Katholisch

Sick Sad World: Homosexualität aus Sicht katholischer Ärzte

Erst kürzlich habe ich mich über Dieter Blechschmidt aufgeregt, der auf Facebook Homosexualität eine Krankheit nannte. Gut, es ist noch nicht so lange her, dass die WHO Homosexualität 1990 aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Aber die WHO hinkte da eh hinterher. Homosexualität als Krankheit hat da einen alten Ursprung. Die Ironie dabei – als Homosexualität noch strafbar war diente die Krankheitstheorie oft dazu die Strafbarkeit auszuhebeln, da ein “Kranker” ja nichts für seine Krankheit könne.

Auch ironisch ist, dass dieses Jahr der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17.5. mit dem Katholikentag in Mannheim zusammenfiel. Dort verteilten “katholische Ärzte” diesen Flyer:

Homosexualität aus Sicht katholischer Ärzte

Zuerst wird nach den Ursachen der sexuellen Ausrichtung gefragt. Mehr als unschön ausgedrückt, aber letztendlich gibt es keine einhellige Meinung über Ursachen der sexuellen Ausrichtung. Manche sehen es schon vor der Geburt festgelegt, andere gehen von einer frühkindlichen Prägung aus und wieder andere sehen dort eine Kombination von Beidem. “Epigenetische Vererbung von syphilitischer Belastung” ist da natürlich ein Schlag in die Magengrube. Dann wird es aber noch gruseliger:

“Keine ‘Krankheit’ im negativen Sinn.”

Saugeil, können wir bitte positive Krankheiten aufzählen?! Ja?! Und die Behandlung? What please?! Homöopathie? Da steht doch katholischer Ärzte drüber. Können wir nicht gleich Placebos schreiben? Dann kommt noch das Klischee mit HIV und anderen sexuellen Krankheiten. Da ist man doch glatt froh, dass es einen selbst als Hete nicht betrifft. Dies so deutlich und dämlich rauszukehren ist typisch und am Ende kommt noch die “geringe Lebenserwartung” von Homosexuellen. Ich krieg das Kotzen!

Jetzt magst Du – wie ich zuerst auch – denken, dass so ein Flyer ohne Kontaktdaten von jedem erstellt werden könnte. Nur finden sich diese Inhalte ganz ähnlich auf der Seite des Bundes Katholischer Ärzte wieder. Ganz getreu dem Sarrazinschen Motto “Das darf man ja wohl noch sagen” heißt es dort:

“Der Arbeitskreis Homosexualität des BKÄ möchte das Schweigen und Vorurteile brechen, die seit Anfang Juni 2011 offenbar geworden sind.”

Traurige kranke Welt. Aber wahrscheinlich bin ich ein von political correctness indoktrinierter Mensch. Ein Opfer der informellen Zensur.

(via Manu Marron)

Update: 22.05. – 10:00
Da ich mich an einer Stelle nicht missverständlich, sondern eher dämlich ausdrückte habe ich mir erlaubt diese zu ändern!

Von: Daniel • Tags:

Alle Hunde kommen in den Himmel…

Zwei Kirchen auf gegenüberliegenden Straßenseiten führen einen kleinen Disput darüber ob Hunde in den Himmel kommen. Die Diskussion soll so in den Südstaaten zwischen Katholiken und Presbyterianern stattgefunden haben. Großartig! Leider ein Fake, aber dennoch super lustig!

Alle Felsen kommen in den Himmel

(via the funniest posts)

Von: Daniel • Tags:

Kirche trennt sich von Weltbild

Katholische Kirche trennt sich von Weltbild

So ganz ohne Kontext ne sehr geile Meldung!

Von: Daniel • Tags:

No Homo – Schwule Schützen und der Bund der Historischen Deutschen Schützenbrüderschaften

BHDSSchwule Schützen? Aber ja! Schon beim Dormagener Schützenfest 2010 gab es mit Ingo Bouvelet einen schwulen Schützenkönig. Bereits im Jahre 2006 versuchte er Schützenkönig zu werden, damals war im Vorfeld vereinbart worden, dass Ingo Bouvelet mit einer seiner drei Schwestern als Königin feiert.

Als er dann 2010 König wurde konnte sein eingetragener Lebenspartner Klaus Bouvelet nicht an seiner Seite maschieren. Nach einigen Diskussionen einigte man sich, dass es gar keine Königin geben solle.

Ein wenig anders sieht es dieses Jahr in Münster aus. Dirk Winter ist seit Juni Schützenkönig im Münsteraner Stadtteil Kinderhaus und lebt mit seinem Königsgemahl Oliver Hermsdorf zusammen. Im 130 Mitglieder zählenden Verein gab es damals keine Bedenken, dass Winter gemeinsam mit seinem Lebenspartner als “Königin” auftritt.

Anders sieht das der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft aus Leverkusen, ein katholischer Dachverband. Getreu dem Motto “Glaube, Sitte, Heimat” legt Weihbischof Heiner Koch, Chef des Verbandes, Dirk Winter nahe nicht nebeneinander mit seinem Partner bei Veranstaltungen wie dem Landesbezirks-Königsschießen aufzutreten.

Gleichzeitig stilisiert BHDS-Pressesprecher Rolf Nieborg den Verband zum Opfer:

“Die Diskussion kommt nicht von ungefähr. Es ist einfach schick, die katholische Kirche anzugreifen.”

Klar und Dirk Winter ist wahrscheinlich auch nur schwul und Schützenkönig und in einer Partnerschaft um die Kirche anzupissen!
Sorry, weil das “schick” ist.

Dennoch gibt es von seiten des BHDS weitere Rechtfertigungsversuche. Schließlich spräche nichts gegen die Mitgliedschaft homosexueller Personen in unseren Schützenbruderschaften. Auch hätte der Partner mitmaschieren dürfen, nur eben nicht erkennbar als “Königin”. Kurz: Schwul sein ist okay, aber bitte nur, wenn wir es nicht sehen und es nicht propagiert wird.

Mehr dazu findest Du bei der Rheinischen Post und auf Queer.de!

Schützenverbände, die nicht den Katholiken unterstehen, haben damit übrigens keine Probleme.

Von: Daniel • Tags: