Let’s Slop – Mike Roger

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Am Freitag war ich auf einer Geburtstagsparty und es kam das Gespräch über Modetänze auf. Beziehungsweise Altmodetänze. Den Bus Stop kann ich mir einfach nicht merken, kann eh schlecht tanzen.

Auf jeden Fall kam ich dann auf den Slop zu sprechen, den dort keiner kannte. Der Slop war ein Modetanz in den 60ern und ich kenne ihn vor allem durch Mike Roger. Er war der König des Slops, aber auch andere Künstler, die durchaus weit bekannter als er waren sangen Slop-Songs. So zum Beispiel Tony Sheridan und auch Drafi Deutscher. Mike Roger trieb es aber auf die Spitze und versuchte an den ersten Erfolg seiner Top-10 Single „Let’s Slop“ vergeblich anzuknüpfen. Weder „Veedeboom Slop“ noch „Why Don’t You Slop With Me“, „Dance The Slop With Me“ oder „I Wanna Slop“ wurden Hits. Mike Rogers Karriere endete und er wurde Heilpraktiker in Nürnberg. 1984 starb er im jungen Alter von 54 Jahren.

Leider gibt es recht wenig Material zum Hören, aber ich bin auf folgendes Video gestoßen und damit auch auf die Meldung, dass die Komplettdiskographie beim wunderbaren Bear Family Label gerade auf CD erschienen ist: Mike Roger – Let’s Slop

Und die CD lohnt sich auf jeden Fall allein schon wegen „Noch einen Rum, noch einen Whisky“ und der deutschsprachigen Coverversion von „Black Cloud“.

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Die neuen Abenteuer des Sigmund Freuds

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Du kennst „Totem und Tabu“, „Das Unbehagen in der Kultur“ und fürchtest ihn, weil er feststellen könnte, dass Du mit Deiner Mama oder Deinem Papa schlafen willst. Sigmund Freud ist nicht der Typ mit dem Du Dich anlegen willst. Daher haben die Amerikaner ihn in sexy Lederkluft gesteckt und als Waffe gegen den Terror eingesetzt. Am Ende richtet er sogar Osama Bin Laden auf einem riesigen Raketen-Dildo.

Historisch ist dieser Vorfall durch folgende Aufzeichnungen belegt:
[nggallery id=3]

[via Radio Clash / Danke an Bernhard für den Tipp]

Wem die Galerie zu klein ist, der kriegt’s größer nach dem Klick.
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Neue EP seit heute im Laden

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Aufmerksame Leser wissen, dass ich Zeit und Geld damit verschwende Musik zu machen. Früher als Pawnshop Orchestra, nun also unter meinem richtigen Namen. Heute erscheint auf Tumbleweed Records also meine erste Platte seit drei Jahren. Das waren drei sehr anstrengende Jahre. Ich habe ein Album begonnen, es verworfen, es nochmal aufgenommen, mich überreden und überzeugen lassen. Da muss ich wirklich Michael Kolepke danken, der mich ermutigte weiter zu machen. Zeitweise wollte ich gar keine (eigene) Musik mehr machen. Hinzu kam, dass es mir auch sonst nicht so gut ging. Ich würde dazu neigen so einen Quark zu sagen, den man immer in Interviews sagt: „Ich hab das ganze Leid und den ganzen Scheiß in meine Songs gepresst.“

Rausgekommen sind unendlich viele Stücke von denen fünf nun als EP erscheinen. Dabei ist diese EP jediglich ein Vorgeschmack auf das kommende Album „Weißer Wal“. Nun sind die ersten Rezensionen auch da und scheinbar ist den meisten das Werk zu unhomogen. (Siehe hier, hier, hier und hier). Scheint wohl eine mediokrene Angelegenheit zu sein, dieser Herr Decker.

Anders sieht das die Intro #183, da schreibt Christian Steinbrink:

„Obersympath und Er-France-Bassist DD jetzt nicht mehr als Pawnshop Orchestra, sondern solo und unerwartet enerfisch. Mit renitentem Glam a la Goldies oder Friebe und Ausflügen in düsteren Electropop. Da eröffnen sich neue Welten.“

Auch wenn das jetzt nicht so scheint, mir ist das egal, was die anderen denken. Nach langer Zeit bin ich an einem Punkt angelangt wo ich Musik wirklich nur noch für mich mache und den emotionalen Kampf, bis diese EP erscheinen konnte, habe ich bereits gewonnen. Alles andere ist Bonus.

Wer mir noch mehr Boni verschaffen will kann die CD aber gerne kaufen: Daniel Decker – Enklave EP

Oder auf eines der Konzerte gehen, die ich spielen werde:
01.06. – Dortmund, Sissikinkong (Ekamina + Siggi Stern)
03.06. – Münster, Specops (+ Das gelobte Land)
05.06. – Düsseldorf, WP8 (+ Das gelobte Land)
19.06. – Unna, Spatz und Wal
07.08. – Düsseldorf, Open Source Festival

Update:
Rezension auf Rock Fucker Rock
Review auf Gästeliste
Music Scan
Disagreement.net

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K♥tzbröckchen: 22.05. – 28.05.

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K♥tzbröckchen: Geile Links der Woche die bunt sind und sonst untergehen würden. Geordnet nach den Farben des Regenbogens:

Rot – Botanische Brigaden:

@quengelexemplar hat mir den Link zu diesem Artikel auf jetzt.de geschickt. Es geht um Guerilla Gardening und da stehe ich ja drauf.

Orange – Neuer Klaxons Songs:

Die Klaxons hab ich damals ja total gefeiert und der neue Song klingt auch ganz geil. Kann man hier hören.

Gelb – Analoge Jugend:

Analoge Jugend ist ein Foto-Blog über die letzte Generation die ohne Social Media Scheiße aufwächst. Öpve!
[via spreeblick]

Grün – Behind The Blog:

Behind The Blog ist eine Serie auf ignant.de. Zur 20igsten Ausgabe gibt es die Creme de la Creme, 20 Blogs werden vorgestellt,

Blau – Tier-Emoticions, die kein Mensch braucht, aber voll süß sind:

_@/ <= Schnecke !,! <= Hase ><> <= langweiliger Fisch }<> <= geiler Fisch (OvO) <= Eule Wer mir jetzt ein Einhorn macht kriegt was!

Violett – Not Available mit The Wyld Ratttz:

Die Superband, die niemals war: Not Available: The Wylde Ratttz – Debut (ca. 1997)

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Garfield geht und taucht woanders wieder auf

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Jeder der sich fragt, wie das wohl wäre wenn Jon Arbuckle sich seinen dicken Kater nur einbilden würde, kann sich davon bei Garfield minus Garfield einen Eindruck verschaffen. Übrig bleibt ein neurotischer Kautz der mit sich selbst spricht. Das ist übrigens der Grund, warum ich mir jederzeit eine Katze zulegen würde, Selbstgespräche wirken unverfänglicher. Natürlich kannst Du auch mit nem Headset rumlaufen und so tun als ob Du telefonierst, aber das ist total scheiße.

Aber wo geht Garfield hin, wenn er nicht in seinem Comic ist? Natürlich in andere Comics. Zum Beispiel zu XKCD, dass es jetzt mit dem dicken Kater gibt. Oder er taucht als Mangafigur auf:

Garfield als Manga

[quelle: mezzacotta / via The Daily What & All Shook Down]

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ROFLSpiders

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Eklige Spinne, Bah, Mama, wo bist Du?

Ich hab ja Angst vor Spinnen, wechsel auch gerne mal das Zimmer, wenn eine im Raum ist. Schuld ist wohl meine Mutter. Es waren die ersten warmen Sommertage und die Rutsche im Garten musste neu eingeweiht werden. Die Spinnweben, die sich in der Zeit der Nichtnutzung an dem klapprigen Metalding manifestierten waren egal. Hochklettern, runterrutschen, und nochmal.
Dann Mama umarmen. Die schrie und wollte nicht. Spinne aufm Kopp. Der kleine Psychologe, der irgendwo zwischen Kopf, Herz und Bauch wohnt, sich aber selten blicken lässt, sagt: „Ahja, Spinnen sind also gleich Liebesentzug.“ Danke Spinne, fick Dich!

Anderseits bin ich fasziniert von den Viehchern und kriege stets eine Gänsehaut, wenn ich auch nur Bilder ansehe. Hier also die ROFLSpiders, die LOLCats mit acht Beinen und ekligen Pedipalpen.

Besuch ROFLSpiders

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Kurt Cobain – Gott ist schwul

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Kurt Cobain Polizeifotos
Wirklich unbekannt dürften die Polizeifotos von Kurt Cobain nicht sein, aber für mich sind sie doch neu. 1986 wurde er wegen Vandalismus festgenommen. So pflegte er damals „God Is Gay“ auf Trucks und Wände zu sprühen. Besonders schön an dem Spruch ist ja auch, dass man ihn auch mit „Gott ist Freude“ übersetzen könnte.
Während seiner jungen Jahre hatte Cobain einen schwulen Schulfreund und wurde wegen diesem auch oft als schwul bezeichnet. Cobain selbst sah sich als „Schwuler im Geiste“ und wünschte sich dies auch tatsächlich zu sein um die ganzen homophoben Wichser anzupissen. Festgenommen wurde er aber anscheinend wegen eines anderen Graffitis.

[via Blame it on the Voices]

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