Politik
Mixing Pop & Politics
Hier mein Vortrag von der Republica dieses Jahr. Ich fand mich ja unglaublich unstringent aber anscheinend war es gut. Bis ich mir das hier selbst reinziehe. Ich brauche da noch ein wenig Abstand zur Reflektion. Ich war uuuuuuunglaublich aufgeregt. Aber vorenthalten mag ich Euch das dennoch nicht.
Auch wenn ich unglaublich viel vergaß. Ich hoffe die Fragen am Ende reichten aus um unklare Punkte zu klären. Also bitte zum Ende anschauen.
Aber hey, ein blauer Anzug! So und jetzt alle Mimikry!
Besonders schön fand ich, dass Erika Steinbach auf Twitter reagierte und mir eine lange Leitung vorwarf. Dabei dachte ich, dass sie sich mit historischen Zusammenhängen auskenne. Da empfehle ich ihren Account und dann das. Tze… ich überlege sogar nächstes Jahr nur über sie zu sprechen. Sie ist der perfekteste Troll den ich kenne.
Blog Of The Day: Kleinerdrei
Kleinerdrei ist ein frisches Blog. Hat gerade mal zwei Posts und wird dennoch von mir empfohlen. Warum die Vorschusslorbeeren? Wegen der Beteiligten. Lucie und Hakan kenne ich persönlich und Map ist bestimmt auch vielen hier bekannt. Und wegen des Konzepts! Aber wieso rumlabern, wenn es eine Selbstvorstellung gibt?! Dort schreibt Anne:
“Ein Blog, in dem die Verhütungsmitteldebatte genauso stattfinden würde wie die Rezension unserer aktuellen Lieblingsserien. Von der Lobhudelei bis zum Rant. Wo Popkultur also neben gesellschaftspolitischen Themen ein Zuhause hat, wo Alltagsbeobachtungen, Medienkritik oder auch Literaturempfehlungen in Textform gegossen werden. Auf Deutsch, stets inklusive einer großen Portion Feminismus’ und Nerdigkeit. Der Name stammt, wie ihr vielleicht schon geahnt habt, vom Netzjargon für das Herzsymbol <3 und repräsentiert für uns damit das, worüber wir hier schreiben: Dinge, die uns am Herzen liegen."
Pop & Politics also. Genau das was ich auch mag. Ich bin sehr gespannt auf Kleinerdrei. Die ersten beiden Posts versprechen viel.
Was nach ACTA kommt…
ACTA ist tot, lang lebe…
Wer denkt, dass das mit den Kämpfen ums Netz vorbei ist, der irrt. So versucht die EU-Kommission scheinbar über Kanada Teile von ACTA zu etablieren. Das heißt dann CETA, kurz für Comprehensive Economic and Trade Agreement.
Weitere schöne Varianten und Schreckensszenarien die uns erwarten könnten heißen IPRED2, TPP, INDECT und INPoSec. Eine Übersicht über all diese “Nachfolger” gibt es bei Futurzone. Auch Zeit Online hat mit “Nach Acta ist vor Ceta” einen empfehlenswerten Artikel.
Re:publica 2012 – Revolution Action
Von den vielen Panels, die ich mir bisher tatsächlich auf der diesjährigen Re:publica ansah blieben bisher vor allem zwei im Gedächtnis hängen. Zum einen “Wie man die Welt verändert” mit Jonas Westphal Alvar Freude vom AK Zensur und Sonja Schünemann vom ZDF-Hauptstadtstudio.
Der andere Beitrag war “Digitale Gesellschaft e.V. – Was war. Was werden wird.” von Markus Beckedahl und Lavina Steiner. Gemein war beiden Vorträgen dei Frage wie man politischen Widerstand im Web überträgt.
Während bei Westphal, der auch zur Digitalen Gesellschaft gehört, über mögliche Lösungen (s.u.) diskutiert wurde, war der Hauptvortrag der Digitalen Gesellschaft mit ihren Kampagnen natürlich bereits weiter. Doch eines wird klar. Um Ziele zu erreichen muss man das Web selbstverständlich verlassen. From Clicktivsm zu Activism ist da natürlich ein klassischer Slogan. Proteste wie die gegen ACTA haben gezeigt, dass ein Übertrag auf die Straße durchaus möglich ist. Doch es geht auch im Kleineren. Ein schönes Projekt, welches Lavina vorstellte, war “Adoptier Deinen Abgeordneten”.
Personen werden Pate und werden von der Digitalen Gesellschaft sozusagen einem Abgeordneten vermittelt, den sie dann in netzpolitischen Themen betreuen. D.h. in direkten Kontakt mit ihm treten und das Gespräch suchen. Natürlich mit dem Ziel die eigene Position ihnen näher zu bringen zu Themen wie ACTA oder der Vorratsdatenspeicherung.
Auch der AK Zensur berichtete gestern, dass man die Effektivität eines direkten Gespräches mit einem Abgeordneten nicht unterschützen sollte und vor allem die Kontaktaufnahme einfacher ist als man sich das vorstellen mag.
Wie man mit einem Abgeordneten ins Gespräch tritt hat die Digitale Gesellschaft hier beispielhaft skizziert. Und besonders das Patenprojekt gefällt mir ausgesprochen gut.
Ich persönlich finde auch, dass man das Prinzip nicht nur auf netzpolitische Themen übertragen sollte. Es gibt ja genug anderes, wo sich Politiker eigentlich einschalten müssten. Mein letzter Kontaktversuch war zum Thema der “Homosexuellen Propaganda” in Russland. Okay, Formbrief hingeschickt. Formbrief zurück bekommen. Wohlmöglich lag aber genau darin der Fehler.
Und so wünsch ich mir manchmal einen übergreifenden Verein nach dem Vorbild der digitalen Gesellschaft. Einfach weil man selbst so oft ja gar nicht weiß was man tun kann und in seiner Ohnmacht dann eben ein Blog macht und rumkotzt.
Apropos rumkotzen. Ich hab ja jetzt länger nichts mehr über ACTA und Co. hier geschrieben. Aber das Thema ist, wie viele von Euch bestimmt wissen, noch nicht vom Tisch und deswegen geht es am 9. Juni wieder auf die Straße. Beckedahl zeigte in seinem Beitrag folgendes Video, was ich echt schön fand. Gleich in die Kinderfalle getappt, aber das ist halt auch echt moving.
Wir sehen uns dann da und derweil mach ich mir mal gedanke ob und wie man das Rumgerante sinnvoll nutzen kann. Wobei – und das sagte ich auch bei Westphal – ich Populismus, Polemik und eine gewisse Aggressivität durchaus angebracht finde. Weitere Ansätze findest Du in dem Foto da unten. Denn es ist schon so, dass man ab und an mit lautem Geschrei eben doch die Leute erreicht und vielleicht einen ersten Anreiz generiert sich mit einem Thema zu beschäftigen und aktiv zu werden.
Aber seien wir ehrlich, das überschätze ich dann wohl doch ein wenig. Whatever. Geht weiter.
Deutsche Bank gegen das Zentrum für politische Schönheit und die Schuld
Das Zentrum für politische Schönheit wurde mir von meinem Mitbewohner nahe gelegt. Ich kam noch nicht wirklich dazu mich damit auseinanderzusetzen. Seit kurzem geistert der Film “Schuld” durch einige Blogs und die Deutsche Bank fühlt sich diffarmiert. Jetzt will sie das Filmchen zensieren:
“Die Deutsche Bank hat angekündigt, Strafantrag wegen Verletzung des § 201 StGB zu stellen und den Film per 19.12.2011 zu verbieten. Der Leiter der Rechtsabteilung der Deutschen Bank fordert mit Schreiben vom 14. Dezember 2011, ‘die weitere Verbreitung und Vorführung des Interviews von Herrn Hartmann in dem Film zu unterlassen.’ Die Deutsche Bank behauptet, der Pressesprecher habe ein ‘vertrauliches Hintergrundgespräch zu Ihrer persönlichen Information’ geführt, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei. Der Kameramann des Films, Firas Sabbagh, erklärt: ‘Der Deutschen Bank ist peinlich, was ihr Pressesprecher gegenüber dem Zentrum für Politische Schönheit öffentlich erklärt hat. Frank Hartmann wurde darüber aufgeklärt, dass das Gespräch aufgezeichnet wird.’ – Auch die CSR-Abteilung der Deutschen Bank, aufgescheucht von der Passage, die nicht so recht ins Bild sozialer Verantwortung passen will, bot Gespräche an. Jetzt droht die Bank, sich an der Freiheit der Kunst zu schaffen zu machen.”
Die betreffende Stelle beginnt ab Minute 6:20:
Die Ironie ist doch dabei, dass Medienprofis noch nicht gelernt haben wie man in solchen Fällen damit umgehen kann. Das Vorgehen sorgt lediglich für den berühmten Streisand-Effekt. Aber wie wäre ein korrekter Umgang mit ungeliebten Aussagen im Netz?
Und wie pfiffig ist das denn bitte Kunst und Politik miteinander zu verknüpfen und sich dann auf die Freiheit der Kunst zu berufen? Ziemlich, oder?
ToT-Dialog Podcast mit mir
Kurz nach den Occupy-Protesten in Deutschland habe ich mich zum Podcast mit Riotburnz zusammen gesetzt. Am Ende haben wir drei Stunden über Gott und die Welt gequatscht. Es kann sein, dass ich an manchen Stellen ein wenig hochnäsig, unbedacht und vielleicht arrogant wirke. Aber hey, so bin ich. Nein, im Ernst bei manchen Passagen facepalme ich mich selbst. Alles in allem ist es ein interessanter Dialog mit Musik (drei bisher unveröffentlichte Songs werden gespielt), über Politik und Quark. Also genau so wie hier eigentlich, nur mit mehr Ehhh und Ähhh… dabei habe ich schon viel Kram rausgeschnitten.
Dennoch oder gerade deswegen: Hört Euch das an!
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Man hätte ja denken können…
…dass die etablierten Parteien sich ein bisschen was von den Piraten abschauen. Schließlich überraschte alle der Erfolg in Berlin. So sagte zum Beispiel Entwicklungsminister Dirk Niebel von der FDP, dass man von den Piraten lernen könne:
“Dabei müssen wir uns auch den Erfolg der sogenannten Piratenpartei hier in Berlin vor Augen führen. Die Freiheit des Individuums stand im Zentrum der Kampagne der Piraten.”
Und auch sonst stammelte so mancher Politiker ein “man-könne-ja-was-von-denen-lernen” hervor. Da lobe ich mir die CDU, die bleibt sich wenigstens treu. Siegfried Kauder verspricht ein 2-Strikes Modell, Merkel setzt sich für das Leistungsschutzrecht ein und nun noch dieses schöne Zitat von Mechthild Ross-Luttmann bei der Vorratsdatenspeicherungsdebatte im Bundestag:
“Es geht nicht darum, dass wir zu einem Überwachungsstaat werden, sondern lediglich darum, zu speichern, wer wann mit wem und wo telefoniert hat.”
Wunderbar! Ich find das toll, dass auf manche Dinge eben noch verlass ist!
Sexy Bundestag
Die Linke ist sexy oder so. So könnte man die bisherigen Ergebnisse von Sexy Bundestag zusammenfassen. Denn die ersten drei Plätze werden von den linken Polikerinnen Yvonne Ploetz, Nicole Gohlke und Sahra Wagenknecht belegt. The sexiest Man in the Bundestag gehört allerdings zur CDU/CSU Fraktion und heißt Dr. Patrick Sensburg.
Scheint so als würde das knuffige Lookism-Gemetzel hauptsächlich von Männern gespielt. Mädels, ran jetzt!
Ulkig auch, dass man sich schnell an echte Wahlen erinnert fühlt, wo man zwischen zwei Übeln entscheiden muss. Aber hey, schlagt mich für meine Oberflächlichkeit! Schlagt mich fest, bitte!
Real Life Human Centipede
“The Human Centipede” ist ein niederländischer Horrorfilm von Tom Six aus dem Jahre 2009. In dem wirklich sicken Film näht ein Dr. Heiter diverse Entführungsopfer an Mund und After zusammen. Muss man nicht wirklich gesehen haben. Vor allem weil wir das Resultat ja eh alltäglich vorgesetzt bekommen wie diese Zeichnung uns zeigt:









