Artikel über: Poesie

Einhorn Poesie für den Kühlschrank

Du kennst das, Du willst in Deiner verranzten Studenten-WG Poesie schaffen. Mit diesen magnetischen Worten auf dem Kühlschrank. Und dann gibt es Wörter wie mythisch, magisch und Einhorn nicht. Die meisten dieser Kühlschrankmagneten sind absolut nutzlos. Unbrauchbar. Nicht so das Unicorn Lover – Magnetic Poetry Kit. Da ist all das drinn was du brauchst. Yehhh!

Unicorn-Lover-Magnetic-Poetry

(via geekalerts)

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Von: Daniel • Tags:

The Works of the Earls of Rochester and Roscommon – Der Poesie Bestseller des 18. Jahrhunderts

Cabinet Of Love

1707 erschien “The Miscellaneous Works of the Right Honourable the Late Earls of Rochester And Roscommon” einer der Poesie-Bestseller des 18. Jahrhunderts. Noch im selben Jahr gab es eine zweite Auflage und 18 weitere sollten in dem Jahrhundert folgen.

Der Erfolg des Buches war lange ein Rätsel, handelte es sich doch schlicht um ein paar Gedichte. Doch erst dieses Jahrhundert kam Dr. Claudine van Hensbergen von der Oxford University auf die Idee das Buch auch mal zu lesen und entdeckte einen versteckten Anhang, der im Inhaltsverzeichnise nicht erwähnt wurde: “The Cabinet Of Love”.

Nun gut, so ganz richtig ist, natürlich war der versteckte Anhang schon lange bekannt, aber erst Dr. van Hensbergen stellte einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg des Buches und eben diesen 24 Seiten her.

Drei Gedichte beinhaltet “The Cabinet Of Love” und es geht nur um das eine. Richtig, Sex, und das für die damaligen Verhältnisse nicht ganz zimperlich. Man könnte sogar von Poetry-Porn sprechen.

Im ersten Gedicht “The Discovery” versteckt sich ein Mann im Schlafzimmer einer Frau und beobachtet sie beim onanieren mit einem Dildo und wird ganz.

The Discovery

Im zweiten Gedicht geht es um die Verbrennung von französischen Dildos und “The Delights of Venus”, das dritte Werk, ist ein bisserl Milf-Aufklärung wo eine verheiratete Frau ihren jungen Freund Wissenswertes über sexuelle Freuden lehrt.

In späteren Ausgaben fanden sich noch weiter Gedichte, wie z.B. eine Lobeshymne auf das Kondom:

“Happy the Man, who in his Pocket keeps/ [...] A well made Cundum – He, nor dreads the Ills/ Of Shankers or Cordee, or Bubos dire!”

Yep, keine Krankheiten und auch vor unerwarteten dicken Bäuchen wird gewarnt.

Und so scheint dieses kleine dreckige Geheimnis eben auch das des Erfolges von “The Works of the Earls of Rochester and Roscommon” zu sein. Hervorzuheben dabei ist, dass ernstzunehmende Poesie und sexuelle Reime hier gleichberechtigt nebeneinander stehen. Etwas was heute so nicht mehr vorstellbar wäre.

(via io9)

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Von: Daniel • Tags:

Robert Montgomery – Poesie auf Werbetafeln

Ohne es zu wissen hatte ich eine Arbeit von Robert Montgomery schonmal hier im Blog.
Auch wenn ich vieles von ihm Toll finde, ist einiges auch arg kitschig. Richtig gut ist er, wenn er sozialkritisch wird oder urbane Vereinsamung thematisiert. Mehr davon gibt es auf seiner Seite. In den Grundzügen erinnert mich sein Werk auch an Poetischen Terrorismus, nur dass er wahrscheinlich nicht illegal arbeitet. Ich will ja zum Release meiner kommenden Single eine Werbetafel mieten auf der lediglich der Titel steht “Diese Stadt ist ein Scheißdreck” – allerdings ist das doch relativ teuer. Ihr würdet wohl auch kaum dafür spenden, oder?

Mehr seiner Arbeit (auch das kitschige Zeug mit Engeln) gibt es auf seiner Seite. Und warum finde ich Geister weniger kitschig als Engel?!

[via MC Winkel]

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Von: Daniel • Tags:

Charles Bukowski – der vielleicht meistgeklaute Autor

Charles Bukowski ist so einer der Autoren, den wohl jeder Jugendliche mal liest. Sex, Saufen und Gewalt übertünchen die eigentlich doch offensichtliche Gesellschaftskritik. Und genau das macht Bukowski auch zu einem Schriftsteller, den man zweimal in seinem Leben in die Hand nehmen sollte. Das erste mal ist eben zur Pubertät, wo das eben schockt und wegen des offensichtlichen Outsidertums von Bukowskis autobiographisch geprägten Antihelden. Das zweite Mal, dann später, wo es immernoch schockt, man die Subebene allerdings besser zu schätzen weiß und natürlich immernoch wegen des Outsidertums.

Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth sagte 2006 im Spiegel mal, dass er der “in den USA vielleicht nicht berühmteste, doch in den Buchläden meistgeklaute Autor” sei.

1970 flog Bukowski nach Washington um vor den Studenten des Bellevue Community Colleges zu lesen. Es war erst seine vierte Lesung und sie wurde mitgefilmt. Bis in die späten 80er war das Material unbekannt. Leider ist die Qualität eher dürftig, aber die Audiospur ist solide und somit für jeden Fan interessant.

Noch mehr als für seine Prosa war Bukowski vielleicht für seine Poesie bekannt. Es gibt da z.B. auch einen wirklich schönen Band mit Illustrationen von Janosch, den Du eher wegen seiner Kindergeschichten kennst. Weihnachten 1990 bekam Bukowski einen Macintosh IIsi samt Laserdrucker von seiner Frau Linda geschenkt. Nach einer kurzen Einfindungsphase war er begeistert von dem Teil und schrieb die meisten seiner Gedichte auf dem Rechner. 1991 verdoppelte sich sein Output an Gedichten und er schrieb sogar eines über seinen Macintosh.

16-bit Intel 8088 chip

with an Apple Macintosh
you can’t run Radio Shack programs
in its disc drive.
nor can a Commodore 64
drive read a file
you have created on an
IBM Personal Computer.
both Kaypro and Osborne computers use
the CP/M operating system
but can’t read each other’s
handwriting
for they format (write
on) discs in different
ways.
the Tandy 2000 runs MS-DOS but
can’t use most programs produced for
the IBM Personal Computer
unless certain
bits and bytes are
altered
but the wind still blows over
Savannah
and in the Spring
the turkey buzzard struts and
flounces before his
hens.

– Charles Bukowski

16 Bit Bukowski

[via dangerous minds /interweb3000]

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Von: Daniel • Tags:

Kunst von Yevgeny Dobrovinsky – Natur mal anders

Mit einfachsten Mitteln zaubert der russische Künstler Yevgeny Dobrovinsky kleine skurrile Momente. Mal sind es Glasaugen, die er in der Natur verteilt, mal Damenslips. Mal stellt er Straßenschilder auf auf denen er prähistorische Kunst reproduiziert hat. Ich mag seine Ideen. Wirklich poetisch und lustig. Auf den ersten Blick mag das alles vielleicht naiv wirken, aber mich würde das Entdecken eines solchen Werkes im Alltag wirklich erfreuen und darum scheint es wohl zu gehen.

[via englisch russia]

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Von: Daniel • Tags:

Verschollenes Ted Hughes Gedicht wird veröffentlicht

Ted Hughes und Sylvia Plath

Ich bin riesiger Sylvia Plath Fan und habe mir erst letztens eine wunderbare Ausgabe von Ariel gekauft. In dem Buch wird die Urfassung von Ariel rekonstruiert, denn Plath plante den Gedichtband anders als ihr Mann Ted Hughes ihn dann tatsächlich nach ihrem Selbstmord veröffentlichte.
So gibt es also erstmals Übersetzungen von Gedichten, die den meisten deutschsprachigen Lesern unbekannt gewesen sein dürften. Besonders empfehlenswert ist die Ausgabe aber auch wegen des Vorworts von Plaths Tochter Frieda Hughes. Dort wird vor allem ihr Vater in Schutz genommen, der im Mythos Sylvia Plath ja immer das Arschloch war. Ich denke auch, dass da einiges überdramatisiert wurde.

Nun fand man in Hughes Aufzeichnungen, die dem British Museum vorlagen, ein lange verschollen geglaubtes Gedicht über den Tod seiner Frau. New Statesman haben das Gedicht “Last Letters” in ihrer aktuellen Printausgabe diese Woche veröffentlicht.

Hier ein schöner Beitrag über die Entdeckung:

Und hier die ersten Zeilen des Gedichts:

What happened that night, inside your hours
Is as unknown as if it never happened.
What accumulation of your whole life,
Like effort unconscious, like birth
Pushing through the membrane of each slow second
Into the next, happened
Only as if it could not happen
As if it was not happening.

Und am Ende noch ein Faksimile des ersten bekannten Entwurfs von “Last Letter”.

Last Letter by Ted Hughes

[via dangerous minds]

Update 10.10.10.:
Ich habe eine Seite gefunden auf der man das ganze Gedicht lesen kann.

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Von: Daniel • Tags:

An die Öpve

Einen öpvigen Abend wünsche ich!  Schön, an diesem tollen Blog mal nicht nur teilhaben, sondern auch teilnehmen zu dürfen. Da meine Einstand für die Gastbloggerwoche schon etwas Besonderes sein soll, habe ich mich mal zwei Stunden vom Internet abgenabelt, um das zu schreiben, was ihr nun weiter unten lesen könnt: eine Ode an die Öpve.

Es reitet spät durch Wind und Nacht
ein Einhorn. Was hast du gedacht?
Es reitet? Ja, es muss nichts tun.
Die Kraft der Öpve trägt es nun.

Drum Mensch, der du dich stets verhärmst -
sieh’ zu, dass du vom Einhorn lernst!
Und falls es sich beschwerlich lebt,
dann mach’, dass Öpve dich verklebt!

Die Öpve-Glitzersternenpracht,
sie soll dich tragen in der Nacht.
Und endet mal dein Lebenslauf,
dann löst du dich in Öpve auf.

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Von: Tobias • Tags: