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Post an Wagner: Betreff Homo-Ehe und Paragraph 175

Lieber Herr Wagner,

in Ihrer heutigen Kolumne schrieben Sie, dass Sie sich mit der Homo-Ehe nicht wohl fühlten. Und stellten überraschend fest, dass Homosexuelle biologisch keine Kinder bekommen könnten. Sie sind verheiratet und haben eine Tochter oder in ihrer Sprache: Sie führen eine “Papa-Mama-Baby-Ehe”. Das freut mich für Sie. Können Sie sich an Ihre Hochzeitsnacht erinnern? Die Geburt Ihrer Tochter? Einschulung oder auch die Streits über Erziehung und Ähnliches?

Das ist schön, nicht? Papa, Mama und Kind. Und das wollen sie anderen nicht gönnen? Papa, Papa und Kind? Oder Mama, Mama und Kind? Was ist mit Alleinerziehenden? Und was ist mit Zeugungsunfähigen? Sollte man denen nicht am Besten auch gleich die Kinder wegnehmen?

Ja, das ist polemisch. Aber damit kennen Sie sich bestens aus. Es ist ihre Sprache mit der Sie tagtäglich Meinungen verbreiten. Meinungen bilden. Ich finde Ihre Haltung ganz schön egoistisch. Vor allem, wie wird Ihr Unwohlsein verursacht? Sind es Ihre Nachbarn, jemand der Ihnen persönlich nahe steht? Oder kommt die Übelkeit schon aus der Ferne? Ganz alleine bei der Vorstellung?

Anschließend spielen Sie auf den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches an. Mit einer “Ihr könnt doch froh sein”-Attitüde schreiben Sie von angeblich glorreichen Zeiten. Natürlich nicht ohne die Distanz zu wahren. Es sind keine “glorreichen Zeiten” für uns alle. Nein, die Zeiten sind glorreich für “Euch”. Und Sie spalten weiter: “Niemand steckt Euch ins Gefängnis [...]“.

§175 war ein Paragraph der in teils verschärfter Form den Nationalsozialisten dazu diente Tausende ins KZ zu stecken. Ein Paragraph zu dem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sagte es sei ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

Ein Paragraph zu dem der Deutsche Bundestag sagte, dass homosexuelle Bürger durch die nach 1945 weiter bestehende Strafbedrohung in ihrer Menschenwürde verletzt worden seien.

Und Sie wagen es zu schreiben, dass DIE ja froh sein könnten nicht mehr im Gefängnis zu landen. Dass Ihnen schlecht werde, wenn sie an gleichgeschlechtliche Eltern denken. Natürlich benutzen Sie nicht diese Worte. Sie sind subtiler, doch schauen Sie auf Ihre Facebookseite, wie Ihr Geschreibsel bei den Menschen ankommt. Das wollten Sie natürlich nicht sagen, nicht wahr? Es wäre heuchelnd, wenn Sie bei ihrem Zeilengehalt nicht wüssten wie man Worte einsetzt und wie diese wirken.

Sie, Herr Wagner, haben Gefühle auf beschämenste Art und Weise verletzt.

Herzlichst,
Ihr Einhorn

Von: Daniel • Tags:

Das Papst-Cover der Titanic und die absurden Reaktionen

Titanic zensiert

Der Papst fühlt sich durch das aktuelle Titelbild des Satiremagazins in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, darüber berichtete ich ja bereits. Durch eine einstweilige Verfügung ist das Bild und somit auch das Heft verboten. Die Bilder müssen aus dem Netz genommen werden (haha!). Die bisher ausgelieferten Hefte dürfen im Handel bleiben. Ich hab mir gestern noch ein Exemplar gesichert. Wird vielleicht ein Sammlerstück. Während sich der Deutsche Journalistenverband auf die Seite der Titanic stellt und die Freiheit der Satire betont sehen das andere Menschen anders.

Den Vogel abgeschossen hat da vor allem Thomas Goppel von der CSU. In einem Interview mit der Welt betont er, dass er Titanic-Chefredakteur Leo Fischer am liebsten die “Lizenz zum Schreiben” entziehen würde. Die gibt es zum Glück nicht lieber Herr Goppel. Ebenso wie die Lizenz zum Dummschwafeln oder die Lizenz für diktatorische Allmachtsfantasien.

Franz Josef Wagner nutzt die Gelegenheit nicht nur um mal eben den Papst mit dem Prohepten Mohammed auf eine Stufe zu stellen, sondern auch mal ordentlich das Klischee des gewalttäigen Islams zu verbreiten. Leider, im Gegensatz zur Titanic, keine Satire.

Die Titanic lässt sich die Zensur derweil nicht gefallen und will wegen der Angelegenheit bis vor das “jüngste Gericht” ziehen und macht sich einen Spaß daraus die heftigsten Reaktionen ihrer “Leser” auf ihrer Seite zu veröffentlichen. Ganz deutlich scheinen viele von Wagners Geschreibsel aufgehetzt zu sein. Hier mein Highlight:

“Wenn Ihr wirklich mutig seid, dann macht dies doch einmal mit den Islamisten. Die würden Euch als Nazis beschimpfen und auf offener Straße die Kehlen durchschneiden. Euer Käseblatt würde verboten, denn unsere Bundesregierung (die hat auch Schiss vor dem Islam) duldet keine Verunglimpflichung des selbigen. Für die Zeit Eurer Auseinandersetzung mit den Islamisten würde ich sogar Euer Blatt kaufen, versprochen!”

Ey danke Titanic, dass das Sommerloch so spaßig dieses Jahr ist! Deutschland zeigt mal wieder seine hässliche Fratze!

Update vom 14.07.

Sehr gutes Interview vom European mit Titanic-Redakteur Leo Fischer. Besonders folgendes Zitat muss man gelesen haben. Es geht um bisherige Satire über den Islam und die Reaktionen der Muslime:

“Das Interessante in diesem Zusammenhang war, dass wir von deutschen Muslimen überhaupt keine Reaktionen erhalten haben. Es gab allerdings eine Vielzahl von Christen und Deutschen ohne Migrationshintergrund, die uns beschimpften und sich empörten.”

Aber auch der Rest ist sehr aufschlussreich und bietet einige Knaller wie den hier:

“Ja, im Grunde bin ich für die Pressefreiheit, aber geschmackvoll sollte sie schon sein.”

Update vom 16.07.

Für Mohammed-Karikaturen sein, aber gegen Papst-Satire?! Geht das? Aber ja! “Die Wahrheit über die Wahrheit” haben recherchiert und finden einige Leute, die da ganz unterschiedlicher Meinung sein können. Mit dabei, Franz Josef Wagner, die Welt und PI.

Von: Daniel • Tags:

K♥tzbröckchen 04.06. – 10.06.

K♥tzbröckchen: Geile Links der Woche die bunt sind und sonst untergehen würden. Total regenbogig, Yeeeeeeeeeh!

Rot – A Day In The Life Of A Blogger mit ignant.de:

Siebter Teil von Willys toller Serie. Diesmal mit Clemens Poloczek von ignant.de und seiner Schwester. Check check!

Orange – Rechnen lernen mit der BILD:

Ulkiges Rechenbeispiel von BILD-Autoren. Ich kann da ja gar keinen Vorwurf raus machen weil ich brutto und netto auch immer verwechsel, aber ich schreib ja auch nicht so nen Driss. Meistens halt nicht…

Gelb – Nimm2 ist nicht für Kinder:

Haben die Leute von Foodwatch rausgefunden, was ich wiederum bei eye said it before fand.

Grün – Vegan Black Metal Chef Episode 2:

Yeeeh, eine neue Folge Vegan Black Metal Chef. Und ich hab es immernoch nicht geschafft sein erstes Gericht nachzukochen.

Blau – Silence and Shapes:

Die Fotostrecke Silence and Shapes von Filippo Minelli. Entdeckt bei Nyxe, findet sie super. Finde ich auch.

