Steve Jobs

K♥tzbröckchen 01.10. – 07.10.

Kotzbröckchen, die bunten Links der Woche. Trotz Krankheit von mir für Euch!

Rot – Strafanzeige gegen die GEMA:

Wie sweet, da schneidet sich die GEMA ins eigene Fleisch:

“Die GEMA stellte den Musikpiraten e.V. für deren Sampler eine Rechnung in Höhe von 350,96 Euro aus, obwohl keiner der betreffenden Musiker Mitglied der Verwertungsgesellschaft ist. Die Beweispflicht sieht die GEMA beim Schuldner und nicht bei sich selbst. Will man die Zahlung umgehen, müssen die privaten Daten der Künstler vollumfänglich preisgegeben werden. Anderenfalls droht ein Mahnverfahren.”

Momentan wird geprüft, ob gegen die GEMA eine Strafanzeige eingelegt wird. Die wird zwar keinerlei Erfolg haben dürfen, könnte aber PR-Wirksam auf die Unsinnigkeiten der GEMA aufmerksam machen.
Ich wünschte ich hätte meinen Bescheid aufgehoben wo mir die GEMA mitteilt, dass ich als Nicht-Mitglied nichts verdient habe. So eine Geldverschwendung! Wahrscheinlich weil noch irgendeiner mit meinem Namen da angemeldet ist. Da kommen die bekanntlich ja gar nicht mit klar.

Orange – Demonstration gegen das Leistungsschutzrecht:

Da wäre ich sowas von dabei. Am 12.10. veranstalten die Piraten eine Demonstration gegen das Leistungsschutzrecht zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse. Alle weiteren Infos findet Ihr hier!

Gelb – Getting sued for blogging:

Der Fotograf Stefan Richter verklagt Cakehead Loves Evil und will für zwei abfotografierte Kunstwerke mehr als 2000 Euro. Keine Ahnung wie das in England ist, aber in Deutschland würde ich versuchen mit der Schöpfungshöhe zu kommen. Die dürfte beim Abfotografieren von Kunstwerken kaum da sein, oder? Gutes Handwerk, defintiv! Aber Schöpfungshöhe?!
Einem offensichtlich unkommerziellen Angebot mehr als 2000 Euro in Rechnung stellen zu wollen ist zwar rechtlich legitim aber moralisch verwerflich!

Grün – Italienische Wikipedia vor dem Aus?:

Ich übernehme einfach die dramatische Überschrift. Schließlich ist das Thema dramatisch. In Italien ist es bald möglich unangenehme Inhalte schwupp die wupps löschen / korrigieren zu lassen. Leute wie Stefan Richter dürfte das freuen. Alle anderen nicht. Die italienische Wikipedia setzt ein zeichen und schaltet vor ihren Auftritt diese Botschaft.

Fuck it, Informationsfreiheit, Urheberrecht und Datenschutz müssen in Zeiten des Internets unbedingt überarbeitet werden und zwar schnell!

Hellblau – Polizeigewalt in der BRD:

BRD ist ja alles gut, oder? Nunja, lest mal den Amnesty International Bericht zur “Polizeigewalt in der BRD” (PDF). Achja, hier ist ne Kotztüte.
Gefunden beim Nachtwächter-Blah.

Indigo – Wer war Nellie Bly?

Oskar Piegsa stellt einen Artikel über die mutige Journalisten Nellie Bly online, den er für die Missy geschrieben hatte. 1887 schlich sich Bly unter Vortäuschung einer Krankheit in eine New Yorker Frauenpsychiatrie ein – und entlarvte menschenunwürdige Zustände. Komplett hier lesen!

Violett – Steve Jobs:

Ich hab mich gestern ein wenig bedeckt gehalten. Nur auf Twitter ein paar Tweets rausgehauen. Den absoluten Aufruhr kann ich auch nicht wirklich verstehen. Wir müssen aber anerkennen, dass Jobs ein Popstar war. Und so ist das eben bei Popstars. Und da geht es nicht um die Qualität seines Werkes, sondern einfach darum, dass Apple 2008 z.B. fast 14 Mio iPhone verkaufte. DAS ist POP!
Gadgets sind eh wichtiger als Musik heutzutage und ja, auch diese Spitze sei mir erlaubt, ein Wohltäter wie seine Freunde Woz oder Gates war er keinesfalls. Apropos Woz:

Von: Daniel • Tags:

Der Apple Schrein

Apple Lisa 2

Ich gehöre ja jetzt auch zu den Apple-Boys. Hatte bisher nur ein iPhone, aber jetzt auch Laptop und ehhh so nen Megamonitor, der größer ist als jeder Fernseher den ich je besaß.

