Artikel über: Protest

Anti-SOPA/ACTA am Mittwoch

Auch wenn SOPA in der aktuellen Version scheinbar vom Tisch ist, beteilige ich mich am Blackout am Mittwoch und schalte das Einhorn ab.

Nicht nur wegen SOPA, auch wegen ACTA, wegen Urheberrecht und Datenschutz, wegen Leistungsschutzrecht und all dem Zeug was politisch in Zukunft so nicht mehr tragbar sein darf.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin für Urheberrecht und Datenschutz, aber so wie die Gesetze derzeit sind ist das einfach nur altbackend. Es gibt viel zu tun. Beschäftigt Euch damit!

Weiterlesen:
Warum der Kampf um die Internetfreiheit weitergeht
SOPA kurz erklärt
SOPA vorerst auf Eis gelegt – nun kommt STOP PIPA und ACTA

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Von: Daniel • Tags:

LEGO Set für zvilen Ungehorsam

Nachdem der Protester schon Times Person Of The Year wurde, gibt es nun das passende LEGO Spielset dazu. Schöne Arbeit von SlateV.

(via max)

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Von: Daniel • Tags:

K♥tzbröckchen 10.12. – 16.12.

Kotzbröckchen, die bunten Links der Woche. Zündet ne Kerze für mich an!

Rot – Person des Jahres:

Times Person Of The Year ist der Protester.

Times Person Of The Year 2011: Protester

“No one could have known that when a Tunisian fruit vendor set himself on fire in a public square, it would incite protests that would topple dictators and start a global wave of dissent. In 2011, protesters didn’t just voice their complaints; they changed the world.”

(via ronny)

Orange – Stop Online Piracy Act:

Stop Online Piracy Act, auch als SOPA bekannt, gefährdet das freie Netz. Genaugenommen kann man es sogar Zensur nennen. Nicht nur Bürgerrechtler und Journalisten gehen auf die Barrikaden, auch große Firmen. Hier die Statements von Tumblr, Wikipedia, Google, Ebay und Co. (PDF)
(Danke Hakan)

Gelb – Douglas Coupland im Interview:

Der Autor Douglas Coupland, bekannt durch “Generation X”, im Interview mit der Zeit über Zukunft, Technik und Kram:

“Ich bin sehr neugierig auf die Welt in 100 Jahren, und es nervt mich extrem, dass ich sie nicht mehr erleben werde. Die Frage ist, ob der technologische Fortschritt in einer säkularen oder einer religiösen Welt mündet.”

Grün – Abgeordnetenwatch, Schröder und der deutsche Engagementpreis:

Hellblau – Veganer Spitzenkoch trifft auf Beef-Chefredakteur:

Moschinski, veganer Spitzenkoch, stellte den Konsum von Tierprodukten ein. Spielhagen, Chefredakteur des Magazins „Beef!““ hingegen isst weiterhin sehr gerne Fleisch – so lange die Qualität stimmt.
Die beiden sind zu Gast bei log in.

Indigo – Die grausamsten, umweltfeindlichsten Filmdrehs aller Zeiten:

Wald abfackeln, Strand zerstören, Pferde killen? Alles im Namen des Films. Cracked haben die 5 Most Horrifyingly Wasteful Film Shoots zusammengetragen. Gruselig!

Violett – Expendables 2 Trailer:

Ich mochte den ersten Teil. So eintypischer 80ies Testesteron-Baller-Action-Knaller, der einfach unterhaltsam war. Teil 2 hat jetzt seinen Trailer bekommen:

Da will man doch mit nem Regenschirm im Anschlag Maschinengewehrgeräusche nachmachen!

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Von: Daniel • Tags:

Kuchen für alle – Gleich demonstrieren

Kuchen für Alle

Ich hab nachgedacht. Wie ihr bestimmt mitbekommen habt halte ich recht viel von der Occupy-Bewegung, aber sehe schon überall die Fehler, die offensichtlich waren. Es werden einfach die Slogans und Inhalte übertragen, genau wie damals bei Spanien.

99%? Nö, in Deutschland sollte man lieber von 90% reden. Das ändert aber nichts daran, dass die Schere zwischen Arm & Reich immer größer wird. Vor 20 Jahren gehörten noch zwei Drittel der Bevölkerung der Mittelschicht an, heute sind es gerade einmal knapp über 50%. Millionäre müssen dagegen weniger Steuern zahlen (34% im Verlgeich zu 53%).

Apropos Millionäre. Es kann nicht angehen, dass Leute wie Josef Ackermann über die Streichung von 6000 Stellen entscheiden und dafür 1,15 Millionen Euro im Jahr erhalten. Die angeblich bis zu 10 Millionen Euro Bonuszahlungen im Jahr nicht mitgerechnet.

Oder ein Wendelin Wiedeking, der die unglaubliche Summe von 77,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007/2008 vom Porsche-Konzern erhielt.

Doch Du musst gar nicht nach ganz oben schauen. Schau Dir doch einfach Politiker an. Bundestagsabgeordnete bekommen monatlich ca. 10.000 Euro als Unabhängigkeit sichernde Entschädigung für Volksvertreter gemäß Artikel 48 Abs. 3 des Grundgesetzes. 10.000 Euro! Und was tun sie damit? Sie besorgen sich Nebenverdienste in der Wirtschaft und wollen diese nicht offen legen, da “Parlamentarismus und Lobbyismus untrennbar miteinander verbunden sei” (sinngemäßes Zitat von CDU-Liebling Kauder).

Und dann entscheiden Leute wie von der Leyen, die ca. 16.000 Euro im Monat verdient über das Schicksal von Hartz IV Empfängern. Immerhin. Genau so wenig wie eine von der Leyen sich vorstellen kann von Hartz IV leben zu müssen können sich die 6,6% Arbeitslosen vorstellen 16.000 Euro zu bekommen. Eine Gemeinsamkeit, juhu!

Ich habe nichts gegen Geld, ich bin auch kein Antikapitalist. Ich arbeite gern und hart und verdiene gerne welches und ich finde es auch angebracht, dass man sich einen höheren Verdienst erarbeiten kann.

Doch ich bin für Gemäßigkeit, für Verhältnisse die nicht die Schamlosigkeit in alle Richtungen auskotzen. Ich bin dafür, dass jeder etwas vom Kuchen haben sollte.

Und bevor ich Themen wie den Staatstrojaner, die Vorratsdatenspeicherung und 1000 weitere raushole und noch weiter abkotze höre ich auf. Stattdessen gehe ich jetzt auf die Straße. Nicht wegen so nem Shit wie Anon oder Echte Demokratie jetzt. Nicht wegen irgendwelcher Bewegungen, sondern für mich, weil mich solche Sachen die ich jetzt schrieb aufregen.

Hier findest Du alle Termine und Städte.

(Danke u.a. an Milena)

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Von: Daniel • Tags:

Occupy Wall Street

Occupy Wall Street

Ich bin ziemlich spät dran mit diesem Thema. Zwar berichtete ich über die Wall Street-Besetzung bereits letzten Sonntag. Aber sonst habe ich dem Thema viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Daher kommt hier jetzt ein Sammelpost den ich regelmäßig updaten werde…

Kurz worum es geht: Seit vorletztem Samstag kampieren 1000 bis 5000 Menschen auf der Wall Street. Diverse Organisationen, darunter Adbusters und Anonymous, taten sich unter dem Motto “Occupy Wall Street” zusammen und sahen sich immer wieder Repressalien der Polizei ausgesetzt.

“Wir sind die 99 Prozent” lautet ein anderer Slogan und spielt darauf an, dass die Kluft zwischen Arm (99%) und Reich (1%) immer größer würde. Gegen die Finanzmärkte, die endlich Verantwortung für die Krise übernehmen sollen.
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Von: Daniel • Tags:

Ge­winn einen Leo­pard Pan­zer – Falsches MG auf der Warschauer Brücke

Falsches MG auf der Warschauer BrückeDie Po­li­zei hat auf der War­schau­er Bru­ecke in Ber­lin Fried­richs­hain ein auf­ge­stell­tes Ma­schie­nen­ge­wehr si­cher­ge­stellt.Das Ge­wehr (Typ M 16) mit Ziel­fern­rohr, 50 Pa­tro­nen, war Rich­tung Ost­bahn­hof auf­ge­stellt und auf einem Sta­tiv be­fes­tigt. Die Polizei ging vorerst davon aus, dass die Attrappe im Wert von 10 Euro echt wäre.

Da­ne­ben Ban­ner mit den Sprü­chen “Let´s shoot the freaks! Win a full leo­pard 2A7+ Tank!!”. Pro­test gegen den Plan der Bun­des­re­gie­rung 200 Kampf­pan­zer nach Saudi Ara­bi­en zu lie­fern.