Violett – Die zehn besten Songs zum Strippen:

Diablo Cody, Autorin von Juno, hat die zehn besten Songs zum Strippen rausgesucht. Und ich hab jetzt das Bedürfnis mich zu Purple Rain ausziehen, na danke!

Von: Daniel • Tags:

Die Bild und der Sex-Skandal im Autonomen Zentrum

Gleich als ich die Meldung bei Bild las dachte ich mir, dass da mal wieder mit der berühmten journalistischen Sorgfalt vorgegangen wird, die man von der Zeitung mit den vier großen Lettern erwartet. Es geht um das Autonome Zentrum Kalk und da die Bild es nicht schafft trotz mehrfacher Zitierung deren Seite nicht zu verlinken nehme ich mir mal raus den betreffenden Bild Artikel ebenfalls zu zitieren und nicht zu verlinken. Aber hier gibt es einen Screenshot des Machwerks.

Dass andere Menschen eine andere Definition von Sexismus im Allgemeinen und sexuellen Übergriffen im Speziellen haben, kommt den Autoren F. Esser und D. Sommerfeld erst gar nicht in den Sinn. Schließlich gilt es das klassische Klischee des “Chaoten” zu festigen, der jetzt auch noch “fremdes Eigentum” missbraucht um dort sexuelle Übergriffe auszuüben. Das findet die Bild natürlich “unfassbar”. Fände ich auch, wenn es denn so stimmen würde.

Einzig und alleine der Beginn der Stellungnahme des Autonomen Zentrums zum Bild-Artikel dürfte reichen um ein differenzierteres Bild der Geschehnisse zu schaffen:

“Eines vorneweg: Gegenüber dem Maß an Sexismus, das die tägliche Berichterstattung von Bild und Express prägt, sind die Zustände im Autonomen Zentrum paradiesisch. Das reicht uns aber nicht: Unser Anspruch ist, einen Ort zu schaffen, der soweit frei von Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie ist, wie es angesichts einer strukturell diskriminierenden Gesellschaft möglich ist.”

Dennoch solltet Ihr das komplett lesen.

Von: Daniel • Tags:

Spiegel vs. Bild

Spiegel Titel - Bild - Die BrandstifterKompliment, da hole ich mir extra heute morgen den Spiegel und lese sowas handzahmes, dass es Kai Diekmann nur so Spaß macht die Kollegen selbst bloß zu stellen. Man könnte Kai Diekmann nun loben, wenn er gegenargumentiert, dass er dem Spiegel ja auch nicht vorwerfe mit ihren unzähligen Hitler- und Goebbels-Titeln die Sentimentalitäten vor irgendwelchen Alt-Nazis zu bedienen.

Auch an anderen Stellen sind Diekmanns Einwände durchaus passend. Wie gesagt, man könnte ihn nun dafür loben. Andererseits bleibt Angriff die beste Verteidigung lediglich desjenigens der sich nicht anders zu verteidigen weiß. Genau so wie man zur Unterstreichung seiner eigenen Meinung gerne Zitate berühmter Menschen rausholt, wenn man selbst nichts zu sagen hat.

Nichts zu fragen dagegen hatte der Spiegel. Redlich bemüht aber doch zahm gab sich Interviewer Ullrich Fichtner und ließ sich zu gerne auf Diekmanns Angriffsargumentationen ein während dieser genüßlich ausholen konnte und rhetorisch überlegen schien. Fragen nach Parteilichkeit (Trauzeuge Helmut Kohl und die damalige Kanzlernähe, Ole von Beust, oder aktuell auch Guttenberg) oder die ernstzunehmende Behauptung, dass Presserügen gegen die Bild vermehrt auftreten, seit Diekmann das Amt des Chefredakteurs übernahm, fehlen gänzlich.

UPDATE: Ich stehe mit meiner Enttäuschung nicht alleine da. Pottblog nimmt die gesamte Titelstory, und nicht nur wie ich das Interview, auseinander.

