Everest, Kilimandscharo und Co. vom Rechner aus erkunden
Google hat sein Streetview zum Montainview ausgebaut. Nach der Antarktis und einem Comic Laden kannst Du jetzt also auch die höchsten Berge der Welt bezwingen ohne Deinen Schreibstisch zu verlassen. Folgende Tausender sind zu sehen: der Cerro Aconcagua in Argentinien, Kilimandscharo in Tansania, der Elbrus in Russland und das Everest Base Camp in Nepal. Eine Galerie gibt es bei Wired und nach dem Klick alle Berge. (weiterlesen …)
Bye Bye Google Reader – Welche Alternativen gibt es?

Der Schock sitzt. Der Google Reader muss gehen. Zwar sind auch andere Dienste betroffen, aber vor allem der Reader wird wohl den meisten Schmerz hinterlassen. Dabei war das Google-Produkt sicherlich einer der Marktführer. René von Nerdcore schreibt deswegen vielleicht nicht ganz unberechtigt, dass Google damit “massiv zum langsamen Ende von RSS beitragen” werden. Auch FM4 sehen die Einstellung als einen Schlag gegen das freie Web. Außerdem dürfte das Ableben vom Reader auch das oft prophezeite Ende von Feedburner beschleunigen. Und wenn Du Dir diese Statistiken anguckst fragst Du Dich: Warum zum Teufel macht google das?
Auch ich bin Heavy Nutzer beider Tools. Daher schaue ich mich gerade nach Alternativen um. Hier mein bisheriger Überblick über die Alternativen zum Reader.
The Old Reader – Orientiert sich an einer älteren Version des Google Readers und bietet schnelle und einfache Importmöglichkeiten. Bestimmt ein bisschen Umgewöhnung, aber derzeit mein Favorit.
Feedly – Mir zu verspielt und grafisch. Für Leute die keine Heavy Nutzer sind bestimmt toll, für mich leider nix.
NewsBlur – Arge Umgewöhnung, fällt somit für mich raus. Ich bin zu alt um was Neues zu lernen. Wie ich mich kenne dann am Ende wohl doch das Tool das ich nehme, das sind meist die, die ich am Anfang voll scheiße finde.
Weitere Alternativen gibt es u.a. beim Lifehacker, bei Patrick Breitenbach und Pixie’s Pad
Achja, da hat noch jemand dazu was zu sagen, wo wir heute doch eh schonmal Godwin’s Law zum Thema hatten:
(Video via Floyd)
Und vielleicht habt Ihr ja auch noch einige Alternativen parat? Einfach in die Kommentare damit!
Googlen wie 1960
Wie hätte Google in den 60ern ausgesehen? Norbert Landsteiner hat dafür Google60 entwickelt. Google-Search im Mad Men Style. Schrecklich langsam und anstrengend. Klappt scheinbar am Besten im Chrome.
Hier mal die Suchanfrage für “Kotzendes Einhorn” im Web Mode.
Google besser nutzen
Sehr schöne Infografik die Dir zeigt wie Du google noch effektiver Nutzen kannst. Gerade “site:” ist für mich ja unverzichtbar geworden und ich bin oft überrascht was Leute so alles gar nciht wissen. Andererseits gehört so nen Quark zu meinem Job. Die komplette Grafik nach dem Klick. (weiterlesen …)
Kotzbröckchen mit Wulff, Kapitalismus & Sozialismus, ig Nobelpreis u.v.a. (KW38)
Die Links der Woche mit einem schrecklichen Text über “deutsche Männer”, einem Lehrstück über Kapitalismus und Sozialismus, dem Google Feedburner, dem ig Nobelpreis und dem Skrillex-Storm.
Marcus Jauer über “deutsche Männer” am Beispiel von Christian Wulff
Marcus Jauer schreibt in der FAZ ein Stück über Christian Wulff. Das Ding liest sich so absurd, dass man sich fragt ob dieses patriarchalische Angststück Satire sein soll. Es konstruiert einen gescheiterten Wulff, der vollkommen am Boden sein soll. Schwer vorstellbar. Und versucht dann diese Situation mit dem Normalbürger gleichzusetzen. Dabei geht Jauer selbst darauf ein, wo die Probleme bei seinem Gleichnis liegen. Andenpakt?! Klar hat jeder deutsche “Mann” mit seinen einflussreichen Buddies gemacht.
Als Fazit gibt Jauer den überraschten und schreibt, dass Wulff nun doch tatsächlich zu einem Vorbild werden könnte. Ich muss das verneinen und meine das nichtmal so böse wie es klingen mag. Als Vorbild kann Wulff nicht taugen. Selten so einen aussagelosen Quark gelesen und ey, ihr wisst was für nen trivialen Bullshit ich hier oft schreibe.
Ich hab das mal ausgezählt. Der Text hat insgesamt ca. 2218 Wörter. Ungefähr 26 mal kommt das Wort Mann (bzw. Männer) drinn vor. Würdest Du das mit Penis ersetzen hätte jeder Psychiater an dem Text seine helle Freude.
Kleines Lehrvideo über Kapitalismus und Sozialismus
John Green in einer eher unaufgeregten kleinen Lehrrunde über Kapitalismus und Sozialismus. Lohnt sich!
Feedburner wird nicht eingestellt
Da es mich eben gerade selbst irritierte und ich panisch wie ein kleines Hündchen meine Feeds umbaute. Feedburner wird NICHT abgestellt. Google stellt lediglich die API ab. Für die Meisten wird sich also gar nichts ändern. Solche Meldungen sind also (noch?!) vollkommen unangebracht. Hat mich echt geschockt.
Preisträger des ig Nobelpreises
Der if Nobelpreis ist sowas wie der Anti-Nobelpreis oder Bizarro-Nobelpreis. Er wird von der Harvard-Universität in Cambridge (USA) für unnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten verliehen. Dieses Jahr gewann u.a. das US Government General Accountability Office den Literaturpreis für (not kidding you!) ein Dokument über Dokumente über Dokumente das die Vorbereitung eines Dokuments über des Dokuments über Dokumente über Dokumente befürwortet. Alle Preisträger findest du bei René.
Was würde passieren, wenn ein Gewitter alle Regentropfen zu Einem bündeln würde?!
Genau das hat xkcd mal veranschaulicht. Und ein wunderbares fiktives Szenario über einen Skrillex-Storm geschaffen. Read it!
Alles was Du über das Leistungsschutzrecht wissen musst
Nun kommt es also, dieses Leistungsschutzrecht. Aber was ist das überhaupt? Eine kleine Blog- und Presseschau (ist das noch erlaubt) soll Dir einen Einblick in ein hochkomplexes Thema geben. Eine Geschichte zwischen Suchmaschinenen, Aggregatoren und Verlegern. Zwischen Lobbyismus und Politik. Und die spannende Frage: Wann wird Lobbyismus zur Erpressung?! Und wieso scheint keiner die robots.txt zu kennen mit der Du google und andere Bots von Deinen Webseiten ausschließen kannst?
Als Anfang empfehle ich diese Sendung vom elektronischen Reporter, die das Leistungsschutzrecht simpel erklärt.
Es wäre imho zu einfach zu sagen Verleger böse und google gut. Wie sehr google seine Marktposition nutzt siehst Du alleine am sichtbaren Bereich der Ergebnisseite. Mit den Jahren werden dort immer mehr Ads platziert. Gekaufte Plätze also. Gleichzeitig nutzt google seine Suchseiten um eigene Produkte zu pushen wie z.B. Google Health. Als normaler Nutzer dürfte Dir bestimmt aufgefallen sein, dass Du in Deiner oberen Leiste nicht mehr “Videos” sondern “YouTube” stehen hast. Wir nehmen das alles in Kauf. Zu einem großen Teil weil wir es nicht merken zu einem nicht erheblich kleineren Teil weil viele Google Produkte einfach gut sind. Besser als die Konkurrenz. Jemand der sich genau mit diesen Änderungen beschäftigt ist Ben Edelman, der sozusagen einen eigenen google-watch-blog betreibt.
Nur würde nicht jedes gewinnorientierte Unternehmen so agieren? Und was hat das nun mit den Verlagen zu tun? Diese werfen google vor, dass diese Geld verdienen (Durch Adsense und Co.) mit ihren Inhalten. Gemeint sind dabei die Auszüge und Webseitenvorschauen die Du in Google Suchergebnisseiten und auf Google News angezeigt bekommst. Das Leistungsschutzrecht soll Verleger nun schützen. Profitorientierte Anbieter sollen nicht mehr gratis auf Inhalte zugreifen.
Stefan Niggermeier sieht dies nicht als juristisches Problem, sondern als moralisches. Im Internetzeitalter lasse sich halt mehr mit einer Suchmaschine verdienen als mit einerm journalistischen Angebot. Der Witz dabei, an den großen Tageszeitungen verdient google nicht mal das meiste Geld. Lediglich 7,5% der Top-Treffer bei populären Suchanfragen werden von deutschen Verlegern gefüllt.
Auch Netzpolitik sieht das Gesetz kritisch. Philipp Otto sieht nicht nur die Urheber selbst durch das Gebähren der Verlage gefährdet. Außerdem wird die Informationsvielfalt eingeschränkt. Ich persönlich würde dabei gar nicht auf Blogger oder google zielen. Das Leistungsschutzrecht ist somit eigentlich ein Todesurteil für ein semantisches Netz. Aggregatoren wie Rivva stehen in der direkten Schusslinie.
Genau das betrifft auch den Perlentaucher, dessen beliebte Feuilletonrundschau auf Fremdinhalte zurückgreift. Diese titelten dann ziemlich frustriert: Das Internet war eine Episode der Freiheit. Die Politik sei vor der Lobbymacht der Medien in die Knie gegangen. War das wirklich so? Haben Burda und Springer ihre Machtkarte gespielt? Fragen wie diese versucht Sascha Lobo in einem hervorragenden Post zu beantworten. Für mich die Wesentlichsten: “Wie sollen überhaupt noch die echten Probleme mit Google angegangen werden?” und “Ist die Bundesregierung erpressbar?”. Denn wie Anfangs erwähnt, es wäre zu einfach ein S/W Bild zu malen und Google als Held durch diese Geschichte ziehen zu lassen.
Natürlich gibt es auch diverse Kommentare die die Einführung feiern. Den Bild-Artikel muss ich hier nicht verlinken. Das ist offensichtlich. Aber auf die FAZ möchte ich doch hinweisen. Die sehen mit der Einführung Leistungsschutzrechts einen guten Tag für die Freiheit. Und argumentiert, dass die Macht eines Monopolisten gebrochen wurde. Spielt also genau mit den Empfindungen die jeder bei google haben sollte. Nur ob das Leistungsschutzrecht der richtige Weg war?
Im Großen und Ganzen wird erstmal nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Soll heißen: Blogger sollten sich nicht vorab in die Hose machen. Dass jetzt google große Unterstützer des Leistungsschutzrechts von der Indizierung ausschließt wäre ein interessanter Schachzug. Würde den Giganten aber angreifbar machen. Wahrscheinlicher ist, dass google nur die Menge der Inhalte anzeigen wird, die ohne Zahlung erlaubt ist. Interessant wäre wie sich das auf die CTR auswirkt.
Aber wer nicht gefunden werden will, der hatte immer schon die Wahl.
Wer unterstützt das Gesetz?
google regiert die Welt – Die führenden Websites nach Ländern aufgesplittet
Interessante Infografik von Webempires. Die führenden Websites nach Ländern aufgesplittet. Besonders dominant dabei natürlich google. Aber interessant, dass Yahoo da überhaupt auftaucht. Als Quelle wurde laut Grafik Alexa benutzt. In Deutschland bin ich diesem Dienst nach auf Platz 4336. Ist also noch ein weiter Weg, ein sehr weiter. Die Top 25 findet Ihr hier und ich sag mal soviel, wenn Ihr auf Arbeit seid solltet Ihr nicht überall draufklicken!
Jobcenter können googlen – Tapete und die Grundsicherung
Der Musiker Tapete sprach beim Arbeitsamt vor um sich Leistungen zu erbitten und bekam nun folgendes Schreiben zurück:

Beachtenswert die rotmarkierte Passage:
“- schriftliche Erklärung, was Sie mit dem Zitat auf Ihrer Webseite meinen (ich bedank mich jeden Tag bei Vater Staat, dass ich auf seine Kosten leben darf)”
Das Zitat ist keneswegs auf Tapetes Homepage zu finden, sondern auf der von Melodie und Rhythmus. Außerdem ist es eine Textzeile aus dem Song “Autogramm” von seinem aktuellen Album. Dabei heißt es doch in §1 Abs. 1 SGB II: “Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.”
Wusste gar nicht, dass das abhängig von künstlerischer (Meinungs-)Freiheit ist. Aber auch wieder ein Lehrstück, was das Netz alles über einen erzählen kann. Bin mal gespannt, was man mir alles vorwerfen kann. Wer allerdings will den ganzen Quark lesen, den ich so von mir gebe?
Herrliche Story. Passend dazu veröffentlichte Tapete bereits vor zwei Jahren einen Song namens “Drückeberger”.
Der Google Street View Kurzfilm – Address is approximate
Was macht ein einsames Schreibtisch-Spielzeug wenn das Büro verlassen ist?! Es geht auf die ihm einzig mögliche Art auf Reisen, mit Google Street View. Was klingt wie ein Werbeclip ist eine wunderschön traurige Hommage an Fernweh und Sehnsucht mit Musik vom Cinematic Orchestra. Tolle beeindruckende Stop-Motion-Animation von Tom Jenkins.
Address Is Approximate from The Theory on Vimeo.