Die Urheber zu ihrer Aktion:

“‘Waf­fen­stand’ 10.​7.​2011

Das Kunst­pro­jekt ‘Waf­fen­stand’ auf der War­schau­er Brü­cke be­schäf­tigt sich mit der ge­plan­ten Waf­fen­lie­fe­rung von 200 Leo­pard A2-7+ an Sau­di-​Ara­bi­en durch die Deut­sche Bun­des­re­gie­rung und die damit ver­bun­de­ne Be­fürch­tung diese Waf­fen könn­ten zum Ein­satz gegen Re­gime­geg­ner kom­men. Die Er­fah­rung zeigt, daß der­ar­ti­ge Waf­fen­sys­te­me von den be­lie­fer­ten Re­gie­run­gen häu­fig zu­nächst am in­nen­po­li­ti­schen Geg­ner aus­pro­biert und dann meist für den aus­sen­po­li­ti­schen Feind ihre ganze töd­li­che Trag­wei­te ent­wi­ckeln. Nach­dem bis heute an­dau­ern­den Fi­as­ko des Iraks, der über Jahr­zehn­te durch west­li­che Waf­fen­lie­fe­run­gen zur 5.-​stärks­ten Armee der Welt hoch­ge­rüs­tet wurde und wäh­rend die­ser Zeit nicht nur die un­ge­lieb­te Zi­vil­be­völ­ke­rung Kur­dis­tans deut­lich de­zi­miert, son­dern auch noch 2 bru­ta­le Krie­ge mit sei­nen Nach­bar­staa­ten an­ge­zet­telt hat, fragt man sich, warum über­haupt noch Waf­fen­lie­fe­run­gen ins Aus­land er­fol­gen, denn stets wen­den sich die waf­fen­tech­ni­schen Zieh­söh­ne plötz­lich im Bru­tus­akt gegen ihre frü­he­ren Aus­stat­ter.

Dafür gibt es einen ein­fa­chen Grund: – Waf­fen wol­len aus­pro­biert und ge­tes­tet wer­den und schliessend­lich will man ja nicht nur sein Geld raus­schmeis­sen für ein paar mil­li­ar­den­schwe­re Wüs­ten­staub­fän­ger – son­dern so ein Leo­pard soll sich ja sei­nen Un­ter­halt von 1160 Liter Super täg­lich auch ir­gend­wann ver­die­nen, auch eine Waffe will sich amor­ti­sie­ren – was liegt da mehr auf der Hand als sie zu be­nut­zen??

Der Bun­des­re­gie­rung sei dies ein Bei­spiel – wenn wir schon er­folg­reich ex­klu­si­ve Waf­fen­sys­te­me ins wei­tent­fern­te und kri­sen­ge­beu­tel­te Aus­land ver­kau­fen – was liegt da näher als sich end­lich auch hei­mi­sche Märk­te zu er­schlies­sen?? Warum in die Ferne schwei­fen, wenn das Ge­blu­te so nah lie­gen kann? Wir alle wis­sen, Deutsch­land hat ein aku­tes Si­cher­heits­pro­blem (Al Qaida, BND-​Zen­tra­le, Guido Wes­ter­wel­le) und es be­darf ei­gent­lich nur einer gut­aus­ge­rüs­te­ten Be­völ­ke­rung die end­lich diese leid­li­che in­nen­po­li­ti­sche Op­po­si­ti­ons­be­we­gung ein wenig in ihre Schran­ken schiesst und ist alles wie­der in Ord­nung. Waf­fen für alle – was für Wüs­ten­füch­se gut genug ist, ist uns nur Recht und bil­lig – eine ori­gi­nal­ge­treue Sof­tair-​M16-​At­trap­pe wie diese gibt auf dem pol­ni­schen Grenz­markt schon ab 20 Euro und ist legal und ohne Al­ters­nach­weiss nach good old Ger­ma­ny ein­zu­füh­ren. Statt ir­gend­wel­cher jetzt-​noch-​Freun­de-​und-​bald-​Dik­ta­to­ren soll­ten wir end­lich an­fan­gen die ei­ge­ne Be­völ­ke­rung auf­zu­rüs­ten, denn seit über 60 Jah­ren hat­ten wir kein an­stän­di­ges Blut­ver­gies­sen mehr auf ei­ge­nen Boden, immer nur im Aus­land – Schuld daran sind nur diese Frie­dens­fuz­zi­es und lin­ken Stei­ne­schmeis­ser – Let´s shoot the freaks! Win a full leo­pard 2A7+ Tank!! Und dann wird end­lich auch eine gut­aus­ge­rüs­te­te MG-​Stel­lung auf der War­schau­er Brü­cke kein Be­frem­den mehr aus­lö­sen, son­dern ganz nor­mal sein wie der Ge­ruch von Na­palm am Mor­gen…

Wir hof­fen beim ge­neig­ten Leser auf das Ver­ständ­nis von Sar­kas­mus und Iro­nie – na­tür­lich wen­det sich diese Ak­ti­on deut­lich gegen den Waf­fen­han­del mit den Sau­dis oder eine Be­waff­nung der Zi­vil­be­völ­ke­rung egal wo auf der Welt!”

[via Berlin Streetart]

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Von: Daniel • Tags:

Geschützt: Wie man protestiert

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Von: Daniel • Tags:

Sukey – Die App für den gewaltlosen Protest

Sukey

Viele Leute aus Stuttgart haben es am eigenen Leib erfahren müssen. Gewaltloser Protest heißt manchmal, dass man den Gewaltbereiten besser nicht begegnet. Die App Sukey hilft Dir dabei Gewalt aus dem Weg zu gehen. Morgen geht die erste Version von Sukey als App (für z.B. iPhones und Android) und als SMS-Service an den Start.

Allerdings ist die erste Version vorerst nur für London gedacht. Sukey 2 soll es dann für ganz England geben. Beim Release der zweiten Version wird der Code für die Version 1 offen sein, so dass man hoffentlich davon ausgehen kann, dass es Sukey auch bald für Dein Land gibt.

Wie die App funktioniert siehst Du in diesem Tutorial.

[via @huxi]

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Von: Daniel • Tags:

Manchmal reicht ein Bild…

…und man denkt: “Yeah, so scheiße ist die Welt doch gar nicht.”

Birdie

Birdie liest Joe. My. God., wo ich das Bild auch fand.

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Von: Daniel • Tags:

Politisches Gärtnern


Alles grau und trist, da kann man natürlich zur Sprühdose greifen. Oder auch zu ein paar Pflanzensamen. Das nennt man dann Guerilla-Gardening und hat viel mehr Sinn als die bloße Verschönerung der eigenen Umwelt und Begrünung der Städte. Natürlich hat das illegale Anpflanzen eine politische Dimension und demonstriert zu allererst zivilen Ungehorsam.

Gleichzeitig kann man aber mit dem Pflanzen an sich protestieren. Blumen in Formen anordnen, Samenbomben auf Felder mit genmanipulierten Pflanzen werfen oder Dornenbusche auf Goldplätzen seien da erwähnt.

Begonnen hat das ganze wahrscheinlich in den 70er Jahren. 1973 wurden die New Yorker Green Guerillas um Liz Christy erstmals aktiv und annektierten ein heruntergekommenes Privatgrundstück welches sie bepflanzten. Mit Erfolg: Mittlerweile wird die Grünfläche als Park von der Stadt geschützt.

Am 1. Mai 2000 bewaffneten sich Globalisierungskritiker, Anarchisten und Umweltaktivisten mit Spaten, Schippen und Muttererde um auf einer Rasenfläche direkt auf dem Parliament Square einen temporären Garten anzulegen. Organisiert wurde die Aktion von “Reclaim The Streets” deren Ziel es ist öffentliche Plätze für die Gemeinschaft zu erobern. Einzig allein ein britischer Ex-Soldat, der einer Winston Churchill Statue einen Iro aus Rollrasen verpasste, musste eine Geldstrafe wegen Vandalismus bezahlen.

Durch die öffentliche Berichterstattung wurde das Prinzip des Guerilla Gardening nun bekannter und verbreitete sich.

Eine andere Form der politischen Gärtnerei sind Gemeinschaftsgärten bzw. das Community Gardening. Ella von der Haide widmete dem Thema bereits drei Dokumentarfilme (I, II, III) in denen sie Gemeinschäfstgärten aus aller Welt vorstellt. Nicht nur für sie, sondern für die Gärtner selbst, steht hierbei auch ein politisches Anliegen im Vordergrund. So wählte sie nicht umsonst den Titel “Eine andere Welt ist pflanzbar”.
Es geht eben nicht nur ums Gärtnern, “sondern darum, in alternativen Projekten weltweit jenseits des globalen Neoliberalismus selbständig und kollektiv die Umwelt und die Gesellschaft zu gestalten.”

Weiterführende Links:
Bilder von der Reclaim The Streets Aktion am 1. Mai 2000 in London
Community Gardening [Wikipedia]
Grüne Welle
The Guerilla Gardening Homepage
Pothole Gardens von Pete Dungey

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Von: Daniel • Tags: