Internet
Nehmt Euch vor Künstlern in Acht
Da wäre ich beinahe drauf reingefallen. In mehreren Blogs, Soups und Tumblrs wird dieses Plakat Senator Joseph McCarthy zugeschrieben.
Es wäre aber auch zu schön. Und wir könnten es uns gut vorstellen, dass dieses Plakat während der Kommunistenverfolgungen der McCarthy-Ära Einsatz fand. Schließlich standen viele Künstler auf der Abschussliste. Da verweise ich nur auf die berüchtigten Hollywood Blacklists und die Hollywood Ten. Betroffen von der Paranoia waren u.a. Hanns Eisler, Leonard Bernstein, Arthur Miller, Charlie Chaplin, Orson Welles und viele mehr…

Mehrere Quellen verweisen auch auf Königin Victoria (siehe die zwei weiteren Varianten des Plakates), aber auch das scheint nicht korrekt zu sein. Korrekt ist vermutlich die Zuweisung auf Leopold, König von Belgien, zu sein. In “The Outlook” von 1908 wird aus einem Brief aus dem Jahre 1845 zitiert. Und mal Butter bei die Fische, wir wissen ja alle, dass mittlerweile Nerds die Gefährlichsten von allen sind!
Die grenzenlosen Möglichkeiten von teh Interwebz
Sooo true, ich mach aber auch gerne dumme Sachen, aber das ist damit bestimmt nicht gemeint. Erinnert mich auch immer wieder gerne daran. Wobei ich ja eher sagen würde, dass viele einfach vorziehen Arschlöcher zu sein.
Godwin’s Law – Mike Godwin über sein Gesetz
Godwin’s Law kennst Du. Und wenn Du es nicht kennst hast Du es in unzähligen Debatten schon oft beobachten können.
“Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.”
Das hat oft zur Folge, dass die Debatte selbst nicht weiter geführt werden kann, da der Vergleich selbst zum Gegenstand einer Debatte wird. Das New York Magazine hat nun mit Mike Godwin anlässlich eines Hitler-Vergleiches der National Rifle Association gesprochen und ich muss sagen das ist ein sehr interessantes und unterhaltsames Interview. Lustig fand ich u.a. folgende Passage, kennen wir hier ja auch mit N24.
Do you happen to know a lot about Hitler? Are you a Hitler expert?
Oh, no. I think there are probably countless watchers of the Hitler — pardon me — the History Channel who know much more about Hitler than I do. I’ve read some of the classic texts, but I’m not a Hitler expert. Which is just as well, because my name is already uncomfortably linked to Hitler anyway, and if I were, like, publishing papers or doing Hitler scholarship, it would just be worse.
Das gesamte Interview findest Du hier. Und jetzt hör auf mit den Nazivergleichen, Du machst Dich damit nur lächerlich. Godwin selbst behauptet übrigens niemals jemanden mit Hitler oder den Nazis verglichen zu haben. Aber wie gesagt, lest das Ding selbst. Bitte! Es könnte unserer Diskussionkultur nur gut tun. Ob sich mein Einhorn’s Law noch durchsetzen wird? Ich glaube nicht. Dabei lässt es sich z.B. wunderbar auf Frei.Wild Diskussionen übertragen.
I ♥ Interwebz
“It’s easier to be friends with lots of people online than with 1 person in person!”
The Internet Map – Karte des Internets
Eine Karte des Internets, die Farben stehen dabei für die Länder.
“The map of the Internet is a photo shot of the global network as of end of 2011. It encompasses over 350 thousand websites from 196 countries and all domain zones. Information about more than 2 million links between the websites has joined some of them together into topical clusters. As one might have expected, the largest clusters are formed by national websites, i.e. sites belonging to one country. For the sake of convenience, all websites relative to a certain country carry the same color. For instance, the red zone at the top corresponds to Russian segment of the net, the yellow one on the left stands for the Chinese segment, the purple one on the right is Japanese, the large light-blue central one is the American segment, etc.”
Online gehen – Lohnt sich das? – Die Bravo 1998 beantwortet die Frage…
“Online sein – oft hört man, wie toll das ist. Aber jeder verspricht sich etwas anderes vom Internet. Acht Online-Freaks sprechen mit Screenfun über ihre Erfahrungen.”
Herrlich. Ein alter Artikel aus der Bravo Screenfun. Das war ein Ableger der Bravo, den es von 1997 bis 2008 gab. Hauptsächlich ging es um Games, aber auch absurde Trends wie dieses Internet wurden behandelt. Leider gibt es nur die eine Seite, aber die ist ganz großes Tennis!
Hier findest Du den Scan in groß.
Sreenfun: Stephan, Du bist seit einem Jahr online. Wie kamst Du dazu?
Stephan: Pure Neugier: Die Magazine standen voll von Internet-Geschichten.
Martin: Die Wirklichkeit haben sie aber nicht dargestellt. Wenn ich sehe, wie der Aufbaubalken von Prozent zu Prozent kriecht, weil man ewig auf irgendwelche Grafiken wartet, ist das jedenfalls ziemlich ernüchternd.
Andrea: Dieser Hype ging ja auch um etwas, was die echten Online-Freaks gar nicht so oft nutzen: Das World Wide Web. Wenn ich da surfe, gucke ich oft nur ziellos herum, und nach ein paar Minuten wird mir langweilig.
Thomas: Es ist ja nicht so, daß einem da verschiedene Dinge angeboten werden. Man muss schon konkret nach etwas suchen.
Screenfun: Wo schaut Ihr denn nach, wenn Ihr ins Web geht?
Stephan: Ich gehe meist zuerst zu den großen Suchmaschinen wie Yahoo!.
Dorle: Ich suche meine Infos lieber in Büchern. Vielleicht stelle ich mich ja etwas blöd an, aber ich persönlich finde im Web nie etwas. Und wenn, dann ist es in Englisch.
Screenfun: Ist Internet-Surfen etwa out?
Jessica: Als Trend schon, deshalb sieht man in diesen Cafés ja auch fast niemanden mehr.
Ich finde das persönlich auch ziemlich ulkig, da ich 1997 begann das Internet zu nutzen und damals auch so in dem Alter war.
Bill Murray erklärt Dir das Internet
Redditor monster_hugs hat eine Szene aus dem Murray Klassiker “Und täglich grüßt das Murmeltier” genommen und auf das internet umgemünzt und ich muss sagen das ist ziemlich lustig. Ein paar Plotholes sind drinn, aber insgesamt trifft es das wohl. Das ganze Teil nach dem Klick. (weiterlesen …)












