Pennywise und der Babadook sind nun ein Paar

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Ist Babadook ein LGBT-Film?

Netflix hat ja Kategorien für all seine Serien und Filme und eine Kategorie ist „LGBT Movies“. Als dort dann der (übrigens hervorragende!) Horror-Film Babadook auftauchte, gab es nur eine Konsequenz, der Babadook ist möglicherweise Teil der Community. Dabei ist unklar, ob der oben gezeigte Screen überhaupt echt ist.
Dennoch wurde aus dem Monster eine LGBTQ-Ikone. Samt Regenbogen-Babadook-Shirts und so mancher Theorie, warum der Babadook denn nun tatsächlich eine perfekte LGBTQ-Symbol sei:

„In the meme, the Babadook represents queerness itself, an invisible threat made real through denial and oppression. Queerness is often cast away into small corners of society but never completely destroyed, often coming back bigger and stronger and more visible, more of a perceived threat to heteronormative society.“

Nachdem dann die neue Stephen-King-Verfilmung von Es einen neuen Pennywise hervorbrachte den viele aufgrund seines Schauspielers Bill Skarsgård als hot wahrnahmen wurde die Fan-Fiction weitergesponnen. (Wieso fühlt sich irgendwer zu creepy Clowns hingezogen?!!!) Und wir haben nun das erste LGBT-Horror-Fiktions-Pärchen. Babadook und Pennywise, oder auch Pennydook:

Aber es gibt auch berechtigte Kritik an der Wahl der beiden Horrorfilm-Figuren. Wieso sollten erschreckende Monster die Community repräsentieren? Es bräuchte mehr Helden und keine kindermordenden Clowns als Ikonen!

(via mary sue)

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Nazis im Bundestag

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Erst 1998 kam der erste Bundestag zusammen in dem kein Abgeordneter je NSDAP-Mitglied gewesen war. Ich habe mich oft gefragt, wo die Nazis nach 1945 denn hin waren? Entnazifiziert, das mag ja niemand so recht glauben. Bereits 1946 wurde das erste Mal gewählt, nämlich Landtage in Württemberg-Baden, Bayern und Bremen.

In Bayern musstest Du nicht nur auf die WAV schauen, die zwar von einem NS-Widerständler gegründet wurde, aber weit rechts einzuordnen war. Mit dabei war damals auch Max Allwein, Mitbegründer der CSU, aber eben auch Teilnehmer des Hitlerputsches 1933.

Die Parteien waren keinesfalls entnazifiziert, dass zeigt nicht nur die Geschichte von Ernst Heinrichsohn, NS-Verbrecher und bis Ende der 70er Bürgermeister für die CSU.

Berüchtigt dürfte auch Adenauers Kanzleramtschef Hans Globke sein, der in der NS-Zeit als Korreferent für Allgemeinen Rassefragen u.a. führend an der Konzeption von Gesetzen wie dem „Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“ beteiligt war. Globke war nicht der einzige Nazi in Adenauers Diensten.

Theodor Oberländer, ebenfalls Teilnehmer des Hitlerputsches 1933, ehemaliger SA-Hauptsturmführer und Gauamtsleiter der NSDAP, wurde als Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen in Adenauers Bundesregierung berufen.

Aber natürlich waren nicht alle in der CDU oder CSU, oder heute fast vergessene Bürgermeister, Minister oder Kanzleramtschefs. Gleich drei Bundespräsidenten waren Mitglieder der NSDAP: Karl Carstens (CDU), Heinrich Lübke (CDU) und Walter Scheel (FDP) und auch in der Regierung Willy Brandts saßen zwölf ehemalige Nationalsozialisten am Kabinettstisch. Bekannt war das z.T. auch nicht, da die NSDAP-Mitgliederkarteien erst 1994 zurück nach Deutschland kamen. So lange hätte es gar nicht dauern müssen:

„Union, SPD und FDP waren sich darin einig, eine erneute Entnazifizierung verhindern zu wollen. Dabei waren die USA bereits 1967 zu einer Rückgabe der Akten bereit, allein, die Regierung Kiesinger zeigte ebenso wenig Interesse wie ihre Nachfolger. Von den jeweiligen Parteilinien abweichende Abgeordnete, die eine Rück- und Freigabe aller NS-Akten forderten, galten als lästige Nervensägen. Der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Hansen wurde nach beharrlichem Drängen aus seiner Partei ausgeschlossen.“

Die Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren ist nicht nur lang, sondern auch in der Wikipedia einsehbar. Allerdings vollkommen ohne Kontext. Egal ob begeisterter Nationalsozialist oder indoktrinierter HJ-Junge, hier sind sie alle zu finden.

Nazis im Bundestag sind also keineswegs neu. Sie gehören tatsächlich irgendwie dazu. Nur wie laut und wie offen sie agieren, das änderte sich immer wieder. Oder eben auch wie mit ihnen umgegangen wird.

Wolfgang Hedler zum Beispiel, der in diversen rechten Parteien sein Unwesen trieb, wurde 1950 er von einer Gruppe SPD-Abgeordneten wegen seiner antisemitischen Reden verprügelt.

Weiterführende Links

Wir müssen über Nazis reden

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AfD-Wähler – Denn sie wissen was sie tun…

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AfD - Alternative für Deutschland

Es gibt sie, die Warnungen. Es gab sie vorher und die letzten Tage vor der Bundestagswahl werden sie nochmal ordentlich rausposaunt. Aber wir müssen anerkennen, dass die AfD nicht trotz all dieser Warnungen gewählt wird, sondern genau deswegen. Schon in meinem Post über die (ebenfalls erschreckenden) Inhalte aus AfD-Facebook-Gruppen zitierte ich Eva Horn im Zusammenhang mit der Mail von Spitzenkandidatin Alice Weidel:

Es ist genau das was sie wollen! Da hilft es nicht, wenn bento darauf hinweist, dass 28 Rechtsradikale gute Chancen haben, künftig im Bundestag zu sitzen. Es wird auch niemanden von seiner Wahl abhalten, wenn Spiegel und Tagesspiegel das gleiche Thema anders aufbereiten.

Da schocken auch keine Chat-Protokolle von AfD-Vertretern aus Mecklenburg-Vorpommern, die zeigen, dass Holger Arppe kein Einzelfall ist.

Und, dass ein Berliner AfD-Abgeordneter panisch vermeintliche Linksextremismus-Verknüpfungen bei Vereinen oder Biermarken sucht, die sich indirekt oder direkt gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen, ist auch kein Warnschuss vor den Bug. Und es hilft auch nicht, dass Telepolis von Heise versucht aufzuklären.

Und warum wird das alles nicht helfen? Weil die Leute rechts wählen, weil sie rechts sind. Genau so, wie es Einhorn-Kolumnist Krieg & Freitag schon feststellte.

Und warum sammel ich dennoch hier allerlei Warnungen? Weil ich will, dass sich keiner rausreden kann. Von nichts gewusst ist keine Entschuldigung und von nichts etwas wissen wollen dann eben Absicht. Sie wissen was sie tun! Vermutlich ist das hier alles Preaching-To-The-Converted und kein*e einzig*e potentielle AfD-Wähler*in liest das. Allein schon nicht wegen „linksextremen“ Gender-Sternchen. Und wenn doch, dann ist es ihnen dennoch egal.

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Blork – Ein digitales Haustier für 60 Sekunden

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Blork - Das 60 Sekunden Tamagotchi

Wenn Dir ein Tamagotchi zu viel Arbeit macht, dann ist Blork das richtige elektronische Haustier für Dich. Blorks ähneln mehr einer Amöbe als einem Hund und leben nur eine Minute. Damit sind Blorks die perfekten Haustiere für Leute, die ungern Verpflichtungen eingehen oder sich schnell langweilen.

„Remember, you have one minute to spend with your Blork. You can interact with your pet or do nothing; time will still pass and your pet will still die.“

Hier kannst Du Dein eigenes Blork adoptieren!

(via maik)

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Welche deutschsprachige Nachrichtenseite verbreitet die meisten Falschmeldungen?

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Vice Motherboard hat mal analysiert welche deutschsprachige Nachrichtenseite die meisten Falschmeldungen via Facebook verbreitet.

Über einen Zeitraum von sechs aufeinanderfolgenden Tagen hat Motherboard acht Facebook-Seiten von deutschsprachigen Nachrichtenangeboten untersucht. Wichtig war dabei, dass die Seiten sich als ganzheitliches Nachrichtenangebot verstehen und über eine Vollredaktion verfügen. Betrachtet wurden Seiten, die bereits im Zusammenhang mit falschen oder irreführenden Nachrichten kritisiert wurden. Außer Acht wurden dabei wiederum Seiten, die eindeutig als links oder rechts eingeordnet werden.

Damit haben es RT Deutsch, Spiegel Online, Focus Online Politik, Vice Deutschland, BILD, Sputnik DE, Epoch Times und Huffington Post DE in die Auswahl geschafft. Am Meisten Mist hat Sputnik DE verzapft, dicht gefolgt von der Huffington Post. Überraschenderweise schaffen es SpOn auf tatsächlich 100% wahre Meldungen. Ich schreibe hier überraschend, da ich davon ausgehe das Fehler mal passieren. Selbst bei Spiegel Online.

Falschmeldungen auf Facebook

Die gesamte Analyse und was das alles auch mit dem Facebook-Alogrithmus und wie überhaupt vorgegangen wurde gibt es bei Motherboard. Lohnt sich zu lesen!

(via rivva)

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