block

Crazy stuff, kannte ich noch gar nicht. Offensichtlich kannst Du Papier aus einer Mischung aus Kalkstein mit Polyethylen nachbauen. Der Vorteil, das Zeug ist wasserfest und lässt sich auch gar nicht mal so leicht zerreißen. Neu ist das Steinpapier allerdings nich. Das erste Patent geht sogar auf das Jahr 1819 zurück, damals allerdings noch ohne Polyethylen als Bestandteil. Laut Wikipedia wird Steinpapier in Deutschland erst seit 2010 vermarktet und vorwiegend für den Druck von Visitenkarten, Flyern und Speisekarten verwendet. Du kannst mit normalen Stiften darauf schreiben und auch Tintenstrahldruck u.ä. funktioniert.

Außerdem ist der Herstellung energieschonender, außerdem auch ressourcensparender, denn weder Bäume noch Wasser werden im Herstellungsprozess gebraucht.Ein Steinpapier-Notizbuch kannst du u.a. auch bei amazon kaufen. (Partnerlink)

(via reddit)

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