Von: Daniel • Tags:

Judith Holofernes vs. Bild

Herrlich. Jung von Matt, mit denen ich offensichtlich nie Freund werden kann, fragen für die Bild bei Judith Holofernes für diese bekannte Testimonial-Werbekampagne an. Es war ja schon traurig wer sich da alles vor den Karren spannen ließ. Judith hatte darauf keinen Bock und antwortete in einem offenen Brief auf der Seite der Band.

Der gesamte Briefverkehr nach dem Klick. (weiterlesen …)

Von: Daniel • Tags:

Guttenberg der Kopist?!

Guttenberg Doktor?!

Die Häme ist groß. Medienexperte Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg muss sich Plagiatsvorwürfen bezüglich seiner Doktorarbeit stellen. Die SPD sieht seine “Glaubwürdigkeit” gefährdet und die CSU vermutet eine “Schmutzkampagne”. Das liegt vor allem daran, dass der Bremer Jurist Andreas Fischer-Lescano, der die Arbeit an mehreren Stellen “ein dreistes Plagiat” nannte, scheinbar der SPD nahe stünde.

Interessant ist jedoch welcher Stein ins Rollen gebracht wurde. Hobbyjuristen und Teilzeitenttarner finden immer weitere Stellen. So wurde gestern bekannt, dass selbst die Einleitung aus einem FAZ Artikel aus dem Jahre 1997 zusammengesetzt sein soll. Prof. Barbara Zehnpfenning, die diesen Artikel schrieb, dazu:

Bei Google Docs kann man sich nun an der Suche beteiligen und es liegt für einige die Vermutung nahe, dass hier ein Ghostwriter an der Dissertation beteiligt sein könnte.

Hier besagtes Dokument in dem weitere Stellen ausfindig gemacht werden.

Eine relativ vollständige Zusammenfassung gibt es auch bei Raphael Wimmer.

Komischerweise fühlen sich nur wenige an die umstrittene Doktorarbeit von Guttenbergs Kollegin Kristina Köhler / Schröder erinnert. Auch damals ging es um Zweifel an dem eigenen Arbeitsanteil. So soll Schröder wesentliche Teile ihrer Arbeit von anderen, möglicherweise bezahlten Hilfskräften erledigt haben lassen. Gleichzeitig war sie in der Kritik, da ihre Parteiangehörigkeit ihrer Arbeit dienlich war. Schröder untersuchte, wie sich die Wertvorstellungen von CDU-Bundestagsabgeordneten von CDU-Mitgliedern an der Basis unterscheiden. Die dafür benötigten 1000 Fragebögen wurden freundlicherweise von der Bundeszentrale der CDU an ihre Mitglieder verschickt.

Scheinbar erinnert sich Guttenberg selbst durchaus an dieses unangenehme Kapitel und sagt vorsorglich:

“Und sollte jemand auf die Idee kommen zu behaupten, Mitarbeiter meiner Büros hätten an der wissenschaftlichen Erarbeitung meiner Dissertation mitgewirkt, stelle ich fest: Dies trifft nicht zu. Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung.”

Quelle: Tagesschau

Ich lehne mich vorsorglich schonmal so weit aus dem Fenster und sage, dass all dies keinerlei Konsequenzen für Guttenberg haben dürfte. U.a. auch weil schlechtes wissenschaftliches Arbeiten keine Aberkennung eines Doktortitels zu rechtfertigen scheint. Meine Vorraussage: Es werden Fehler eingestanden. Man hätte ein paar Fußnoten vergessen und damit ist das Thema dann gegessen.
Zu groß wäre die Blamage nicht nur für Guttenberg und CSU, sondern vor allem auch für die Uni Bayreuth und Guttenbergs Doktorvater Peter Häberle.

Oder wie es Carsten bei Too much information recht schön schreibt:

“Wenn dagegen kleine Angestellte sich mit liegen gelassenen Pfandflaschen und abgestandenen Brötchen im Gegenwert weniger Cents bereichern, dann ist das vorsätzlicher Vertrauensmissbrauch. Mit schusselig oder dämlich können Sie sich da nicht rausreden. Da braucht man in Deutschland Abitur für.”

Außerdem kann sich Guttenberg ja auf seinen Frisurenbruder Kai Diekmann und dessen Bild verlassen:

“Ich habe keine Ahnung von Doktorarbeiten. Ich flog durchs Abitur und habe nie eine Universität von innen gesehen. Also, ich kann von außen sagen: Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor.”
F.J. Wagner in der Bild

Bis zu einem endgültigen Urteil gilt trotz aller Anzeichen dann die Unschuldsvermutung. Letztendlich kann ich jedoch wiedermal feststellen: Guttenberg ist kein Einhorn!

UPDATE:
Vor anderthalb Jahren hatte F.J. Wagner noch andere Ansichten zum Thema Dokortitel, wie der BILDblog berichtet.

UPDATE II:
Die Rheinische Post vermutet anhand einer Textpassage, dass Guttenberg vorsätzlich vorging.

UPDATE III:
Ich finde das riecht alles nach einem Ghostwriter. Denn so viel Dreistigkeit und unwissenschaftliches Arbeiten traue ich Guttenberg selbst nicht zu. Scheinbar hat er auch aus der Hausarbeit eines berliner Studenten aus dem Jahre 2003 geklaut. Guttenberg selbst verzichtet derweil auf seinen Doktor-Titel.

Update IV:
Dem SPIEGEL liegen Informationen vor, dass Guttenberg auch die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages für seine Doktorarbeit benutzte.

Von: Daniel • Tags:

Guttenberg ist KEIN Einhorn

Michael Backhaus schrieb in der “Bild am Sonntag”, dass Medienprofi Karl-Theodor zu Guttenberg das Einhorn der deutschen Politik sei:

“Zu den Menschen hat das Einhorn schon deshalb ein schwieriges Verhältnis, weil sie es wegen seines wertvollen Horns jagen. So ergeht es derzeit auch dem Beliebtesten unter den Politikern. Nicht nur die Opposition, auch mancher aus den eigenen Reihen möchte die Gelegenheit nutzen, Guttenbergs Horn der Popularität zu kürzen.”

Mein kotzendes Einhorn, welches immernoch im Untergrund tätig ist, möchte hierzu feststellen, dass zu Guttenberg kein Einhorn ist. Was Herr Backhaus für sein Horn der Popularität hielt möchte es nicht mutmaßen. Auch stellt das kotzende Einhorn fest, dass weder es noch zu Guttenberg Tote erwecken könne, wie die Einleitung bei der Bild nahe läge. Das Einhorn dazu: “Einhörner sind nicht Jesus und haben wenig Interesse an Lazarus oder sonstigen Zombies außerhalb von Filmen.”

Gerüchten zu Folge ist auch die Interessengemeinschaft “Einhörner in Medien e.V” eingeschaltet und besteht auf ihr Recht zur Gegendarstellung in der kommenden Ausgabe der “Bild am Sonntag”.

[Danke für den Hinweis @Kavendish_de / via Bildblog]

Von: Daniel • Tags:

K♥tzbröckchen: 11.09. – 17.09.

K♥tzbröckchen: Geile Links der Woche die bunt sind und sonst untergehen würden. Geordnet nach den Farben des Regenbogens:

Rot – Jared Leto und Lady Gaga:

Ich hasse 30 Seconds To Mars. Ganz großer Fuck. Jared Leto soll sich lieber in guten Filmen verprügeln lassen. Oder Schmachtobjekt von Claire Danes sein. Über diesen fiktiven Dialog von Jared mit Lady Gaga musste ich daher sehr lachen. Lesen!

Jared Leto: Have you heard of ’30 seconds on mars?’
Lady Gaga: Is that the movie where a comet/meteor is heading 2 Earth and every1 is afraid of dying?
Jared Leto: No, that is the movie Deep Impact.
Lady Gaga: The one with Bruce Willis?
Jared Leto: No, that is Armageddon.
Lady Gaga: Loved that 1.
Jared Leto: Yes. I am actually a movie star, too.
Lady Gaga: Oh yea. What movies?
Jared Leto: Have u seen Fight Club?
Lady Gaga: Yes, a long time ago. I don’t see very many indie films.
Jared Leto: I was in that.
Lady Gaga: Were u the fat guy with bitch tits? He is in a band.
Jared Leto: No, that was Meatloaf

Orange – Zombies, Zombies, Zombies

Oskar hat auf achtmilliarden.com eine sehr schöne Story über die Geschichte des Zombiefilms von 1932 – 1968 geschrieben. Sehr gut weil viele erst bei Romero anfangen.

Bonus-Zombies:
Top Ten von 10 Parasiten die ihre Wirte zu Zombies machen. Be afraid!
[via neatorama]

Gelb – Springer never changes, der Rechtsruck der Bild:

Die Meinungsmache mit der Meinungsfreiheit. Ich finde die These mehr als interessant, dass der naive Sarrazin nur ein Bauernopfer der Springerpresse ist um endlich mal wieder ein paar rechte Thesen in die Welt zu kotzen.
Wolfgang Lieb, einer der Betreiber der NachDenkSeiten, wurde auf Telepolis zu dem Thema interviewt und meint: “Die Bild-Zeitung benutzte Sarrazin wie ein Bauchredner seine Puppe”

Das Sarrazin irgendwas im Arsch steckt hatte ich eh vermutet, nun ist es also raus, dass es wohl der Arm von Diekmann ist.

Aber es geht auch anders. Ein Kiosk und eine Bäckerei in Ottensen verkaufen wegen der rechtskonservativen Propaganda keine Bild-”Zeitung” mehr. Dafür gibt es Küsse von mir.

Grün – Chaos Computer Club Kurzdoku:

3sat Neues: Die Akte CCC from netzpolitik on Vimeo.

Blau – Katha in Manchester:

Katha ist eine alte Bekannte und ist jetzt in Manchester als Erasmusstudentin. Über den Umzug, das Einleben, Fish and Chips und britischen Krams bloggt sie nun auch. Gute Idee.

Violett – Sonst so:

Morgen spiele ich mit Potion aus San Francisco im WP8 in Düsseldorf, es würde mich freuen, wenn Ihr kämet. Ansonsten touren Potion (ohne mich) weiter. Hier die Daten:

17.09. Offenbach – Hafen 2 / Nachtcafé
18.09. Düsseldorf – WP8
22.09. Hannover – Gig Linden
25.09. Hamburg - Reeperbahn Festival / Hasenschaukel

Von: Daniel • Tags:

Axel Springer mahnt BILDblog ab

Mit Kanonen auf Spatzen. Zugegeben, pfiffige Spatzen, die die Medienlandschaft eindeutig bereichern.

Anders sieht das natürlich Axel Springer die BILDblog abmahnen. Das Blog hat fälschlicherweise darüber berichtet, dass Welt online eine Rüge des Presserats nicht veröffentlicht hätten. Nachdem die Blogger diesen Fehler noch am selben Tag korrigierten wurden sie später am selben Tag abgemahnt.

Für die Abmahnung, die mittlerweile fallengelassen wurde, wollen Springer die Anwaltskosten von BILDblog erstattet sehen. Da fällt einem mal wieder auf, dass man den falschen Job hat. Für eine Abmahnung die am selben Tag erstellt und verschickt wurde kommen Anwaltskosten von 2407,36 Euro zustande. Das ist ein stattlicher Tagessatz.

BILDblog will dementsprechend dieser Forderung nicht nachgehen. Da bisher und durch eine mögliche gerichtliche Entscheidung den Betreibern von BILDblog ebenfalls Anwaltskosten entstehen bitten diese um eine Spende. Dieser Aufruf sei hiermit an Euch weitergegeben, denn was für Springer Peanuts sind ist für die BILDblogger durchaus nicht wenig.

[via BILDblog.de]

Von: Daniel • Tags: