RIP
Maurice Sendak im Alter von 83 Jahren verstorben
Ach Shit. Ich gebe zu: Viel mehr als “Wo die wilden Kerle wohnen” hatte ich nie von Maurice Sendak. Aber das Buch war als Kind eines meiner liebsten, weil ich mich ein wenig fürchtete. Und ein wenig fürchten ist ein ziemlich tolles Gefühl als Kind wo man sich doch damals noch vor wenig Sachen fürchtete. Bäume hochklettern, Erdhöhlen graben, von Schaukeln springen. All das machte mir keine Angst und genau darum ging es bei den wilden Kerlen. Wild zu sein, keine Angst zu haben und der Fantasie freien Lauf zu lassen.
Und das habe ich von Maurice gelernt und leider irgendwann verlernt. Danke dafür, dass ich es mal sein konnte und ich mich immer wieder daran erinnern darf. Ich werde heute wild sein!
Hier die Meldung zu seinem Tod von der New York Times.
Vorher zu Maurice und den wilden Kerlen auf dem Einhorn:
Maurice Sendak im Kurzportrait
Where The Wild Things Are gelesen von Christopher Walken
170 Referenzen in Beastie Boys Songs erklärt und weitere Sachen
Ich bin immernoch ein wenig geschockt ob des Todes von MCA. Ich glaube mein bester Schulkumpel brachte mich auf die Boys. Klar kannte ich damals schon “Fight For Your Right” und hatte das auf irgendeiner Bravo-Doppel-CD oder einer anderen Party-Compilation, aber als ich dann “Check Your Head”, “Ill Communictation”, “Paul’s Boutique” und “Some Old Bullshit” (in etwa dieser Reihenfolge) für mich entdeckte eröffnete sich für mich eine musikalisch neue Welt. Das klingt zwar übertrieben, aber ich hab vorher weder Rap noch Hip Hop gehört. Nein, vielmehr noch sogar ziemlich doof gefunden.
A.V. Club haben eine Liste von 170 Referenzen in Beastie Boys Songs zusammengetragen und erklären diese. So erfährst Du z.B. was ein Brass Monkey ist. Oder Du lernst einige Jazz Drummer wie Buddy Rich, Grady Tate oder Bernard “Pretty” Burdy kennen.
Fans und Publikationen kramen in ihren Archiven. Coldplay covern “Fight for your Right”, was echt ziemlich moving ist. Und ich pack hier mal noch ein paar schöne Links rein.
Wie Adam Yauch zu seinem Spirtualismus fand
- Ein sehr schönes Interview hat der US-Stone. Und Yauchs Zitat “I Don’t Care If Somebody Makes Fun of Me” sollte jeder sich hinter die Ohren schreiben!
- In bOING bOING #13 war 1993 dieses Interview mit Yauch – Beastly Buddhism
- Adam Yauch’s Road To Enlightenment – Comic aus dem selbst veröffentlichten Grand Royal Fanzine
- Und dann gibt es hier noch ein Interview mit dem Dalai Llama. Wie das passt? Weil MCA ihn interviewed.
Und hier noch ein bisher unveröffentlichter Clip von den Boys in der nie ausgestrahlten dritten Staffel von Dave Chapelle:
Als die Beasties noch Punk waren und mit Kate Schellenbach zusammen Musik machten. Kate war dann später bei den tollen Luscious Jackson, die auf Grand Royal, dem Label der Beasties, gesignt waren.
1986 hatten die USA Angst vor den Beasties. Mit Jello Biafra bei Oprah.
Aus Gründen
Scheiß Gründe. Traurige Gründe. :-(
Für Mikey, RIP
Weezer – Island In The Sun von universalmusicdeutschland
Gestern wurde Mikey Welsh tot in Chicago aufgefunden. Welsh war von 1998 bis 2001 Mitglied bei weezer und nahm mit ihnen das grüne Album auf. Am 26. September twitterte er:
“dreamt i died in chicago next weekend (heart attack in my sleep). need to write my will today.”
Das Video oben ist die rare Version von “Island in the Sun” von Marcos Siega. Als die Band das Video nochmal mit Spike Jonze drehte war Welsh wegen seiner psychischen Probleme bereits wieder aus der Band ausgestiegen.
Auf seiner Webseite kannst Du seine Kunst Dir ansehen. Kurz vor seinem Ausstieg bin ich extra zum Hurricane Festival 2001 gefahren um weezer live zu sehen.
Loriot R.I.P.

Ein großer Fan von Vicco von Bülow war ich nie, aber ich mag seinen Humor dennoch. Wie er reale Szenarien erschafft und diese in Skurrilität übersteigert, das liegt mir dann doch. Seine Knollennasenmännchen sowieso.
Er selbst sagte über seine Kunst:
“Ganz nah an der Wirklichkeit und doch einen halben Schritt daneben sein.”
Das trifft es genau. Heute zeigt die ARD um 22:45 Uhr “Pappa ante Portas” und auch andere Sender ehren den Humoristen mit Programmänderungen. R.I.P. Loriot, danke für die Lacher!
We miss you, Jim Henson
Jim hat mit den Muppets, der Sesamstraße, den Fraggles und unzähligen anderen Figuren meine Kindheit geprägt. Und natürlich auch seine Arbeit an den Star Wars Filmen sollte man nicht vergessen. Heute vor 21 Jahren ist er an einer Lungenentzündung gestorben.
“Auf Hensons Beerdigung spielte eine Dixieland Jazz Band When The Saints Go Marching In. Harry Belafonte sang Turn the World Around, das er erstmals in der Muppet Show gesungen hatte. Zudem trat Bibo (gespielt von Caroll Spinney) auf und sang den einst von Kermit gesungenen Titel Bein’ Green. Am Ende traten sechs der Muppet-Puppenspieler auf die Bühne und sangen mit den Stimmen ihrer Charaktere ein Medley von Jim Hensons Lieblingsliedern, ehe zum Abschluss alle Puppenspieler singend mit ihren Muppets auf der Bühne standen.”

Cute Knut RIP Shirt
Annie ist eine Freundin aus San Franciscio die bei der wunderbaren Band Potion spielt für die ich ab und an mal den Robot tanzen und/oder als Vorband spielen darf.
Eine gemeinsame Freundin, Marcela, hat sie mal besucht und mit ihr bei reichlich Tequila über Knut gesprochen. Nach Knuts Tod hat Annie dieses Shirt entworfen.
Marcela dazu:
“Mit dem Erlös des Shirt Verkaufs will sie sich in Barbados zur Ruhe setzen. Kannste ja mal bei Einhorn posten, auch wenn das Motiv ein Eisbär und kein Einhorn ist.”
Mach ich glatt. Das Shirt gibt es hier zu kaufen.
Rivva R.I.P.
Für die, die Rivva nicht kannten. Rivva war eine News Seite, die sich aus Blogs generierte. Eine Station des täglichen Surfens um ständig auf dem neuesten Stand zu bleiben. Nun scheint es so als würde Programmierer Frank Westphal der Maschine das Licht abknippsen.
Noch gestern hieß es bei Rivva, dass Frank eine Auszeit braucht und die Seite vielleicht ab dem 3. März wieder verfügbar ist. Das endgültige Aus, sollte es bei diesem bleiben, ist zwar traurig, doch kam nicht überraschend. Schon in Berichten zum letzten Redesign im November 2010 bemängelte Frank die Refinanzierungsmöglichkeiten. Weil die Idee gesponsorter Postings nicht funktionierte, musste Rivva von vier auf einen Server umziehen, was zu einem spontanen Redesign führte.
Auch wurde der Dienst damals auf das Wesentlichste reduziert. Und es wäre wünschenswert wenn ein Verlag oder ein Medienhaus sich der Sache annimmt, damit dieser wertvolle Dienst weitergeführt werden kann. Ich wünsche Frank alles Gute und kann seine Entscheidung als leidenschaftlicher Selbstausbeuter gut verstehen. Irgendwann geht es nicht mehr und man sollte dann auch die Reißleine rechtzeitig ziehen. Ciao Rivva, war schön mit Dir!
Adieu Walkman, RIP

Nach 30 Jahren und 200 Millionen verkauften Einheiten hat Sony verkündet, dass sie keine neuen Walkmans mehr herstellen werden.





