Artikel über: Protest
Anti-SOPA/ACTA am Mittwoch
Auch wenn SOPA in der aktuellen Version scheinbar vom Tisch ist, beteilige ich mich am Blackout am Mittwoch und schalte das Einhorn ab.
Nicht nur wegen SOPA, auch wegen ACTA, wegen Urheberrecht und Datenschutz, wegen Leistungsschutzrecht und all dem Zeug was politisch in Zukunft so nicht mehr tragbar sein darf.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin für Urheberrecht und Datenschutz, aber so wie die Gesetze derzeit sind ist das einfach nur altbackend. Es gibt viel zu tun. Beschäftigt Euch damit!
Weiterlesen:
Warum der Kampf um die Internetfreiheit weitergeht
SOPA kurz erklärt
SOPA vorerst auf Eis gelegt – nun kommt STOP PIPA und ACTA
LEGO Set für zvilen Ungehorsam
Nachdem der Protester schon Times Person Of The Year wurde, gibt es nun das passende LEGO Spielset dazu. Schöne Arbeit von SlateV.
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K♥tzbröckchen 10.12. – 16.12.
Kotzbröckchen, die bunten Links der Woche. Zündet ne Kerze für mich an!
Rot – Person des Jahres:
Times Person Of The Year ist der Protester.
“No one could have known that when a Tunisian fruit vendor set himself on fire in a public square, it would incite protests that would topple dictators and start a global wave of dissent. In 2011, protesters didn’t just voice their complaints; they changed the world.”
Orange – Stop Online Piracy Act:
Stop Online Piracy Act, auch als SOPA bekannt, gefährdet das freie Netz. Genaugenommen kann man es sogar Zensur nennen. Nicht nur Bürgerrechtler und Journalisten gehen auf die Barrikaden, auch große Firmen. Hier die Statements von Tumblr, Wikipedia, Google, Ebay und Co. (PDF)
(Danke Hakan)
Gelb – Douglas Coupland im Interview:
Der Autor Douglas Coupland, bekannt durch “Generation X”, im Interview mit der Zeit über Zukunft, Technik und Kram:
“Ich bin sehr neugierig auf die Welt in 100 Jahren, und es nervt mich extrem, dass ich sie nicht mehr erleben werde. Die Frage ist, ob der technologische Fortschritt in einer säkularen oder einer religiösen Welt mündet.”
Grün – Abgeordnetenwatch, Schröder und der deutsche Engagementpreis:
Hellblau – Veganer Spitzenkoch trifft auf Beef-Chefredakteur:
Moschinski, veganer Spitzenkoch, stellte den Konsum von Tierprodukten ein. Spielhagen, Chefredakteur des Magazins „Beef!““ hingegen isst weiterhin sehr gerne Fleisch – so lange die Qualität stimmt.
Die beiden sind zu Gast bei log in.
Indigo – Die grausamsten, umweltfeindlichsten Filmdrehs aller Zeiten:
Wald abfackeln, Strand zerstören, Pferde killen? Alles im Namen des Films. Cracked haben die 5 Most Horrifyingly Wasteful Film Shoots zusammengetragen. Gruselig!
Violett – Expendables 2 Trailer:
Ich mochte den ersten Teil. So eintypischer 80ies Testesteron-Baller-Action-Knaller, der einfach unterhaltsam war. Teil 2 hat jetzt seinen Trailer bekommen:
Da will man doch mit nem Regenschirm im Anschlag Maschinengewehrgeräusche nachmachen!
Kuchen für alle – Gleich demonstrieren
Ich hab nachgedacht. Wie ihr bestimmt mitbekommen habt halte ich recht viel von der Occupy-Bewegung, aber sehe schon überall die Fehler, die offensichtlich waren. Es werden einfach die Slogans und Inhalte übertragen, genau wie damals bei Spanien.
99%? Nö, in Deutschland sollte man lieber von 90% reden. Das ändert aber nichts daran, dass die Schere zwischen Arm & Reich immer größer wird. Vor 20 Jahren gehörten noch zwei Drittel der Bevölkerung der Mittelschicht an, heute sind es gerade einmal knapp über 50%. Millionäre müssen dagegen weniger Steuern zahlen (34% im Verlgeich zu 53%).
Apropos Millionäre. Es kann nicht angehen, dass Leute wie Josef Ackermann über die Streichung von 6000 Stellen entscheiden und dafür 1,15 Millionen Euro im Jahr erhalten. Die angeblich bis zu 10 Millionen Euro Bonuszahlungen im Jahr nicht mitgerechnet.
Oder ein Wendelin Wiedeking, der die unglaubliche Summe von 77,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007/2008 vom Porsche-Konzern erhielt.
Doch Du musst gar nicht nach ganz oben schauen. Schau Dir doch einfach Politiker an. Bundestagsabgeordnete bekommen monatlich ca. 10.000 Euro als Unabhängigkeit sichernde Entschädigung für Volksvertreter gemäß Artikel 48 Abs. 3 des Grundgesetzes. 10.000 Euro! Und was tun sie damit? Sie besorgen sich Nebenverdienste in der Wirtschaft und wollen diese nicht offen legen, da “Parlamentarismus und Lobbyismus untrennbar miteinander verbunden sei” (sinngemäßes Zitat von CDU-Liebling Kauder).
Und dann entscheiden Leute wie von der Leyen, die ca. 16.000 Euro im Monat verdient über das Schicksal von Hartz IV Empfängern. Immerhin. Genau so wenig wie eine von der Leyen sich vorstellen kann von Hartz IV leben zu müssen können sich die 6,6% Arbeitslosen vorstellen 16.000 Euro zu bekommen. Eine Gemeinsamkeit, juhu!
Ich habe nichts gegen Geld, ich bin auch kein Antikapitalist. Ich arbeite gern und hart und verdiene gerne welches und ich finde es auch angebracht, dass man sich einen höheren Verdienst erarbeiten kann.
Doch ich bin für Gemäßigkeit, für Verhältnisse die nicht die Schamlosigkeit in alle Richtungen auskotzen. Ich bin dafür, dass jeder etwas vom Kuchen haben sollte.
Und bevor ich Themen wie den Staatstrojaner, die Vorratsdatenspeicherung und 1000 weitere raushole und noch weiter abkotze höre ich auf. Stattdessen gehe ich jetzt auf die Straße. Nicht wegen so nem Shit wie Anon oder Echte Demokratie jetzt. Nicht wegen irgendwelcher Bewegungen, sondern für mich, weil mich solche Sachen die ich jetzt schrieb aufregen.
Hier findest Du alle Termine und Städte.
(Danke u.a. an Milena)
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Occupy Wall Street
Ich bin ziemlich spät dran mit diesem Thema. Zwar berichtete ich über die Wall Street-Besetzung bereits letzten Sonntag. Aber sonst habe ich dem Thema viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Daher kommt hier jetzt ein Sammelpost den ich regelmäßig updaten werde…
Kurz worum es geht: Seit vorletztem Samstag kampieren 1000 bis 5000 Menschen auf der Wall Street. Diverse Organisationen, darunter Adbusters und Anonymous, taten sich unter dem Motto “Occupy Wall Street” zusammen und sahen sich immer wieder Repressalien der Polizei ausgesetzt.
“Wir sind die 99 Prozent” lautet ein anderer Slogan und spielt darauf an, dass die Kluft zwischen Arm (99%) und Reich (1%) immer größer würde. Gegen die Finanzmärkte, die endlich Verantwortung für die Krise übernehmen sollen.
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Gewinn einen Leopard Panzer – Falsches MG auf der Warschauer Brücke
Die Polizei hat auf der Warschauer Bruecke in Berlin Friedrichshain ein aufgestelltes Maschienengewehr sichergestellt.Das Gewehr (Typ M 16) mit Zielfernrohr, 50 Patronen, war Richtung Ostbahnhof aufgestellt und auf einem Stativ befestigt. Die Polizei ging vorerst davon aus, dass die Attrappe im Wert von 10 Euro echt wäre.
Daneben Banner mit den Sprüchen “Let´s shoot the freaks! Win a full leopard 2A7+ Tank!!”. Protest gegen den Plan der Bundesregierung 200 Kampfpanzer nach Saudi Arabien zu liefern.
Die Urheber zu ihrer Aktion:
(weiterlesen...)“‘Waffenstand’ 10.7.2011
Das Kunstprojekt ‘Waffenstand’ auf der Warschauer Brücke beschäftigt sich mit der geplanten Waffenlieferung von 200 Leopard A2-7+ an Saudi-Arabien durch die Deutsche Bundesregierung und die damit verbundene Befürchtung diese Waffen könnten zum Einsatz gegen Regimegegner kommen. Die Erfahrung zeigt, daß derartige Waffensysteme von den belieferten Regierungen häufig zunächst am innenpolitischen Gegner ausprobiert und dann meist für den aussenpolitischen Feind ihre ganze tödliche Tragweite entwickeln. Nachdem bis heute andauernden Fiasko des Iraks, der über Jahrzehnte durch westliche Waffenlieferungen zur 5.-stärksten Armee der Welt hochgerüstet wurde und während dieser Zeit nicht nur die ungeliebte Zivilbevölkerung Kurdistans deutlich dezimiert, sondern auch noch 2 brutale Kriege mit seinen Nachbarstaaten angezettelt hat, fragt man sich, warum überhaupt noch Waffenlieferungen ins Ausland erfolgen, denn stets wenden sich die waffentechnischen Ziehsöhne plötzlich im Brutusakt gegen ihre früheren Ausstatter.
Dafür gibt es einen einfachen Grund: – Waffen wollen ausprobiert und getestet werden und schliessendlich will man ja nicht nur sein Geld rausschmeissen für ein paar milliardenschwere Wüstenstaubfänger – sondern so ein Leopard soll sich ja seinen Unterhalt von 1160 Liter Super täglich auch irgendwann verdienen, auch eine Waffe will sich amortisieren – was liegt da mehr auf der Hand als sie zu benutzen??
Der Bundesregierung sei dies ein Beispiel – wenn wir schon erfolgreich exklusive Waffensysteme ins weitentfernte und krisengebeutelte Ausland verkaufen – was liegt da näher als sich endlich auch heimische Märkte zu erschliessen?? Warum in die Ferne schweifen, wenn das Geblute so nah liegen kann? Wir alle wissen, Deutschland hat ein akutes Sicherheitsproblem (Al Qaida, BND-Zentrale, Guido Westerwelle) und es bedarf eigentlich nur einer gutausgerüsteten Bevölkerung die endlich diese leidliche innenpolitische Oppositionsbewegung ein wenig in ihre Schranken schiesst und ist alles wieder in Ordnung. Waffen für alle – was für Wüstenfüchse gut genug ist, ist uns nur Recht und billig – eine originalgetreue Softair-M16-Attrappe wie diese gibt auf dem polnischen Grenzmarkt schon ab 20 Euro und ist legal und ohne Altersnachweiss nach good old Germany einzuführen. Statt irgendwelcher jetzt-noch-Freunde-und-bald-Diktatoren sollten wir endlich anfangen die eigene Bevölkerung aufzurüsten, denn seit über 60 Jahren hatten wir kein anständiges Blutvergiessen mehr auf eigenen Boden, immer nur im Ausland – Schuld daran sind nur diese Friedensfuzzies und linken Steineschmeisser – Let´s shoot the freaks! Win a full leopard 2A7+ Tank!! Und dann wird endlich auch eine gutausgerüstete MG-Stellung auf der Warschauer Brücke kein Befremden mehr auslösen, sondern ganz normal sein wie der Geruch von Napalm am Morgen…
Wir hoffen beim geneigten Leser auf das Verständnis von Sarkasmus und Ironie – natürlich wendet sich diese Aktion deutlich gegen den Waffenhandel mit den Saudis oder eine Bewaffnung der Zivilbevölkerung egal wo auf der Welt!”
Sukey – Die App für den gewaltlosen Protest

Viele Leute aus Stuttgart haben es am eigenen Leib erfahren müssen. Gewaltloser Protest heißt manchmal, dass man den Gewaltbereiten besser nicht begegnet. Die App Sukey hilft Dir dabei Gewalt aus dem Weg zu gehen. Morgen geht die erste Version von Sukey als App (für z.B. iPhones und Android) und als SMS-Service an den Start.
Allerdings ist die erste Version vorerst nur für London gedacht. Sukey 2 soll es dann für ganz England geben. Beim Release der zweiten Version wird der Code für die Version 1 offen sein, so dass man hoffentlich davon ausgehen kann, dass es Sukey auch bald für Dein Land gibt.
Wie die App funktioniert siehst Du in diesem Tutorial.
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Manchmal reicht ein Bild…
…und man denkt: “Yeah, so scheiße ist die Welt doch gar nicht.”

Birdie liest Joe. My. God., wo ich das Bild auch fand.
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Politisches Gärtnern

Alles grau und trist, da kann man natürlich zur Sprühdose greifen. Oder auch zu ein paar Pflanzensamen. Das nennt man dann Guerilla-Gardening und hat viel mehr Sinn als die bloße Verschönerung der eigenen Umwelt und Begrünung der Städte. Natürlich hat das illegale Anpflanzen eine politische Dimension und demonstriert zu allererst zivilen Ungehorsam.
Gleichzeitig kann man aber mit dem Pflanzen an sich protestieren. Blumen in Formen anordnen, Samenbomben auf Felder mit genmanipulierten Pflanzen werfen oder Dornenbusche auf Goldplätzen seien da erwähnt.
Begonnen hat das ganze wahrscheinlich in den 70er Jahren. 1973 wurden die New Yorker Green Guerillas um Liz Christy erstmals aktiv und annektierten ein heruntergekommenes Privatgrundstück welches sie bepflanzten. Mit Erfolg: Mittlerweile wird die Grünfläche als Park von der Stadt geschützt.
Am 1. Mai 2000 bewaffneten sich Globalisierungskritiker, Anarchisten und Umweltaktivisten mit Spaten, Schippen und Muttererde um auf einer Rasenfläche direkt auf dem Parliament Square einen temporären Garten anzulegen. Organisiert wurde die Aktion von “Reclaim The Streets” deren Ziel es ist öffentliche Plätze für die Gemeinschaft zu erobern. Einzig allein ein britischer Ex-Soldat, der einer Winston Churchill Statue einen Iro aus Rollrasen verpasste, musste eine Geldstrafe wegen Vandalismus bezahlen.
Durch die öffentliche Berichterstattung wurde das Prinzip des Guerilla Gardening nun bekannter und verbreitete sich.
Eine andere Form der politischen Gärtnerei sind Gemeinschaftsgärten bzw. das Community Gardening. Ella von der Haide widmete dem Thema bereits drei Dokumentarfilme (I, II, III) in denen sie Gemeinschäfstgärten aus aller Welt vorstellt. Nicht nur für sie, sondern für die Gärtner selbst, steht hierbei auch ein politisches Anliegen im Vordergrund. So wählte sie nicht umsonst den Titel “Eine andere Welt ist pflanzbar”.
Es geht eben nicht nur ums Gärtnern, “sondern darum, in alternativen Projekten weltweit jenseits des globalen Neoliberalismus selbständig und kollektiv die Umwelt und die Gesellschaft zu gestalten.”
Weiterführende Links:
Bilder von der Reclaim The Streets Aktion am 1. Mai 2000 in London
Community Gardening [Wikipedia]
Grüne Welle
The Guerilla Gardening Homepage
Pothole Gardens von Pete Dungey







