Kochen
Weihnachtsessen bei den Einhorns
Ich werde mir ein paar Tage Ruhe gönnen und ein wenig am Redesign der Seite arbeiten, das heißt aber nicht, dass hier gar nicht passiert und so lasse ich Euch gerne an meinem Weihnachtsessen von gestern teilhaben. Als ersten Gang gab es Mangold-Röllchen mit einem kleinen Sprossen-Kresse Salat.
Den Strunk vom Mangold rausschneiden, den Mangold blanchieren. Dann zwei Blätter zusammen legen. Scheibe Käse rein, zusammenrollen und in den Backofen bis der Käse zerfließt. Fertig.
Sprossen, Kresse und gemalene Haselnusskerne mit Pfeffer und Salz abschmecken. Ein wenig weißen Essig dran – okay, bei mir war das sehr viel – und auch fertig. Easy.
Der zweite Gang sind Rote Beete Ravioli. Das hab ich mir ein wenig vom veganen Restaurant Kopps abgeguckt. Mache es aber ganz anders. Die Füllung besteht bei mir aus Ricotta mit Quark (also schonmal nicht vegan) abgeschmeckt mit Schnittlauch und Koriander. Ein Schuss Honig ist auch drinn. Dazu kommen kleingehackte Walnüsse. Die habe ich vorher in Honig und Chili kandiert. Bei Nüssen musst Du natürlich immer auf die Hitze aufpassen.
Das alles also vermengen und Rote Beete mit einem Filetmesser in dünne Scheiben schneiden. Zwischen die Scheiben die Füllung, ein paar Sprossen drauf und fertig.
Der Hauptgang waren Nudeln in Nusssoße. Eigentlich machst Du nur ein Pesto. Basilikum, Olivenöl, Pecorino, Pinienkerne. Alles kleinhacken. Ich hab tatsächlich keine Küchenmaschine, aber das würde ich niemandem raten. Das Pesto wird dann mit gemalenen Walnüssen, Pistazien, Mandeln, Haselnüssen aufgefüllt. Ganz wie Du magst.
Bei den Nudeln hab ich mich diesmal für Muschelnudeln entschieden, damit die die Soße in sich aufnehmen können. Das ganze richtest Du auf einem Ruccola-Bett an. Was perfekt passt, der leicht nussige Geschmack vom Salat mit der Pasta und der Soße. Garniert wird das ganze mit frischen Feigen, gerösteten Pinienkernen und Physalis. Achja, das heiße Nudelwasser kippst Du natürlich vor dem Anrichten in Dein Nusspesto. So ändert sich die Farbe und das Ganze wird schön sämig.
Das war es aus dem Einhorn Kochstudio. Ich wünsche Euch einen guten Appetit!
Anthony Bourdain frisst Einhörner
Ich weiß ja nicht. Anthony Bourdain ist ja so nen typ den ich in gleichen Teilen sympathisch wie unsympathisch finde. Seine Einstellung zu Vegetariern finde ich z.B. kotzig. Sarkasmus und bla eben. Beim Great GoogaMooga Festival in Brooklyn wurde er nun bei einer Fragerunde von einem kleinen Mädchen gefragt, wie er ein Einhorn zubereiten würde. Warum machen sich kleine Mädchen darüber Gedanken wie man Einhörner kocht?!
“He would roast the loin, grill the legs, braise the forequarter and use the horn to pick your teeth with after the meal. For the record, unicorn marrow is delicious, he says.”
Typisch Bourdain eben. Obwohl das auch an Voldemort erinnert.
Kochen mit Sperma (snsfw)
Really? Das Ding scheint zwar ein alter Hut zu sein, aber dennoch: Really? “Natural Harvest” bietet Dir 50 Rezepte mit Sperma auf 61 Seiten inklusiver großer Abbildungen.
“Like fine wine and cheeses, the taste of semen is complex and dynamic. Semen is inexpensive to produce and is commonly available in many, if not most, homes and restaurants.”
Zugegeben, das ist schon so humorvoll geschrieben, dass man sich sicher sein kann, dass es sich insgesamt um einen Scherz handelt und Autor Fotie Photenhauer (sic!) irgendwo daheim sitzt und darüber kichert, dass Leute das wirklich kochen.
Auch bei den Rezepten bleibt es witzig. So gibt es den Irish Coffee mit Extra Cream, einen High Protein Smoothie und – mein Favorit – die Man Made Oysters.
Aber eigentlich ist das ganze nicht so abwegig. Außerdem ist das vollkommen legitim, wo wir Jungs doch gerne wollen, dass das Zeug geschluckt wird, kann man sich ja auch mal selbst so eine Auster reinschieben. Mehr Infos zum Thema “Kochen mit Sperma” gibt es hier. Und die offizielle Seite zum Kochbuch “Natural Harvest” heißt Cooking with cum.
Süßes Chemie Sushi zum selber machen
Zucker-Sushi zum selber basteln. Das geht mit dem Poppin’ Cookin! Sushi Kit. Sieht sehr nach Chemie aus, fast nach Alchemie bzw. Ferran Adrià und erweckt ein komisches Gefühl zwischen “Will-ich-haben-Omnomnom” und “Ihhhhh, bahhhhhhh”! Gibt es für 7$ u.a. hier.








