Punk
Was Punk bedeutet…
Unterschreib ich. Als ich mit 13, 14 Kiddiepeudopunk wurde. So mit grünen Haaren und so war Punk ziemlich spießig. Das war die Phase in der es ziemlich konservativ wurde, lediglich “Punkrock” für Punk gehalten wurde und es eigene Dogmen in Sachen Stil, Kleidung und Geschmack gab. Immerhin bekam ich einen coolen Punkernamen, Göbel.
Ehh, ja, könnt Ihr Euch ja denken warum. Und als ich so in der Altstadt in Düsseldorf rumhing gab’s ne Thunfischpizza umsonst, weil wohl die gute Frau dachte wer so rumläuft (Hatte eine T-Shirt mit Helmut Kohl drauf und dem Spruch “Lernt reden wie der Bundeskanzler!”) hat bestimmt kein Zuhause.
Wie würdest Du als Punk heißen?!
Ich war ja mal Kiddie-Punk und als eben solcher habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Der Drink hieß Zack Zack, der Club Dschungel und war in der Altstadt in Düsseldorf und die Band Wischmoppers. Lange rede kurzer Sinn, noch vor dem Konzert war ich so betrunken, dass ich vor die Bühne kotzte, einen Mopp in die Hand bekam, saubermachen musste und rausflog. Rausgeflogen bin ich dann in dem Moment als die Band mit den Worten “Den ersten Song widmen wir dem Jungen der sein Inneres nach Außen gekehrt hat” anfing. Warum ich das erzähle? Weil ich so zu meinem Punknamen kam. Göbel!
Und dann hieß es die nächste Zeit: “Schau, da kommt der Göbel!” – Ich hab dann aufgehört Punk sein zu wollen, weil die Queen doof fanden.
Wenn Du wissen willst wie Dein Punkname ist, dann klicke hier. Mein “neuer” ist Rösti. Ich bleibe bei Göbel. Passt auch besser zu mir, so Einhorn und so.

Das Ulkige war dann übrigens, dass ich Jahre später nach einem Gig in Braunschweig bei dem Sänger der Wischmoppers in der WG pennte. Kleine Welt.
P.S.: In den Kommentaren wurde darauf hingewiesen und ich hab’s getestet. Das ist einfach nur ein stumpfer Zufallsgenerator. Gnah!
(via FB)
Punk und Nazischeiße – Einmal Flohmarkt am Tag der deutschen Einheit
Früh aufstehen um die besten Schnäppchen zu machen. Im Gegensatz zu Flohmärkten im Rheinland scheinen mir die in Berlin noch nicht vollkommen durchkommerzialisiert. Das sind im wahrsten Sinne des Wortes Trödelmärkte und es gibt allerlei Schätzchen zu entdecken und zu erhandeln. So konnte ich auch heute obige Ausbeute mein Eigen nennen. Besonders gut: Lynchs Eraserhead für 3,50 Euro. Superbe.
Aber auch der Rest kann sich sehen lassen:
- Too Drunk To Fuck 12inch von den Dead Kennedys
- The Great Rock ‘n’ Roll Swindle von den Sex Pistols
- Compilation 81-87 von Slime
- Wenn die Nacht am Tiefsten von Ton Steine Scherben
- Ziggy Stardust von Bowie
- Now & Then von den Carpenters
sowie DVDs zu Pretty in Pink (quiek!) und Das Omen als Deluxe-Edition.
Ja, ich weiß ganz schön viel Punk. Mag daran liegen, dass ich einige gesehene Sachen versuchte zu kompensieren. An Landser-Heftchen und die komplette Knopp Bibliographie über den zweiten Weltkrieg ist man als Flohmarktgänger mittlerweile leider gewöhnt. Auch, dass Du an Vinylständen obskure Onkelz Platten findest. Ich sag nur “Die Rock-O-Rama Jahre”, kotz. Ich kenne mich jetzt mit der Diskographie der Onkelz nicht gut genug aus um festzustellen, ob auf diesem Bootleg auch das indizierte Material war, ist mir auch egal. An dem Stand gab es wirklich schöne Joy Division-Vinyls. Da kaufe ich dann einfach dennoch nichts.
Das ist alles grenzwertig und schon eklig genug. Aber wie unverfroren heute Nazi-Insignien angeboten wurden ließ mich würgen. Abzeichen, Plaketten und Orden lagen offen in Vitrinen. Taffdreist klebte das Preisschild über dem Hakenkreuz. Den Vogel schoß aber ein Stand ab, der eine verwitterte Hitler-Büste offen rumstehen hatte.
Nazischeiß als Ware wie jede andere. Schien ganz normal zu sein. Meine Suche nach einer Flohmarktaufsicht war vergebens und Polizei anrufen schien mir übertrieben. Wohlmöglich ein Fehler. Rückblickend nehme ich an, dass das vereinzelte Streuen von Nazizeugs zwischen anderen Kram so unabsichtlich gar nicht geschehen mag. Und dennoch bin ich eher auf die Veranstalter wütend, die offensichtlich zu wenig Präsenz zeigten oder das gar noch duldeten. Erstmal “Nazis raus” von Slime auflegen und wieder beruhigen. Und dann eine Mail an den Veranstalter schreiben.
Mutant Monster Beach Party – Fotocomic mit Joey Ramone und Debbie Harry
Das Punk Magazine wurde 1975 gegründet und gilt als der Verbreiter des Wortes Punk für das Musikgenre. Bis 1979 erschienen 17 Hefte des Fanzines. In einer Ausgabe von 1976 gibt es das Fotocomic “Mutant Monster Beach Party” von John Holmstrom, der Mitgründer der Publikation war. In dem Comic wirken Joey Ramone, Debbie Harry und Andy Warhol mit. Undergroundcomicx.de haben das Teil jetzt in 100 Bildern auf Facebook hochgeladen. Nice!
Update: In höherer Auflösung bei google+
(Barry via FB)
Wie Punk wirklich war…
Ich weiß, Punk ist Attitüde und Einstellung und auch nicht mit Punkrock als Genre zu verwechseln, aber wenn ich diesen 90ies Spot sehe frage ich mich, ob ich wirklich jemals Punk hörte. Huey Lewis ist aber, das musst Du anerkennen, der punkigste von all den Punks. Okay, Panki aus Pankanien mal ausgenommen, Man! Yeah!
Sick Sad World: Zwangs-Umerziehung für Punks in Indonesien
Mit 14 Jahren war ich kurz mal Punk. so mit allem drum und drann. Ich hatte grünes Haar und karierte Hosen und lustige T-Shirts. Zum Beispiel eines mit Helmut Kohl drauf wo drüber stand: “Lernt sprechen wie der Bundeskanzler”. Auch hatte ich schnell einen Punkernamen. Woher “Göbel” kommt, könnt Ihr Euch ja irgendwie denken… es hat allerdings nichts mit Einhörnern zu tun.
Als dann rauskam, dass ich heimlich Queen hörte war ich unten durch. Und mir war die ganze Sache dann sowieso zu engstirnig. Aber die grünen Haare behielt ich noch lange und hab mir eine eigene Attitüde draufgeschafft, so dass ich stets und immer behaupten würde, dass ich noch Punk bin. Und die es eben niemals waren. Letzlich bin ich aber keiner mehr, ist aber auch scheißegal.
Und auch Mitte der 90er war es in Deutschland scheißegal Punk zu sein. Klar, der Look konnte noch ein wenig shocken, aber sonst?! Anders sieht es da noch heutzutage in Indonesien aus.
In der Provinz Aceh gilt die Scharia, dort sind nicht nur Alkoholkonsum, Homosexualität und Ehebruch verpönt sondern eben auch Punks an sich. Bei einem Benefizkonzert für Waisenkinder wurden letzte Woche Samstag 65 Punks festgenommen und “umerzogen”.

Man rasierte ihnen die Iros ab, und nahm ihnen Piercings und Klammotten. Iskandar Hasan, Polizeichef der Provinz, sagte am Mittwoch, dass er jedem der Festgenommenen eine Zahnbürste gab und befahl ihnen diese zu benutzen.
Daraufhin wurden sie zu 10 Tagen Umerziehung verpflichtet. Boot Camp kombiniert mit Koran Stunden.
“We’re not violating human rights. We’re just trying to put them back on the right moral path.”
So der Polizeichef. Das sehen die Punks und ausländischen Medien selbstverständlich anders. Den Machtinhabern in der Region imponiert das wenig. Sie werden weiter gegen Selbstverwirklichung vorgehen. So war die Festnahme nur einer der bisherigen Höhepunkte in Aceh. Illiza Sa’aduddin Djamal, stellvertretende Bürgermeisterin, kündigt an weiterzumachen bis alle Punks gefangen sind. Punk sei eine Krankheit und gegen die Sharia. Traurige kranke Welt.
God Save the Queen von den Sex Pistols – Die teuerste Single der Welt
Ich hab darüber schonmal bei Jahrgangsgeräusche gebloggt. Und schon damals war ich erstaunt, dass ausgerechnet “God Save The Queen” von den Sex Pistols die wertvollste Platte Single aller Zeiten ist. Das liegt vor allem daran, dass A&M die Band kurz nach Veröffentlichung wieder fallen lies und alle Exemplare im Lager zerstörte und genau diese Version bei A&M, die damals noch für 9000 Euro gehandelt soll jetzt für gute 12.000 Euro über den Tisch gehen. Nichts gegen die Pistols und es ist ja klar, dass der Sammlerwert wegen der Seltenheit des Stückes entstanden ist, aber irgendwie fände ich es doch besser, wenn es eine Platte der Beatles oder Beach Boys wäre.
Punk’s not dead, they’re just online
Erinnert mich daran, wie ich mal auf nem Punkkonzert in einem Jugendzentrum war und die Kiddies davor saßen und von ihren iPhones das Koks schnieften…
No Kill I – Star Trek themed Punkband
Sachen gibt’s. Es wundert mich selbst, dass ich überrascht bin. Schließlich gibt es genügend Bands die sich durch Fiktion inspirieren lassen. Über Lovecrafts Einfluss auf die Musik (von Tocotronic über The Fall bis zu Metallica) könnte man bestimmt ein Buch schreiben. Und ganze Genres ziehen ihre Inspiration aus Horror und/oder Comics. Die Existenz einer klingonischen Oper ist mir ebenfalls durchaus bewusst. Und auch No Kill I aus Kalifornien brauchen nur Cpt. Kirk & Co als Muse. Und das klingt dann so:
Besonders schön: Ihre Songs stehen unter CC-Lizenz, fröhliches Downloaden! Noch schöner: Angeblich gibt es sogar eine Ablegerband mit dem Namen “No Kill I: the Next Generation”.