Habe allerdings als langjähriger Windowsnutzer (seit 3.0) noch meine Kämpfe zu führen. Whatever, Shrine Of Apple huldigt dem Design der Viecher. Besonders beeindruckend, dass die Leutchen da genau so stylish sind. Vor allem bei ihren Videos. Nice!

Hier der Clip zum bereits oben abgebildeten Lisa 2, den Jobs (nicht) nach seiner unehelichen Tochter Lisa benannte. Übrigens der erste PC mit Maus.

Apple Lisa 2 from Shrine Of Apple on Vimeo.

(via doobybrain)

Von: Daniel • Tags:

Warum die Beatles bei iTunes doch irgendwie eine Sensation sind

Apple vs Apple

Dafür muss man ausholen. Wie einige wissen hatten die Beatles 1968 ein Label namens Apple gegründet. Was weniger Leute wissen ist, dass Apple Corps genau genommen kein Label war, sondern eine Multimedia Firma mit Unterbereichen wie z.B. Film, Verlag, Musikstudio und Elektronik.

Und hier fängt es an interessant zu werden. Apple Electronics, geleitet von Lennons Freund Yanni Alexis Mardas aka Magic Alex, hatte große Pläne. Telefone die stimmgesteuert sind. Autos, die die Farbe wechseln. Röntgenkameras und gar fliegende Untertassen. Doch auch unambitioniertere Projekte wie ein Radio in Apfelform kamen nie zu stande. Der Endpreis eines solchen Radios wäre zu hoch für den normalen Markt gewesen. Und so war Apple Electronics schnell weg vom Fenster. Doch die Markenrechte blieben.

Alex Mardas bei Apple Electronics
Alex Mardas im Apple Electronics Labor.

Als dann Steve Jobs und Steve Wozniak mit Apple Computern auf den Markt kamen waren die Anwälte schnell zur Stelle. Zwischen 78 und 81 stritten sich die beiden Firmen bis man sich außergerichtlich einigte. Apple Computers zahlten 80.000 Dollar an die Apple Corps und versprachen sich vom Musik-Business fernzuhalten.

Als Apple dann 1986 Soundchips und Midi in ihren Rechnern anboten sahen Apple Corps ihre Bedingungen nicht erfüllt und klagten 1989 wieder.

Und 1991 mussten Apple Computers wegen eines Sampling Systems stolze 26,5 Millionen Dollar an die Apple Corps zahlen.

Du kannst Dir denken, dass es auch wieder Rechtsstreits gab als Apple mit iPod und iTunes an den Start gingen. Um es kurz zu machen zwischen den Beatles (vertreten durch Apple Corps) und Steve Jobs (vertreten durch Apple Inc.) hätte es durchaus besser laufen können.

Das war mitunter der Grund, warum sich die Beatles dem digitalen Vertrieb verweigerten. Gerüchten zu Folge war sich Steve Jobs bei der Namensgebung der Schwierigkeiten durchaus bewusst, resultierte der Name doch aus seinem Beatles Fantum.

Eine wahre Sensation ist die Verfügbarkeit des Beatles-Backkatalogs bei iTunes nun wirklich nicht. Doch wie Du siehst hat der Coup doch eine durchaus interessante Komponente. Und die ist nicht, dass sich jetzt kein Künstler mehr dem Digitalvertrieb verweigern kann. Denn dieser Punkt war/ist abzusehen, das Ende der langanhaltenden Streitigkeiten eher nicht.

Von: Daniel • Tags:

100 Dinge, die Du nicht über Apple wusstest

Steve Jobs, Steve Jobs, Steve Jobs. Schenkt Apple mir jetzt das volle Programm, wenn ich diesen Artikel verlinke?

Von: Daniel • Tags: