Artikel über: Krieg
Kriegspropaganda aus dem Jahre 1999
Als sich die Grünen 1998 dafür einsetzten, dass deutsche Soldaten erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder in einem Krieg eingesetzt wurden war ein Teil der Friedensbewgung gestorben. Grüne wurden für viele auf ewig unwählbar.
Um den Einsatz zu rechtfertigen wurde die Bevölkerung hierzulande mehrfach belogen. So z.B. durch den von Joschka Fischer und Rudolf Scharping herbeigezogenen Hufeisenplan der Jugoslawischen Armee, der eine militärstrategische Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo belgen sollte. Dabei urteilte zur selben Zeit das Oberverwaltungsgericht Münster:
“Für ein geheimes Programm oder einen auf serbischer Seite vorhandenen stillschweigenden Konsens, das albanische Volk zu vernichten, zu vertreiben oder sonst in der vorstehend beschriebenen extremen Weise zu verfolgen, liegen keine hinreichend sicheren Anhaltspunkte vor.”
Die Existenz des Planes wird bis heute angezweifelt und konnte auch in Den Haag nicht bewiesen werden.
Rugovo, ein kleines Bauerndorf im südlichen Kosovo, hatte für den weiteren Verlauf des Kosovokrieges eine besondere Bedeutung. Am 27. April 1999, präsentierte Verteidigungsminister Scharping Beweise für ein Massaker der Serben an unschuldigen Zivilisten. In Wahrheit handelte es sich allerdings um ein Gefecht unter Soldaten. 24 Kosovo-Albaner und ein serbischer Polizist wurden damals am 29 Januar getötet. Presse und Bevölkerung nahmen die Datstellung des Verteidigungsministers auf und sahen darin eine Rechtfertigung für den Kriegseinsatz.
Der NDR zeigte am 16.01. einen Bericht, der die Darstellung des Verteidgungsministers widerlegt:
Neu ist das alles nicht, schon 2001 schrieb Der Freitag über die Lügen der Bundesregierung. Und dennoch empört der Beitrag, schürt zu Recht Misstrauen und lässt einen hoffentlich in Zukunft so manche kriegstreiberische Aussage hinterfragen.
(weiterlesen...)
Fun Fun Fun, Bundeswehr
Ich war ja mal Rollenspieler. Das schwarze Auge und so. Einer in der Rollenspielgruppe war ein wenig älter als ich. Wir verloren uns aus den Augen und irgendwann traf ich ihn wieder, er war damals gerade beim Bund. Und ich so: “Und was macht man da so?”
“Alter, gestern hatten wir eine Übung, mitten in der Nacht im Wald. Auf den Feind warten und ohne dass der Feind einen entdeckt mussten wir zurück zur Kaserne”, erzählte er mit leuchtenden Augen und ich dachte nur “Ah, immernoch Rollenspieler.”
Wie viel Spaß und Fun die Bundeswehr macht zeigt dieses Video, das mal offiziell war, aber gestern ziemlich schnell wieder gelöscht wurde, da es nicht “in die Sprache” des Youtube-Kanals der Regierung passe. Ich finde das passt ganz hervorragend. Sieht man vor allem an den Kommentaren auf You Tube.
(weiterlesen...)
Irgendwie fesselt mich dieses Bild sehr
Und ich weiß gar nicht warum. Klar, der Widerspruch zwischen Gewalt und Zärtlichkeit ist offensichtlich. Aber irgendwie ist es mir zu plump Soldaten Zärtlichkeit per se abzusprechen. Ach, ich weiß nicht. Aber mir gefällt das Bild. Beudeutungsschwanger würde ich es “Kurz vor dem Verlust der Unschuld” nennen.
Oder so…
keine Ahnung.
Süße Katze. Ich finde jeder Soldat sollte eine haben und dafür keine Waffe…
(weiterlesen...)
A Short Vision – Gruseliger Atomkrieg Kurzfilm
“A Short Vision” von Peter and Joan Foldes aus dem Jahre 1956 ist scary as hell. Diese Mischung aus prosaischer (Kinder-)Erzählung und Aufklärungsfilm ist einfach unerträglich spannend und beängstigend.
(weiterlesen...)
Die Architekten des Krieges
Architects Of War ist eine Fotoserie von Spencer Murphy in der er Waffenmessen und Truppenübungsplätze besucht. Die Bilder sind unglaublich skurril und absurd und deswegen verdammt traurig und erschreckend.

Wirtschaftsinteressen
Go Guttenberg Go! Ich habe die USA um ihre Sarah Palins und Christine O’Donells in letzter Zeit ein wenig beneidet. Aber wir haben jetzt ein Comedy-Paar in Reinform. Kanzler und Kanzlergattinnen Hoffnung. Wahnsinn!
Neuester Coup:
“Die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands müssen aus Sicht von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auch militärisch abgesichert werden.”
Und alle so: WTF?!
(weiterlesen...)
Sick Sad World: Das Sportschießen der US-Armee

Eine Gruppe US-Soldaten wird beschuldigt Zivilisten in Afghanistan aus sportlichen Gründen erschossen zu haben. Dies berichtete die Washington Post am Samstag.
Es ist als hätten die Soldaten zu viel South Park gesehen. Wochenlang schmiedeten sie Pläne um dann ein Szenario zu schaffen, das ihre Mordlust rechtfertigte. Die Männer behaupteten sie würden attackiert werden und schossen los. Auch schien das Militär Warnungen und Zeichen ignoriert zu haben. Ein Vater, der von den Taten seines Sohnes wusste, wurde beim Militär abgewiesen.
Die ganze Story findest Du hier. Traurige kranke Welt.
(weiterlesen...)
Sick Sad World: 911 Nachtrag

Am 11. September habe ich ja schon einen Kommentar zu dem Thema gebloggt. Nun ist mir folgende Grafik untergekommen. Traurige kranke Welt:

11. September
Tote am 11. September 2001:
2.982
Im Herbst 2001 startete dann die US-Intervention um die Taliban Regierung zu stürzen und al-Quaida zu berkämpfen, die man für die Verantwortlichen hinter dem 11. September hält.
Tote Soldaten im Afghanistan-Krieg:
2.071 (USA + Verbündete. Quelle)
Zivile Verluste:
Hier gehen Schätzungen weit auseinander, offizielle Zahlen gibt es nicht. Bereits 2003 veröffentlichte Marc Herold, Ph.D. Zahlen die von ca. 3.500 Toten durch Bombadierungen ausgingen. Im Juli 2008 zählte die Tagesschau 1.000 zivile Opfer durch Bombadierungen und Anschläge. Wenn wir einen Mittelwert nehmen von 2.250 Toten im Jahr (was ich für unterschätzt halte) kommen wir auf ca. 20.250 zivile Opfer. Andere Schätzungen gehen von bis zu 49.600 toten Zivilisten aus.
Insgesamt forderte der Afghanistankrieg also vermutlich:
22.321 Tote
Es ist traurig, wenn Menschenleben nur noch zu Zahlen werden, weil man sich dadurch erst der Relationen bewusst werden kann. Und um richtig sarkastisch zu werden noch die Kosten, die entstanden um diesen Menschen ihr Leben zu nehmen:
Ich würde mich nicht als Pazifist bezeichnen und möchte mit diesem Post erreichen, dass man bitte nicht nur an die 2.982 Opfer des 11. Septembers selbst denkt, sondern auch an die vielen weiteren die folgten und in was für einer traurigen kranken Welt wir eigentlich leben.
(weiterlesen...)







