Musik
Siri findet Deinen Musikgeschmack scheiße…
“What can I help you with?”
“Play a good song”
“Sorry, I couldn’t find ‘a good song’ in your music.”
Meine Record Store Day Ausbeute
Ich war heute ziemlich fett shoppen beim Record Store Day. Hier stelle ich Euch meine Ausbeute vor. Platten von Jandek, Daniel Johnston, weezer und vielen mehr.
Record Store Day 2013 from Kotzendes Einhorn on Vimeo.
Weiterführende Links
- Record Store Day
- Alle exklusiven Releases zum Record Store Day
- Mehr zu Sixto Rodriguez beim Einhorn
- Mehr zum Space Duck Comic von Daniel Johnston
- Mehr zu Daniel Johnston beim Einhorn
- Egotronic und Frittenbude remixen Tocotronic
- Jandek on Corwood
A Band Called Death
Es gibt diese Bands die geil sind und zu wenige mitbekommen. Mutter zählen dazu, The Sound und eben auch Death. Nur, dass diese zwar in den 70ern gegründet wurden, bis vor kurzem aber lediglich eine 7inch veröffentlicht hatten. Es gab eigentlich kaum eine Möglichkeit diese Band zu hören. Über die Geschichte ihres nie (bzw. Jahrzehnte später) erschienenen Debütalbums habe ich in meiner Kolumne Not Available bei Jahrgangsgeräusche schon geschrieben.
Das Album kam nie raus, lediglich eine streng limitierte 7inch im Jahre 1976 und die Band war schnell vergessen. 2008 jedoch hörte Julian Hackney, Sohn eines der Bandmitglieder, Death auf einer Party in San Francisco, wo die Massen total steil auf die selbstveröffentlichte Single gingen:
“Er rief seinen Vater an, der nicht glauben konnte was er hörte. Nach einer Recherche via Google war klar, da waren nun Unmengen von Leuten, die Death als den heiligen Gral des Punks ansahen. Also kramten Bobby und Dennis – David verstarb 2000 an Lungenkrebs – die alten Bänder raus und mussten auch nicht lange warten. Robert Cole Manis, ein Plattensammler, stolperte über Berichte im Internet über die unglaubliche Geschichte und zögerte nicht. Manis stellte den Kontakt zu Drag City her, die dann die bisher unveröffentlichten Aufnahmen zu dem Debütalbum als ‘…For The Whole World To See’ [...] veröffentlichten.”
Die Geschichte der Band wurde nun in einer Dokumentation aufgearbeitet. Der Film “A Band Called Death”, der im Mai erscheint, ist für mich schon jetzt ein absolutes Must-See.
A Band Called Death Trailer from Monoduo Films on Vimeo.
Nach dem Klick noch ein Interview mit Death. (weiterlesen …)
Schallplattenhersteller übers Schallplattenmachen
Gerade stolperte ich über dieses Interview mit Holger Neumann, Chef Schallplattenherstellers Pallas. Ziemlich interessantes und langes Interview in dem in einem kleinen Video auch die Produktionsstätten gezeigt werden. Obwohl die Pallas GmbH auch CDs presst machen sie ihren meisten Umsatz mit Schallplatten, ziemlich erstaunlich. Auch wenn ich selbst Vinylfan bin frag ich mich oft warum eigentlich? Für Retrofeelings bin ich fast ein wenig zu jung. Aber eben nur fast. Als ich damals meine erste eigene Musik rausbrachte war auch gleich klar, dass es eine Vinylscheibe wird. Das ist jetzt fast 10 Jahre her und Vinyl gibt es noch immer. Und auch das nächste Album wird auf Vinyl erscheinen.
Laut Neumann hat sich das Vinyl als Premium-Produkt durchgesetzt. Der Käufer gibt gerne mehr aus.
For the Record wiederum ist eine Kurzdoku die perfekt zu dem Thema passt. Die Macher reisten durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und UK um Vinylherstellung zu dokumentieren. Hier wirkt der Ansatz ganz anders. Leidenschaftlicher. Natürlich geht es immernoch um ein elitäres Produkt, aber mehr mit einer DIY-Einstellung, einem Handwerk und Individualität. Vielleicht ist es auch das was die Schallplatte ausmacht.
For the record from NEKTAR on Vimeo.
Sixto Rodriguez – Der Star der nicht wusste, dass er ein Star war
Ich glaube es war der Gurkenkaiser der mir Sixto Rodriguez nahe legte. Rodriguez kennst du bisher, wie auch ich damals, wahrscheinlich nicht. Dabei ist er wirklich ein famoser Songwriter, der in den 70er Jahren zwei Alben veröffentlichte. Beide floppten und er zog sich aus dem Musikbiz zurück. In Südafrika allerdings wurde er ein Superstar. Sein Name wird dort in einem Zug mit den Beatles und den Stones genannt. Er war eine Ikone. Doch er bekam bis Ende der 90er davon gar nichts mit. Tantienem seiner mehrfachen Gold-Veröffentlichungen verschwanden und er lebte bescheiden und zurückgezogen in seiner Heimat Detroit.
Wiederum fast ein Jahrzehnt später wurde der Regisseur Malik Bendjelloul auf seine Geschichte aufmerksam und drehte einen Dokumentarfilm namens “Searching For Sugar Man”. Ohne Geld, zum Großen Teil mit einem iPhone und einer Super-8-App. Als das Geld ausging kam der Film über Umwege zum Sundance Festival und wurde dort ein Hit. Nun ist er sogar für einen Oscar nominiert und Rodriguez ist wieder gefragt. Hier gibt es einen hübschen kleinen Beitrag über Film und Story. Deswegen liebe ich Popkultur, weil sie aus Mythen bestehen. Aus Märchen und Geschichten und es ist verdammt egal wie wahr sie sind.
Hier findest Du ein Interview mit dem Regisseur. Nach dem Klick noch ein wenig Musik von Rodriguez. Ich hoffe das Geld kommt zu ihm, auch wenn es ihm wirklich nicht wichtig scheint. (weiterlesen …)
The Wub Machine – Dubstep Remix Maschine
The Wub Machine ist eine Webseite die automatisch Deine Songs remixed. Drei Genres stehen zur Auswahl: Dubstep, Electro House und Drum & Bass. Richtig überzeugen tut mich das Ergebnis nicht. Aber mein Buddy Lennart meinte, dass Du das Ganze wie ein Übersetzungsprogramm nutzen sollst. Da macht es ja auch mehr Spaß, wenn Du den selben Text fünfmal durchjagst. Also habe ich mein Instrumental “Schwarzer Schwan” einmal durch Dubstep, dann durch Drum&Bass und am Ende durch Electro House gejagt. Ergebnis: Wird immer hörbarer, tanzbarer aber auch prolliger und weiter vom Original entfernt. Lustige Spielerei. Hier meine Ergebnisse:
Bayerischer Rundfunk arbeitet an neuem Space Night Konzept
Gestern schrieb ich ja bereits darüber und hab dazu aufgefordert zum Erhalt der Sendung Musik zu spenden. In vielen Kommentaren gab es den berechtigten Einwurf, dass die öffentlichen Sendeanstalten doch wohl selbst dafür zahlen könnten. Schließlich bekommen sie dafür Geld – und das nicht zu knapp! Da habt Ihr definitiv Recht. Dennoch sollte bedacht werden, dass gerade solche Sendungen, die wir schätzen, bei Budgeteinsparungen eingestellt werden und wir dürfen die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass bei Gelingen (wovon ich zugegebenermaßen nicht ausgehe) bzw. genügend Öffentlichkeit die Vorteile von freier Kunst aufgezeigt werden. Es ist eine Möglichkeit zu zeigen warum Verwertungsgesellschaften Reformen brauchen.
Gegenüber Metronaut sagte mittlerweile BR-Pressesprecher Detlef Klusak:
“Das Bayerische Fernsehen arbeitet an einem neuen Konzept für die ‘Space Night’.”
Ob dabei freie Musik eine Rolle spielen wird ist unklar. Mehr vom Statement findet Ihr hier.
Kotzbröckchen vom 15.01.2013 mit ungewöhnlichen Musikveröffentlichungen, Mittelfinger, Zeitungskrise und einer Irrfahrt
10 ungewöhnliche Musikveröffentlichungen
Ich mag ja vor allem Platten die es gar nicht gibt. Darüber schrieb ich lange bei Jahrgangsgeräusche. Und auch in dieser Liste finden unveröffentlichte Werke von Prince und Brian Wilson. Am besten gefällt mir aber die 1inch Records der Hardcore Band Spazz. Weitere ungewöhnliche Releases findest Du hier.
Wie sich die Zeitungen als notwendige gemeinnützige Dienstleistung stilisieren
Peter Littger untersucht genau dieses Thema. Das Tammtamm gegen die GEZ, LSR und vieles andere passt da gut rein. Den Artikel “The public service business model dilemma for newspapers” gibt es bei The Media Briefing.
Mal eben 900 Meilen in die falsche Richtung fahren
Crazy, hat eine Belgierin geschafft. Fremdländische Straßenschilder konnten sie nicht davon abbringen ihrem GPS zu misstrauen. Erst in Zagreb kam ihr das seltsam vor.
Das erste Mittelfingerfoto der Welt
Charles Radbourn, du schlimmer Finger! 1885 zeigte er bei einem Fotoshoot dem Fotografen den Mittelfinger. Laut Retronaut die älteste bekannte Mittelfingeraufnahme.
Cruise soll Nummer 3 in Scientology sein
Ein neues Buch mit dem Titel “Going Clear: Scientology, Hollywood, and the Prison of Belief” stellt die Behauptung auf, dass Cruise nicht nur das bekannteste Mitglied von Scientology ist, sondern auch gleich auf Rang Drei der Scientologen überhaupt. Eine sehr interessante Zusammenfassung des Buches gibt es bei der New York Post. Hier ein Auszug:
“Cruise came to believe he had special powers, that he was more equipped to helping a woman suffering postpartum depression than the medical establishment, that addicts would be better off consulting him than in rehab.”
Das spielt natürlich auf den Zwischenfall mit Brooke Shields an. Übrigens, ganz oft wenn ich hier irgendwas über Scientology schreibe habe ich ziemlich gute SEO-optimierte Spam-Kommentare zu Pro-Scientology-Seiten im Filter. Religiöses Linkbuilding. Verrückt…
Das “Fresh Prince”-Theme in andere Sprachen übersetzt und dann wieder zurück ins Englische
Merry Indie Xmas – Fake-Weihnachtslieder von Deinen Lieblingsindiebands
Ich gebe es ja zu, ich habe selbst mal den ein oder anderen Weihnachtssong gemacht. Aber das hier ist ziemlich lustig. Animal New York haben doch tatsächlich ein ganzes Album mit diesen Fake-Christmas-Songs aufgenommen. Unglaublich was Adam Horne da zauberte. Songs im Stile von Beach House, Interpol und und und. Die Songs verdammt gut nachgemacht. Bon Iver z.B.: Großartig. Das ganze gibt es auf deren Seite anzuhören. Hier aber die Werbung zum Fake-Album.
Merry Indie X-Mas, A Very Cool Holiday Album From ANIMAL from ANIMALNewYork.com on Vimeo.
Da passt auch dazu, dass The xx doch tatsächlich Last Christmas coverten. Ist okay, aber ich bin auch kein großer xx-Fan.
Blog Of The Day: Tudalune
Ilja vertont als Tudalune Bilder. Jeden Tag nimmt er sich ein Foto oder ein Bild, das er im Netz findet, und schreibt dazu ein Instrumentalstück auf dem Klavier. Ist das jetzt synästhetisch oder Programmmusik? In jedem Fall eine schöne Idee. Seine bisherigen Werke findest Du hier.
(via Ju auf FB)












