Bravo

Sick Sad World: Wie die BRAVO die Bundeswehr als Action Adventure darstellt

Sick Sad World

Fun Fun Bundeswehr. Die Selbstdarstellung der Armee hatte ich hier im Blog schonmal zum Thema. Und Imagekampagnen hat die Bundeswehr sicher nötig. So gibt jeder dritte Freiwillige auf und verlässt in der sechsmonatigen Probezeit die Bundeswehr. Und durchhaltewillige Neonazis werden geduldet und trotz Warnungen ausgebildet.

Auch stehen die Dauereinsätze der Bundeswehr in der Kritik. Sabine Jaberg, Dozentin für Politologie an der Führungsakademie der Bundeswehr, sagt, dass das “Tabu, Streitkräfte als Instrument blanker Interessenpolitik einzusetzen” längst gebrochen sei. Da hilft nur eines. Werbung, Image, Kampagnen! Fun fun fun!

So tut sich auch das dahinscheidende Jugendmagazin Bravo (laut Wikipedia nur noch 307.659 verkaufte Exemplare im Durchschnitt pro Ausgabe) mit dem Militär zusammen und veranstaltete Adventure-Camps. “Get-Together” wird das ganze genannt. Und Slogans wie “Action, Adrenalin, Abenteuer!” werden gedroppt. Was mich immer daran erinnert, dass ich ja früher Rollenspieler war und einer unserer DSA-Gruppe zum Bund ging und mit der gleichen Begeisterung davon erzählte wie er jetzt im Wald “den Feind” bekämpfe wie er es zuvor tat, wenn wir als Magier und Zwerge Drachen bekämpften. Yay, Adventure!

Gegen die Kooperation zur Rekrutengewinnung mit der Bravo gibt es eine Petition. Dabei ist die Außendarstellung und Kooperation keine Lappalie, sondern mehr als kritisch anzusehen. So sagt Medienforscher Friedemann Vogel, dass diese Werbung ihren Sinn erfülle. Gefahr werde nur Abstrakt dargestellt:

“Ich vermute allerdings, dass vor allem die Jugendlichen auf diese Emotionen ansprechen, bei denen nicht gerade jeden Abend am Küchentisch über den Afghanistan-Einsatz diskutiert wird. Wer auf der Suche nach einer Lebensperspektive ist, lässt sich wohl schneller auf die Botschaft der Bundeswehr ein: ‘Bei uns kannst du immer was werden.’ [...]
Wir sollten zunächst einmal diskutieren, ob die Bundeswehr überhaupt werben sollte. Und selbst wenn, dann sollte sie mit dieser Frage von der Öffentlichkeit nicht alleine gelassen werden. Ich möchte jedenfalls nicht, dass unsere ‘Zukunft im Visier’ der Bundeswehr ist.”

Da schließe ich mich an.

Von: Daniel • Tags:

Wir glauben seit drei Wochen an den Satan

Dr. Sommer - Wir glauben seit drei Wochen an den Satan

Ha Dr. Sommer, Du bist enttarnt. Da glauben zwei junge Mädchen gerade mal drei Wochen an den Satan und schon witterst Du Lunte! Persönlich melden? Alles klar, Du willst doch nur schwarze Messen abhalten. Sauerei!

Eine der gefährlichsten Nebenwirkungen des Satanismus ist übrigens, dass Xavier Naidoo ein Lied über Dich schreiben könnte…

(via vongestern)

Von: Daniel • Tags:

Online gehen – Lohnt sich das? – Die Bravo 1998 beantwortet die Frage…

“Online sein – oft hört man, wie toll das ist. Aber jeder verspricht sich etwas anderes vom Internet. Acht Online-Freaks sprechen mit Screenfun über ihre Erfahrungen.”

Herrlich. Ein alter Artikel aus der Bravo Screenfun. Das war ein Ableger der Bravo, den es von 1997 bis 2008 gab. Hauptsächlich ging es um Games, aber auch absurde Trends wie dieses Internet wurden behandelt. Leider gibt es nur die eine Seite, aber die ist ganz großes Tennis!

Bravo Screenfun 1998 zum Internet

Hier findest Du den Scan in groß.

Sreenfun: Stephan, Du bist seit einem Jahr online. Wie kamst Du dazu?
Stephan: Pure Neugier: Die Magazine standen voll von Internet-Geschichten.
Martin: Die Wirklichkeit haben sie aber nicht dargestellt. Wenn ich sehe, wie der Aufbaubalken von Prozent zu Prozent kriecht, weil man ewig auf irgendwelche Grafiken wartet, ist das jedenfalls ziemlich ernüchternd.
Andrea: Dieser Hype ging ja auch um etwas, was die echten Online-Freaks gar nicht so oft nutzen: Das World Wide Web. Wenn ich da surfe, gucke ich oft nur ziellos herum, und nach ein paar Minuten wird mir langweilig.
Thomas: Es ist ja nicht so, daß einem da verschiedene Dinge angeboten werden. Man muss schon konkret nach etwas suchen.
Screenfun: Wo schaut Ihr denn nach, wenn Ihr ins Web geht?
Stephan: Ich gehe meist zuerst zu den großen Suchmaschinen wie Yahoo!.
Dorle: Ich suche meine Infos lieber in Büchern. Vielleicht stelle ich mich ja etwas blöd an, aber ich persönlich finde im Web nie etwas. Und wenn, dann ist es in Englisch.
Screenfun: Ist Internet-Surfen etwa out?
Jessica: Als Trend schon, deshalb sieht man in diesen Cafés ja auch fast niemanden mehr.

Ich finde das persönlich auch ziemlich ulkig, da ich 1997 begann das Internet zu nutzen und damals auch so in dem Alter war.

(via rene)

Von: Daniel • Tags:

Neu aus USA – Werbung aus der Bravo Anfang der 80er

Alexandra Tobor aka Silenttiffy liest eine Bravo aus den 80ern und tweetet die besten Stücke. Hier mein Favorit. Boy oh boy! Wow! Der Super Hit aus USA!

Super Radio Kopfhörer

Ich fand das übrigens sehr lustig, dass der Chef der Bravo schon für das Heft schrieb als ich die las. Diese Jugendmagazine, crazy, das nennt man wohl im wahrsten Sinne des Wortes berufsjugendlich.

Von: Daniel • Tags:

DJs, pah…

DJs und Musiker, haltet Euch von denen fern!

DJs und die Treue

“Sie liebt den DJ, Sie liebt den DJ
Und sie tanzt in die Nacht und träumt sich mit ihm fort
Sie kennt jeden Song und stellt sich ins Licht
Doch er sieht sie nicht”

So sind sie halt… tja…

(via salome in crisis)

Von: Daniel • Tags:

Bravo Starschnitte

Bravo Starschnitt

Wie toll ist das denn? Ein Archiv für Bravo Starschnitte. Ich hatte nie einen, nichtmal versucht. Wahrscheinlich, weil es nach 92 keine gab und das dürfte die Zeit gewesen sein wo ich ab und an eine Bravo in die Hand nahm.

Aber hätte ich die Wahl hätte ich unglaublich gerne den France Gall Starschnitt. Leider sind die Bilder oft sehr fitzelig und Ausdrucken geht schonmal gar nicht. Vielleicht eine Idee für die Bravo selbst? Die haben übrigens stets einige Foto-Lovestories auf ihrer Seite. Derzeit unter anderem eine über Cyber-Mobbing.

[via spreeblick]

Von: Daniel • Tags:

Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?


…fragte im August 1977 die Bravo. Erstaunlich, dass die damals sowas wie Reportagen machte. Den ganzen Artikel gibt es drüben bei Cliphead.
Interessant ist, dass die Argumente ähnlich denen der heutigen Diskussion sind. Es ändert sich nichts.

Getreu diesem Motto möchte ich auch die im Titel gestellte Frage beantworten:
Und sie dreht sich doch!

[via Macelodeon]

Von: Daniel • Tags: