1 Kommentar

Dog-Roll

Von Daniel • 17.05.2016

Dog-Roll

(via carfreitag)

Trenner
0 Kommentare

Der Lehrplan (4): Der Vorleser

Von lennart • 15.05.2016

schlinkLust hatte ich nicht, Bernhard Schlinks Bestseller „Der Vorleser“ erneut zu lesen. Er ist eines der wenigen Werke aus meiner Schulzeit, an das ich klare Erinnerungen habe. Es sind keine guten.

Offensichtlich scheußlich ist der Roman nicht, zumindest sein Stil ist schlicht. Dieser erweckt besonders im ersten der drei Teile den Eindruck, man lese eine etwas skandalöse, leicht sentimentale Liebesgeschichte. Zu Beginn wird die Beziehung eines Fünfzehnjährigen zu einer ungefähr zwanzig Jahre älteren, analphabetischen Frau erzählt, und das nicht allzu obszön, weder im Schlechten, noch im Guten. Der Ton bleibt stets melancholisch, ja lakonisch, der Ausdruck gediegen.

Er wird auch dann beibehalten, wenn die Geschichte sich im zweiten Teil der harten Realität zuwendet. In ihm wohnt der Erzähler während seines Jurastudiums einem Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen bei. Eine der Angeklagten ist seine gewesene Geliebte. Das mag etwas gezwungen wirken, doch sollte sich Literatur nicht mit unerhörten Begebenheiten befassen? Wenn sich jemand etwas ausdenkt, dann doch bitte Unwahrscheinliches, die Welt um uns herum ist ja schon da. Unangenehm wird es allerdings, wenn eine erdachte Geschichte wie in „Der Vorleser“ nicht deren Erweiterung dient, sondern sich über Strecken zu einem kommentierenden Essay auswächst, dessen bevorzugtes Mittel die bedächtige Fragerei ist:

„Zugleich frage ich mich und habe mich schon damals zu fragen begonnen: Was sollte und soll meine Generation eigentlich mit den Informationen über die Furchtbarkeiten der Vernichtung der Juden anfangen?“ (S. 99)

oder auch:

„Wie sollte es ein Trost sein, daß mein Leiden an meiner Liebe zu Hanna in gewisser Weise das Schicksal meiner Generation, das deutsche Schicksal war (…).“ (S. 163)

Wie viele andere in „Der Vorleser“ aufgeworfene Fragen dürfte es sich um rhetorische gemeinte handeln. Allerdings lässt sich auf die erste sehr wohl antworten: Um solchen Furchtbarkeiten vorzubeugen, sie nicht zu relativieren, den noch bestehenden Antisemitismus zu bekämpfen, zu zeigen, worauf er hinaus will. Was die zweite anbelangt, wird es schon etwas schwieriger, ist zumindest mir doch unklar, wie einem Menschen zu antworten ist, der von einem „deutschen Schicksal“ weiß und was es mit einer erotischen Beziehung zu einer älteren Frau zu tun haben könnte.

Im dritten Teil erfahren wir ein wenig über das spätere Leben des Erzählers, seine Gefühlskälte und problematische Natur, die er schon früher im Buch mit den Opfern und Tätern des Nationalsozialismus zu teilen glaubt:

„Schon damals, als mich diese Gemeinsamkeit des Betäubtseins beschäftigte und auch, daß die Betäubung sich nicht nur auf Täter und Opfer gelegt hatte, sondern auch auf uns legte (…) als ich dabei Täter, Opfer, Tote, Lebende, Überlebende und Nachlebende miteinander verglich, war mir nicht wohl, und wohl ist mir auch jetzt nicht. Darf man derart vergleichen?“ (S. 99)

Beantwortet wird diese Frage nicht, dabei wäre es diese Mal besonders einfach: Sind die Unterschiede zwischen Nachlebenden mit „deutschem Schicksal“ und den Toten nicht klar genug, die einen sind lebendig, die anderen ermordet? Sie sind es, und man vergleicht beide nur dann miteinander, wenn man nichts dagegen hat, die Unterschiede zwischen Tätern und Opfern zu verwischen. Die Geliebte und einstige KZ-Aufseherin mit ausgerechnet dem hebräischen Namen „Hanna“ wird suggestiv zum Opfer erklärt, nicht obwohl, sondern weil sie eine Täterin war. Erledigt wird das mithilfe zahlreicher „tiefsinniger“ rhetorischer Fragen. Besonders perfide ist dabei die Andeutung, Hanna sei womöglich nur aufgrund ihrer Unbildung und Schwäche Mörderin geworden.

Kann man „Der Vorleser“ lesen, nachdem man ihn lesen musste?

Die Antwort auf diese keinesfalls rhetorische Frage lautet: besser nicht. Es ist ein behäbiges, betont grüblerisches Werk mit durch Bildung geschönter, immer dezent, doch gedankenschwer raunend erzählter Geschichte, in der Täter und Opfer vermengt werden.

Trenner
2 Kommentare

5 Dinge, die ich aus einem Nazi-Wiki gelernt habe

Von Daniel • 13.05.2016

Frankreich muss bis Polen reichen

Sie nennen das Internet „Weltnetz“ und die USA „VSA“. Til Schweiger ist für sie ein „Salonbolschewist“ und Tarrantinos „Inglorious Basterds“ ein „niederträchtiges antideutsches Machwerk“. Seit 2007 schreiben fleißige Nazis, Neonazis, Aluhüte und Neurechte an einem alternativen Netzlexikon und kamen bisher auf 60.000 Artikel, die gegen „die politisch korrekte Mehrheit von Schreibern“ der Wikipedia ankämpft. Denn Gechichtsschreibung erfolgt aus einer Weltanschauung heraus. Nur eben nicht die eigene. Die Autor*innen des Wikis sind die einzigen die „theoretisch unbelastet und unabhängig von einer bestimmten politischen Anschauung, die Dinge selbst in den Blick“ nehmen und dabei einen „Führer durch die Vergangenheit“ (sic!) erschaffen.

Ich habe mich auf dem Nazi-Wiki umgesehen und einige Sachen festgestellt. (mehr …)

Trenner
0 Kommentare

Orcas

Von Daniel • 13.05.2016

Orcas

(via rainbowzombies)

Trenner
1 Kommentar

Wie entstand eigentlich das neue Instagram-Logo?

Von Daniel • 12.05.2016

Instagram Redesign

Ich hab mal gehört, dass Mediendesigner*innen heute diesen Satz lernen:

„Fällt dem Grafiker nichts ein, macht er ’nen Verlauf mit rein.“

(via fb)

Trenner
21 Kommentare

Gewinnen: Yackfou-Seesack zum Start von Mängelexemplar

Von Daniel • 11.05.2016

Morgen startet die Verfilmung von Sarah Kuttners Debütroman Mängelexemplar in den Kinos. Dort geht es um Karo, gespielt von Claudia Eisinger, die nach einem Nervenzusammenbruch wegen „depressive Verstimmungen“ behandelt wird und sich mit der für sie neuen Situation, ihren Panikattacken und einem Leben mit Threapie zurecht finden muss.

Passend zum Schauplatz des Films gibt es beim Einhorn zwei Bearlin-Yackfou-Seesäcke zu gewinnen:

Seesack mit Motiv „Bearlin“ von Yackfou

Man nehme eine ordentliche Portion »Fuck« und eine würzige Prise »You«. Das Ganze wird kräftig durchgerührt und heraus kommt: Yackfou. Hinter dem Sinn stiftenden Anagramm verbergen sich Martin Krusche und Tobias Herrmann. Die zwei Berliner Grafiker widmen sich nach dem Motto »Function follows Form« dem T-Shirt als grafisches Medium. Da sie als Berliner von Touristenmitbringsels umzingelt werden, wollten sie mal ein eigenes Statement dazu abgeben und ein ästhetisch schönes Berlin Motiv machen. Natürlich mit Sterni-Bier! Weitere Infos unter: www.yackfou.com

Einfach bis zum 13ten Mai (diesen Freitag!) um 24:00 Uhr hier unten Kommentieren und Glück haben.

Yackfou - Bearlin-Seesack

Trenner
2 Kommentare

Das Einhorn lenkt mich ab…

Von Daniel • 05.05.2016

Das Einhorn lenkt mich ab...

(Danke J! / via wonko)

Trenner
0 Kommentare

Wissenswertes über Wombats (4): Essen & Verdauung

Von Daniel • 04.05.2016

Wombat Breakfast

Wer ein Wombat ist, kann sich auch einen extravaganten Verdauungsstil leisten. Nicht nur, dass Wombats quadratisch kacken, sie brauchen auch 8 bis 18 Tage bis sie ihre Nahrung verdaut haben. Wombats sind übrigens Pflanzenfresser und essen am liebsten junge Grashalme. Gerne aber auch Kräuter, Wurzeln, Pilze, Moose und Blätter.
Manche Wombats knabbern auch mal Farmgemüse an.

Außerdem essen sie für ihre Größe ziemlich wenig und haben einen sehr niedrigen Stoffwechsel.

Trenner
0 Kommentare

In meiner Freizeit besuche ich Otter

Von Daniel • 03.05.2016

Mojoe & Agnes

Das sind Mojoe und Agnes. Noch mehr Tiere (und ich):

Trenner
0 Kommentare

Anders sein…

Von Daniel • 03.05.2016

Be Different And You'll Always Stand Out!

(via falk)

Trenner

Aktuelle Posts

Was kosten Hasskommentare?

Schöner Service der Stiftung Warentest, die nebenbei auch auf Ihrer Facebookseite aufklärt was Meinung und was Beleidigung bzw. Hass ist. Die Stiftung dazu: „Der Ton im Internet ist in den...

Simpsons-Couchgag als IKEA-Anleitung

Die Simpsons haben ein Date with IKEA. Michal Socha zaubert eine Bauanleitung für einen Couchgag. (via ronny)

Norb the Unicorndog

fluffy 🦄 #nationalunicornday Ein von NORBERT (@norbertthedog) gepostetes Foto am 9. Apr 2016 um 9:35 Uhr

Everything is a Remix – The Force Awakens

Kirby Ferguson über die Frage ob The Force Awakens eine Kopie oder ein Remix des ersten Star-Wars-Films ist. Ein Vorwurf den ich nur so teilweise verstehen kann, da aus meiner Sicht bereits...