Artikel über: Gardening
Gärten auf Busdächern
Also Autos pusten CO2 in die Welt, richtig?
Und Pflanzen setzen bei der Photosynthese für die sie CO2 brauchen Sauerstoff frei, richtig?
Dann könnten wir doch einfach Pflanzen und Autos kombinieren und haben kein Problem, nicht?
Naja, ganz so einfach ist es nicht, aber dennoch gefällt mir die Idee Gärten auf Busdächern anzulegen. Bus Roots haben sich genau das zur Aufgabe gemacht und der erste Prototyp, ein Bio Bus, fährt wohl auch schon durch New York und Ohio. Nice!

K♥tzbröckchen: 22.05. – 28.05.
K♥tzbröckchen: Geile Links der Woche die bunt sind und sonst untergehen würden. Geordnet nach den Farben des Regenbogens:
Rot – Botanische Brigaden:
@quengelexemplar hat mir den Link zu diesem Artikel auf jetzt.de geschickt. Es geht um Guerilla Gardening und da stehe ich ja drauf.
Orange – Neuer Klaxons Songs:
Die Klaxons hab ich damals ja total gefeiert und der neue Song klingt auch ganz geil. Kann man hier hören.
Gelb – Analoge Jugend:
Analoge Jugend ist ein Foto-Blog über die letzte Generation die ohne Social Media Scheiße aufwächst. Öpve!
[via spreeblick]
Grün – Behind The Blog:
Behind The Blog ist eine Serie auf ignant.de. Zur 20igsten Ausgabe gibt es die Creme de la Creme, 20 Blogs werden vorgestellt,
Blau – Tier-Emoticions, die kein Mensch braucht, aber voll süß sind:
_@/ <= Schnecke
!,! <= Hase
><> <= langweiliger Fisch
}<> <= geiler Fisch
(OvO) <= Eule
Wer mir jetzt ein Einhorn macht kriegt was!
Violett – Not Available mit The Wyld Ratttz:
Die Superband, die niemals war: Not Available: The Wylde Ratttz – Debut (ca. 1997)
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Seed Bomb Automaten
Ich stehe ja auf die Idee von Guerilla Gardening, pure Poesie. Kein Wunder, dass mir da dieser Seed Bomb Automat auch super gefällt. Leider steht das Teil aber in Los Angeles. Aber vielleicht mag das ja jemand nachbauen? In Düsseldorf? Oder Köln?
Initiiert wurde das mit Greenaid betitelte Projekt von den Designern Daniel Phillips und Kim Karlsrud von Commonstudio.

Die Berliner Kartoffeloffensive
Vor einer Woche habe ich ja ein wenig über Politisches Gärtnern hier geschrieben. Nun bin ich zufällig auf eine sehr schöne Aktion des Berliner Künstlers Petrus Akkordeon gestoßen. Am 10. April hat dieser den Hermannplatz in Berlin Neukölln zum Acker umgestaltet und Kartoffeln für die Allgemeinheit gepflanzt. Fotos und Film werden im Blog des Künstlers folgen.
Petrus Akkordeon zu seiner Aktion:
“Es könnte der Auftakt für eine Verwandlung der Stadt werden. Die Menschen könnten sich wieder selbst versorgen lernen. Die öffentliche Ernte und Verspeisung folgt …”
Eine sehr schöne Idee.
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Politisches Gärtnern

Alles grau und trist, da kann man natürlich zur Sprühdose greifen. Oder auch zu ein paar Pflanzensamen. Das nennt man dann Guerilla-Gardening und hat viel mehr Sinn als die bloße Verschönerung der eigenen Umwelt und Begrünung der Städte. Natürlich hat das illegale Anpflanzen eine politische Dimension und demonstriert zu allererst zivilen Ungehorsam.
Gleichzeitig kann man aber mit dem Pflanzen an sich protestieren. Blumen in Formen anordnen, Samenbomben auf Felder mit genmanipulierten Pflanzen werfen oder Dornenbusche auf Goldplätzen seien da erwähnt.
Begonnen hat das ganze wahrscheinlich in den 70er Jahren. 1973 wurden die New Yorker Green Guerillas um Liz Christy erstmals aktiv und annektierten ein heruntergekommenes Privatgrundstück welches sie bepflanzten. Mit Erfolg: Mittlerweile wird die Grünfläche als Park von der Stadt geschützt.
Am 1. Mai 2000 bewaffneten sich Globalisierungskritiker, Anarchisten und Umweltaktivisten mit Spaten, Schippen und Muttererde um auf einer Rasenfläche direkt auf dem Parliament Square einen temporären Garten anzulegen. Organisiert wurde die Aktion von “Reclaim The Streets” deren Ziel es ist öffentliche Plätze für die Gemeinschaft zu erobern. Einzig allein ein britischer Ex-Soldat, der einer Winston Churchill Statue einen Iro aus Rollrasen verpasste, musste eine Geldstrafe wegen Vandalismus bezahlen.
Durch die öffentliche Berichterstattung wurde das Prinzip des Guerilla Gardening nun bekannter und verbreitete sich.
Eine andere Form der politischen Gärtnerei sind Gemeinschaftsgärten bzw. das Community Gardening. Ella von der Haide widmete dem Thema bereits drei Dokumentarfilme (I, II, III) in denen sie Gemeinschäfstgärten aus aller Welt vorstellt. Nicht nur für sie, sondern für die Gärtner selbst, steht hierbei auch ein politisches Anliegen im Vordergrund. So wählte sie nicht umsonst den Titel “Eine andere Welt ist pflanzbar”.
Es geht eben nicht nur ums Gärtnern, “sondern darum, in alternativen Projekten weltweit jenseits des globalen Neoliberalismus selbständig und kollektiv die Umwelt und die Gesellschaft zu gestalten.”
Weiterführende Links:
Bilder von der Reclaim The Streets Aktion am 1. Mai 2000 in London
Community Gardening [Wikipedia]
Grüne Welle
The Guerilla Gardening Homepage
Pothole Gardens von Pete Dungey





