Artikel über: Kunst
Astronomical – Unser Sonnensystem als Buch
Wow, super Sache. Mishka Henner hat unser Sonnensystem skaliert und in 12 Buchbänden veröffentlicht. Es beginnt mit der Sonne auf Seite 1 und endet mit Pluto auf Seite 6000. Jede Seite entspricht dabei einer Millionen Kilometer. Für 100 Pfund kann man sich seine eigenen 12 “Astronomical”-Bücher drucken lassen.
ASTRONOMICAL – The Movie from Mishka Henner on Vimeo.
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Die Geschichte hinter Edvard Munchs Der Schrei animiert
Zwischen 1893 und 1910 malte Munch mehrere Bilder mit dem Titel “Der Schrei” für seine Serie “Der Fries des Lebens”. Inspiriert durch ein Erlebnis mit zwei Freunden versuchte er Themen wie Natur, Tod, Angst und Liebe in dieser Serie zu verarbeiten. Auf eine graphische Fassung eines der Gemälde schrieb Munch in Deutsch: “Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur.”
Sebastian Cosor hat die Entstehungsgeschichte des Bildes als kleinen Animationsfilm im Stile des expressionistischen Werkes neu interpretiert und zwar ganz anders als Du denkst.
The Scream from Sebastian Cosor on Vimeo.
Ich musste schrecklich laut losbrüllen!
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Deutschland schafft es ab – Sarrazin recyclen
Mindestens 60.000 Exemplare des populistischen Hetzwerkes “Deutschland schafft sich ab” von Thilo Sarrazin will der tschechische Künstler Martin Zet für eine Kunstaktion im Rahmen der 7. Berlin Biennale sammeln. Die Bücher dienen einer Installation und werden nach der Ausstellung für einen guten Zweck recycelt. Martin Zet zu dem umstrittenen Buch:
“Ab einem bestimmten Moment ist es nicht mehr wichtig, was die Qualität oder wahre Intention eines Buches ist, sondern welchen Effekt es in der deutschen Gesellschaft hat. Das Buch weckte und förderte anti-migrantische und hauptsächlich anti-türkische Tendenzen in diesem Land. Ich schlage vor, das Buch als aktives Werkzeug zu benutzen, welches den Menschen ermöglicht, ihre eigene Position zu bekunden.”
Wem die Anschaffung des Werkes mittlerweile zu Recht peinlich ist, der kann sich nun dank der Aktion “Deutschland schafft es ab” dem Buch entledigen. Im Anschluss alle Sammelstellen und hier gibt es mehr Infos zur Aktion.
Sammelstellen in Berlin:
- Buchhandlung Pro qm | Almstadtstraße 48–50 | Mitte
- C/O Berlin | Postfuhramt | Oranienburger Straße 35/36 | Mitte
- F&F-Reisen – im Havemann-Center | Flämingstraße 122 | 12689 Berlin
- Haus der Kulturen der Welt | John-Foster-Dulles-Allee 10 | Mitte
- Hebbel am Ufer – HAU 2 | Hallesches Ufer 32 | Kreuzberg
- Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) | Chausseestraße 128/129 | Mitte
- Berlinische Galerie | Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur | Alte Jakobstraße 124–128 | Kreuzberg
- Kunstraum Kreuzberg / Bethanien | Mariannenplatz 2 | Kreuzberg
- Kulturnetzwerk Neukölln e.V. | Karl-Marx-Straße 131 | Neukölln
- Freie Volksbühne Berlin | Ruhrstraße 6 | Wilmersdorf
- Theater an der Parkaue | Parkaue 29 | Lichtenberg
- Schlossplatztheater | Alt-Köpenick 31 | Köpenick
- Alte Möbelfabrik | Karlstraße 12 | Köpenick
Sammelstellen deutschlandweit:
- Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig | Karl-Tauchnitz-Straße 9–11 | 04107 Leipzig
- dieschönestadt | Am Steintor 19 | 06112 Halle an der Saale
- Stiftung Bauhaus Dessau | Gropiusallee 38 | 06846 Dessau
- Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus | Königsplatz / U-Bahn-Zwischengeschoss | 80333 München
- Kunsthaus Erfurt | Michaelisstraße 34 | 99084 Erfurt
- Kunstverein in Hamburg | Klosterwall 23 | 20095 Hamburg
- Kunstverein Hannover | Sophienstraße 2 | 30159 Hannover
- Hartware MedienKunstVerein (HMKV) | im Dortmunder U | Leonie-Reygers-Terrasse | 44137 Dortmund
- Frankfurter Kunstverein | Steinernes Haus am Römerberg | Markt 44 | 60311 Frankfurt/Main
Die Kunstaktion wird nicht von allen positiv aufgenommen. So schreibt Ex-Die Tödliche Doris Mitglied, Autor und Künstler Wolfgang Müller:
“Die Ähnlichkeit der Bücher(ein)sammlungen der Nazis zwecks ‘Recycling’ bieten dem ‘Betroffenen’ , ex-Bankvorstand und Hobby-Eugeniker wunderbares Material sich erneut den Medien als Opfer zu stilisieren. Statt nun seines ‘Man wird ja wohl noch sagen dürfen ‘ kann er jetzt bequem mit ‘ich bzw. meine Gedanken werden vernichtet!’ antanzen. Was für eine platte, eindimensionale Idee! (…) Aber es werden natürlich Massen von Lesern kommen, um reumütig unter Applaus der aufgeklärten Kunstszene ihr Exemplar den Flammen, äh dem Schredder zu übergeben.”
Wo fängt Recycling an, wo beginnt Zensur? Ist das Kunst oder kann das in die selbe Ecke die sie bekämpfen will? Und für manche Piraten noch die “brennende” Frage, ob man ein paar alte Emma Ausgaben hinzulegen darf?!
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Kunst bei den Simpsons
Die Simpsons haben offensichtliche und versteckte (pop-)kulturelle Referenzen zu Hauf, das weiß jeder. Aber dennoch ist es schön mal (alle) zitierten Kunstwerke in einer Galerie zu haben. Wie eben hier bei Complex. Hier z.B. “Jack in the Pulpit II” von Georgia O’Keefe:
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Beknackte Gitarreneffekt-Installation von David Byrne
Ich liebe die Talking Heads. David Byrne solo ist eher meh und David Byrnes künstlerische Installation hier ist ein absoluter Witz.
96 Effektpedale in Reihe, ein Amp und eine Gitarre. Jeder, der mal ein paar Effekte zu viel benutzte (Wink) weiß, dass so Sound ensteht. Ich hatte in meiner ersten Band mal nen Song wo ich eine Gitarre im Drop-D-Tuning mit zwei Verzerrerern, einem Tremolo und einem Phaser verband und fröhlich vor sich rumdudeln ließ, während ich auf einer anderen Gitarre weiterspielte. Das hat mehr Flair als der Quark hier. Er hätte sich ja wenigstens die Mühe machen können das Ganze begehbarer zu machen. So sieht das aus wie eine Werbeaktion von Boss. Genau so kreativ wie das Teil ist der Titel. “Guitar Pedals”, oh really?!
Interactive Guitar Pedal Art Installation — by David Byrne from Todo Mundo on Vimeo.
Ist das Kunst oder kann das weg?
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Gory Körperteil Backwerk (snsfw)
Oh boy. Mal so richtig schön an nem Fuß knabbern oder an der Gesichtshaut zutzeln? Kittiwat Unarrom, Kunststudent und Sohn eines Bäckers, macht es möglich. In Ratchaburi, Thailand backt er Leichenteile aus Brot die verdammt realistisch aber keinesfalls lecker aussehen. Füße, Arme, Köpfe, Torsi, alles was der Magen begehrt. Oder eben nicht und alles verdammt real aussehend. Wusste gar nicht, was man mit Brot so machen kann. All das gibt es in seiner Body Bakery. Unarrom selbst zu seiner Kunst:
“Of course, people were shocked and thought that I was mad when they saw the works. But once they knew the idea behind it, they understood and became interested in the work itself, instead of thinking that I am crazy.”
Und die Idee dahinter? Die ist mit einer simplen Botschaft verknüpft:
“When people see the bread, they don’t want to eat it. But when they taste it, it’s just normal bread. The lesson is ‘don’t judge just by outer appearances.”
Na dann, omnomnom!
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Happy #mettwoch: Mona Lisa aus Wurst

Aleksandr Solomko aus Russland hat 2008 aus 20kg Aufschnitt die Mona Lisa nachgelegt. Weil Wurst witzig ist. Andererseits hat das Zeug auch seine Tücken, der Künstler dazu:
(weiterlesen...)“The biggest trouble was to stick the sausages to the canvas. Gelatine turned out to be the best solution. It’s perfectly natural and doesn’t affect the taste. However, we had to rework some parts of the picture, when it started to darken after the meat spent some time in the air.”
Roman Opalka malte die Unendlichkeit
Roman Opalka war ein französisch-polnischer Maler, der am 6. August dieses Jahres verstarb. Im Mittelpunkt seiner Konzeptkunst stand die Zeitlichkeit. Mitte der 60er Jahre begann er sein Werk “1965 / 1 – ∞”, eine Arbeit die er bis zu seinem Lebensende weiterführen sollte. “1965 / 1 – ∞” wurde u. a. auf der “documenta 6″ 1977 in Kassel ausgestellt.
Die Wikipedia zu dem Werk:
(weiterlesen...)“Mit bloßem Augenmaß schrieb Opalka im Jahr 1965 mit titanweißer Farbe und dem kleinsten verfügbaren Pinsel auf dunklem Grund die Zahl ’1′ in die linke obere Ecke einer eigens dafür vorbereiteten Leinwand und begann so, nach der Gewohnheit unserer abendländischen Schrift von links nach rechts und weiter von oben nach unten in Richtung unendlich zu zählen. Die Größe der Schrift korrespondiert vor allem mit dem Ausmaß und der Beschaffenheit der Leinwand. Auf diese entscheidende Komponente – die einzelne Leinwand, die Opalka fortan gemäß seiner Konzeption als ‘Detail’ bezeichnet – legte der Künstler zu Beginn seines Vorhabens großen Wert. Nachdem er konstant gleich große Leinwände (196 x 135 cm) zunächst mit unverändert dunkelgrauem Grund benutzte, begann er, ab 1972 den Untergrund von ‘Detail’ zu ‘Detail’ durch die Zugabe von jeweils einem Prozent mehr Weiß aufzuhellen. Auf diese Weise gelang es ihm über das fortlaufende Zählen hinaus das progressive Moment seines künstlerischen Handelns zu verstärken: Nicht nur die Zahlwerte werden in Opalkas Werk immer höher, auch die Bilder werden immer heller.
[...]
Opalka taucht seinen Pinsel – er verwendet, wie erwähnt, stets den kleinsten im Künstlerbedarf erhältlichen Pinsel (Nr. 0) – nur ein, wenn er eine Zahl zu Ende geschrieben hat. Das Ende einer Zahl, das ist sozusagen der kleinste Einschnitt, an dem sich, wie der Künstler sagt, die eine gesteigerte ‘Spannung’ aufbaut. Weitere Einschnitte sind die letzte Zahl eines Tages, eines ‘Details’ oder auch eine besonders markante Zahl (z. B. 9999). Der benutzte Pinsel wird nach Abschluss des ‘Details’ mit der ersten und letzten jeweils damit ausgeführten Zahl gekennzeichnet und aufbewahrt. Er ist somit nicht ein bloßes Werkzeug, sondern bestimmter Bestandteil seines Lebenswerks. Opalka lebt mit seinem Werk: das erlaubt ihm keine langfristigen Unterbrechungen seiner Arbeit, genauso wie man das Leben ja nicht wirklich unterbrechen kann. Will der Künstler auf Reisen gehen, beendet er zunächst das ‘Detail’, an dem er gerade arbeitet und beginnt dann eine ebenfalls in der Größe festgelegte ‘Reisekarte’, die er seinerseits erst beendet, um wieder mit einem ‘Detail’ mit fortlaufender Zählung zu beginnen. Ansonsten sucht er die Nähe zu seinem Werk. Opalka trennt Atelier und Wohnort nicht. So bleibt sein Leben in größtmöglicher Übereinstimmung mit seinem Werk.”











