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Hang in there!

Von Daniel • 24.07.2014

Kenn ihr dieses “Halte durch!”-Motivationsposter mit dem Kätzchen? Immer wenn ich durchhalten will kommt sowas dabei raus:

Hang in there

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“Nur raus aus diesem Land.”

Von Markus Brandstetter • 23.07.2014

„In Oxford gibt es keinen Heldenplatz.
In Oxford ist Hitler nie gewesen“
(Thomas Bernhard, „Heldenplatz“).

Die Narben in den Gesichtern der Ballgäste stammen vom Fechtkampf. Es geht um das Abhärten und die Ehre, um Verwurzelung. Verwurzelung in nationalen Identitäten, Verwurzelung im (Groß)Deutschen. Dort, am Wiener Heldenplatz, wo vor siebeneinhalb Dekaden Abertausende noch die Annexion Österreichs an Deutschland bejubelten, trifft man sich nach wie vor einmal im Jahr. „WKR-Ball“ hat das früher geheißen, irgendwann hat man es dann „Akademikerball“ betitelt. Wie es heißt, ist auch belanglos: hier kommt jährlich – in der Wiener Hofburg – jenes Gedankengut zusammen, das vielleicht offiziell nicht mehr salonfähig sein sollte. In Wahrheit ist es längst wieder salonfähig. Es ist immer noch das Österreich, das Thomas Bernhard in seinem Stück „Heldenplatz“ zeichnete. Jenes Österreich, dem er verbot, auch nach dem Tod seine Stücke aufzuführen.

Draußen tobt der „Mob“, anscheinend empfinden es manche als geschmacklos und empörend, dass man den Rechten wieder die Hofburg überlässt. Die politisch Korrekten, die Linkslinken, die Empörten eben. In Österreich mag man keine Empörung, vor allem keine linke Empörung, egal ob das Tierschützer-Empörung oder antifaschistische Empörung oder feministische Empörung ist. In Österreich echauffiert man sich lieber über das Gendern und das Binnen I, das „unsere“ Sprache – die man anscheinend als statischen Prozess sieht – verdirbt. Man ist Gralshüter der Sprache, Gralshüter für das, das war und bleiben muss, Grabshüter. Grabshüter von Identitäten und gemeinsamen Narrativen. Man sehnt sich nach Zeiten, als man seine Ressentiments, seinen Hass, gegen das „Unnormale“ und „Unnatürliche“ noch unchiffriert artikulieren durfte.

Die Staatsgewalt hat alle Hände voll zu tun um den deutschnationalen Ballgästen in der Hofburg einen angenehmen Abend zu ermöglichen. Es kommt zu Ausschreitungen. Josef, einen Demonstranten aus Jena, hat man sich „herausgepickt“, man hat ihn angeblich gesehen, wie er eine Mülltonne und andere Objekte in der Hand hatte. Angeblich wollte er die werfen, wahrscheinlich auf Polizisten. Angeblich soll er auch der Anführer des „Schwarzen Blocks“ sein, der für die Ausschreitungen verantwortlich war. Sechs Monate lässt man Josef in österreichischer U-Haft sitzen. Weil man glaubt, ihn bei irgendetwas gesehen zu haben. Beweise hat man keine, schuldig wird er dennoch gesprochen. Im Zweifel gegen den Angeklagten: wir sprechen hier wohlgemerkt von einem zentraleuropäischen Staat. Die Zeit in U-Haft wird ihm angerechnet, immerhin darf er nach einem halben Jahr Haft wieder raus. Zwölf Monate teilbedingt lautet das Urteil. Seine Mutter sieht ihn beim Prozess wieder. Nur raus aus diesem Land wolle sie mit ihm, sagt sie.

Offiziell geht es um einen Sachschaden in Millionenhöhe, den die „linken Chaoten“ hinterlassen haben. In Wirklichkeit geht es hier um ein Musterbeispiel für den Umgang der Staatsgewalt mit linken Gegenstimmen und Demonstranten, um ein politisches Klima, um mediale und politische Stimmungsmache. Um die Unanfechtbarkeit jener Staatsmacht und um einen völlig absurden Prozess.

Auch nächstes Jahr werden sich die strammen Burschenschafter wieder in der Hofburg treffen. Die rechte Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) wird bei den Wiener Wahlen wieder ein hohes Ergebnis erreichen, und ihre Plakate werden wohl auch nächstes Jahr wieder nicht weit von den NPD-Slogans entfernt sein. Der Unterschied: die FPÖ ist auf dem besten Weg, zweitstärkste politische Kraft zu werden. Das mit Hitler und dem Heldenplatz wird dann 76 Jahre her sein.

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Die Erde als animiertes GIF in Echtzeit

Von Daniel • 23.07.2014

earthgif384 Frames, die je 255 Sekunden zu sehen sind, das ist die Erde in Realtime für Leute, die noch nicht genug auf den Bildschirm starren. Ganz korrekt ist das nicht, denn ein wenig schneller müsste das GIF dann doch sein. So beträgt die exakte Dauer einer Umdrehung 86.164,1 Sekunden.

(via ronny)

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Blog Of The Day: Columboldies – Kleidung und Möbel bei Columbo

Von Daniel • 23.07.2014

Ich bin großer Fan von Columbo und als ich die Serie das letzte Mal komplett sah, wollte ich selbst einen Tumblr aufmachen mit dem Thema “Columbo isst”. Das tut er nämlich recht gerne in der Serie, es gibt sogar eine Folge im Restaurant-Milieu. Am liebsten isst Columbo aber Chili. Columboldies widmet sich leider nicht dem Essen in der Show, sondern Kleidung und Möbeln. Aber das ist ja auch ganz nice.

Columboldies

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It’s Wombat Wednesday

Von Daniel • 23.07.2014

Wie verprochen, ab sofort: Wombats (fast) jeden Mittwoch!

Wombat

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Das Schwert von Galgano – Inspiration für Artus-Sage?!

Von Daniel • 22.07.2014

Das wusste ich auch nicht. Jeder kennt die Legende. Merlin triebt das Schwert Caliburn durch einen Stein und es hieß, dass nur der wahre künftige Herrscher es dort rausziehen könne. Daher auch der verbreiterte Name Excalibur, der sich aus ex (aus), cai (Stein) und libur (frei) zusammensetzt. So weit, so bekannt. Aber dass es tatsächlich ein Schwert gibt, dass in einem Stein festsitzt, dass war mir bisher unbekannt.

In der Toskane existiert die Ruine einer alten Abtei, San Galgano, die 1224 gegründet und 1783 aufgegeben wurde. In der nahegelegenen Einsiedlerei von Montesiepi gibt es aber eine außergwöhnliche Sehenswürdigkeit. Ein Schwert, welches in einem Stein feststeckt. Interessant dabei sind natürlich viele Fragen, steckt da wirklich ein ganzes Schwert im Stein, oder lediglich der Griff?! Und wie lange steckt es schon dort?!

Das Schwert von Galgano

Sicher ist auf jeden Fall, dass bisher es niemand rausziehen konnte. Versuche wurden oft unternommen und das Schwert dabei beschädigt, weshalb es mittlerweile durch Plexiglas geschützt wird. Im Jahr 2001 stellten Spezialisten der Universität Padua mit Hilfe eines Boden-Radars fest, dass tatsächlich ein ganzes Schwert in dem Stein steckt. Und zwar ohne dass kleine Zwischenräume vorhanden wären. Metallurgische Tests deuten zudem darauf hin, dass das Schwert aus dem Jahre 1180 stamme.

Allerdings hat das Schwert von Galgono eine eigene Legende:

“San Galgano war ein unzüchtiger Ritter, der in Chiusdino in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lebte. Der Erzengel Michael erschien ihm eines Tages, überzeugte ihn Buße zu tun und wies ihm den Weg der Erlösung. [...]

Der Ritter hörte eine engelhafte Stimme, der er unmöglich widerstehen konnte und die ihn nach Monte Siepi, einem schroffen Hügel nahe Chiusdinos, führte. Die Stimme führte Galgano zur Spitze des Hügels und hieß ihn, sein sündiges Leben aufzugeben. Der Ritter zögerte jedoch und antwortete gewitzt, dass, selbst wenn er wirklich glauben würde, dass er sein Leben ändern solle, sich zu ändern ebenso schwierig werden würde, wie einen Felsen mit einem Schwert zu zerschlagen. Indemer dies sagte, zog er seine Waffe und schlug einen Stein, in voller Erwartung, dass die Schneide brechen würde. Jedoch zu seiner großen Überraschung, teilte das Schwert den Stein und verschwand bis zum Heft im Felsen.”

Nun sind die frühesten Artus-Überlieferungen schon viel früher zu datieren, allerdings sind die frühesten Quellen Abschriften des 12. Jahrhunderts. Erst in der Historia Regum Britanniae von Geoffrey Monmouth aus dem Jahre 1136 finden sich die bekannten Elemente der Sage mit Merlin und Excalibur. Überhaupt scheint es sich bei dem Schwert aus dem Stein ulkigerweise um einen Übersetzungsfehler zu handeln. Frühmittelalterliche Schreiber ließen oft Nasale aus, die stattdessen mit einem Querstrich über dem Vokal angedeutet wurden. Daher könnte statt Stein (ex Saxo) auch ein Sachse (ex Saxone) gemeint sein. Was sich mit einer jütischen Sage deckt, nach der ein sächsischer Krieger sein Wunderschwert an einen britischen König verlor.

(Bild Wikicommons, von Adrian Michael unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Lizenz)

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EU-Krümmung wieder einführen!

Von Daniel • 22.07.2014

Gurkenkrümmung

(via ekelias)

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Sick Sad World: Nachrichten aus Deutschland VII

Von Daniel • 21.07.2014

Sick Sad World

Ach Deutschland, Leitkultur, Tradition. Da kann auch Links dem Antisemitismus wieder fröhnen. Getarnt als “Israel-Kritik” wird dann der Mob losgelassen. So eskalierte die Situation in Göttingen zwischen einer “Demonstration für Gaza”, auf der “Israel=Kindermörder”-Plakate hochgehalten wurden, und deren Gegendemonstrant*innen.

Auch in Flensburg gab es bei einer “Free Palestine”-Demo antisemitische Angriffe. In Berlin taten sich die Montagsmahnwachen um Ken Jebsen und Jürgen Elsässer zusammen mit einer Pro-Palästina-Demo. Zuvor war in Elsässers Rede von einem zionistischen Völkermord die Rede.
Ein israelisches Paar wurde im Verlauf der Demonstration angegriffen. Auch Fotografen wurden bedroht und u.a. als “Zionistenpresse” beschimpft. Björn Kietzmann, der selbst fotografierte, dazu:

“Auslöser für die verschärfte Aggressivität gegenüber Fotojournalisten ist ein am 17.07. aufgenommenes Foto. Dieses zeigt einen Demonstranten mit Nazi-Tätowierungen der in der ersten Reihe der Pro Palästina Demonstration mitdemonstriert.”

Eine Chronik weiterer Vorfälle findest Du hier. Wer dem Antisemitismus mit Islamismus begründen will, liegt falsch und ist nicht besser, als die, die er eigentlich kritisieren will. Auch Neonazis mischen sich unter die Demos, aber insbesondere in der Linken lassen sich viele “Israel-Kritiker” rekrutieren. In Berlin waren Mitglieder des Hochschulverbands der Partei “Die Linke” genau so mit dabei wie Mitglieder des Linken-Bezirksverbandes Berlin-Neukölln. Auch in sozialen Netzwerken finden sich Demoaufrufe. Publikative schreibt dazu:

“Eine Linke, die mit dieser Art von ‘Anti-Imperialismus’ nicht endgültig Schluss macht, hat jeden, aber wirklich jeden emanzipatorischen Anspruch aufgegeben.”

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Ein paar Spoiler für Star Wars Fans

Von Daniel • 21.07.2014

Juhu, Spoiler! So scheint der angebliche Aufhänger für den neuen Star Wars Film durchgesickert zu sein und der klingt, nunja, wirklich komisch. Da verrate ich einfach mal gar nichts hier, sondern verweise auf den Rolling Stone. Ich verrate meine Reaktion aber:

Han Solo

Viel besser sieht dann doch dieses Video hier aus mit einem X-Wing. Bäm!

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Prokrastination des Tages: Webseiten so ansehen als wärest Du betrunken

Von Daniel • 21.07.2014

Geht zwar Bier vermutlich viel einfacher, aber dieses Browser-Tool verursacht auch keinen Kater oder Leberschäden. Wenn Du also eine Webseite betrunken anschauen möchtest, hilft Dir Drunk User Testing dabei:

“We’ve all been there. Finally, a web usability tool that allows you to gain insight into how users actually experience interfaces: Drunk User Testing.”

Kotzendes Einhorn in Betrunken

Willst Du noch mehr sinnlos Zeit vertrödeln? Hier findest Du alles was Du zum Prokrastinieren brauchst.

(via ronny)

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