Artikel über: Terror
Sick Sad World: Rechter Terror

“Was ist rechter Terror?”, eine Frage die man sich zur Zeit immer wieder stellt. Für Johannes Bräuchle, gemeindeloser evangelischer Pfarrer und CDU Mitglied ist das ganz einfach. Wenn man, wie die S21-Gegner mit Trillerpfeifen gegen das Projekt lärmt, so ist das “was übles, das ist Terror, das kennen wir aus der SA-Zeit”.
Wenn aber über Jahre hinweg ein rechtsradikales Trio mit Verbindungen zu Gruppierungen wie dem NSU, dem Nationalsozialistischen Untergrund, und dem rechtsextremen Thüringer Heimatschutz mordend und bankraubend durch Deutschland zieht, nennt man das lediglich “Döner-Morde”.
Ich weiß, wie so oft in meinen Rants, ist das schrecklich polemisch. Doch Emotionslosigkeit fällt mir an dieser Stelle schwer. So zeigen beide Benennungen doch vor allem eines: Wie leicht und gleichzeitig schwer sich in Deutschland getan wird rechten Extremismus beim Namen zu nennen. Angst vor Godwin’s Law? Leute, das trifft nicht zu, wenn man Leute nach ihren Taten benennt!
Zudem zeigt die rechte Terrorzelle wiedermal wie lasch mit rechtem Extremismus umgegangen wird. Ein Thema das bei Sick Sad World leider mit einiger Regelmäßigkeit stattfindet.
Das oft befremdende Vorgehen von Regierung und Verfassungsschutz bietet unglücklicherweise Nährboden für Verschwörungsspinnereien. Betrachtet man allerdings die neueren Erkenntnisse zum Oktoberfest-Attentat 1980, bei dem Spuren in die Neonazi-Szene nicht nachgegangen wurde, muss sich niemand über das heftige Misstrauen wundern.
Antifschismus wird vom Staat immer wieder behindert, so zuletzt durch Ministerin Schröder und ihre Extremismusklausel. Was aber vielmehr erschreckt ist die offenkundige Ahnungslosigkeit mit der verantwortliche Vertreter vor die Medien treten.
“Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 24 Aktenordner, aber keine Ahnung”, so der Vorsitzende des für die Kontrolle der Geheimdienste zuständigen Bundestagsgremiums, Thomas Oppermann.
Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach nennt das Untertauchen der drei Verdächtigen lediglich “erstaunlich”.
Die Frage ist nun, was der Verfassungsschutz tatsächlich wusste und wie er seiner Aufgabe nachging. Bisherige Erkenntnisse sorgen bis dahin weiterhin für Kopfschütteln. Schließlich war Tino Brandt, Kopf des Thüringer Heimatschutzes, dem die Terroristen angehörten, Spitzel des Thüringer Verfassungsschutzes. Und auch bei der Erschießung des Internetcafébetreibers Halit Y. war der Verfassungsschutz vor Ort.
Ich nehme Wetten an. Werden hier berechtigterweise Köpfe rollen, oder kommt bald das Zurückrudern mit einer Einzeltätertheorie a la 1980?!

Traurige kranke Welt.
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“The Answer to Violence is even More Democracy.”
“We must never cease to stand up for our values. We have to show that our open society can pass this test, too, And that the answer to violence is even more democracy, even more humanity, but never naïveté.
That is what we owe to the victims and to the those they hold dear.”
Jens Stoltenberg, Premierminister von Norwegen
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K♥tzbröckchen 28.05. – 03.06.
K♥tzbröckchen: Geile Links der Woche die bunt sind und sonst untergehen würden. Total regenbogig, Yeeeeeeeeeh!
Rot – Die Anti-Terror-Lüge:
Wirklich sehr lesenswerter Artikel von Richard Gutjahr. Die sogenannten “Anti-Terror-Gesetze” werden für alles Mögliche benutzt, selten aber zur Bekämpfung von Terroristen.
Orange – Für wen ist die Spackeria gedacht?!:
Ich schätze die Spackeria ja vor allem wegen ihren Mitgliedern. Fasel und Julia verfolge ich schon lange. Für alle die die Spackeria noch nicht kennen: Spackeria ist eine Vereinigung die sich der Post-Privacy widmet, also datenschutzkritische Diskussionen anstößt. Was viele dabei nicht verstehen und für allerlei Stunk sorgt: “Der Diskurs ist in erster Linie an die Datenschützer gerichtet und nicht an den gemeinen User.” Julia gibt in ihrem Blog Antworten auf Fragen, die ich teilweise auch gestellt hätte.
Gelb – Wie man Sprayer jagt:
Natürlich mit dem Hubschrauber, wir haben es ja dicke. So geschehen in Karlsfeld.
Grün – Richard Phillips – Ein Maler macht Kurzfilme:
Das Video von Lindsay Lohan (hach Lindsay) ging ja diese Woche durch so alle Blogs, aber Jahrgangsgeräusche haben einiges an Backgroundinfo. So wusste ich gar nicht, dass Richard Phillips bisher vor allem als Maler auffiel.
Blau – Marihuana legalisieren:
Okay, ich bring das ja wirklich selten. Irgendwelche Dopeheads, die sich dafür aussprechen, dass das Zeug legalisiert wird. Das passiert jeden Tag. Dieses Mal ist es aber interessant, weil es keine Dopeheads sind, sondern Kofi Annan und Richard Branson – wobei, letzterer barzt sich bestimmt gerne mal einen.
“Instead of punishing users who the report says ‘do no harm to others,’ the commission argues that governments should end criminalization of drug use, experiment with legal models that would undermine organized crime syndicates and offer health and treatment services for drug-users in need. The commission called for drug policies based on methods empirically proven to reduce crime, lead to better health and promote economic and social development.”
Kompletten Artikel hier lesen.
Violett – Einhorn als neue Waffe in Red Faction Armageddon:
What?! Mr. Toots hatte ich hier schonmal. Ab dem 7. Juni gibt es ihn als neue Waffe in Red Faction Armageddon. Danke für den Hinweis, Daniel!
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Bring ich auch was zum Tod von Osama bin Laden?
Lange Suche, kurzer Prozess. Wie? Oh, sorry: Gar kein Prozess.
Aber die Aktien steigen, was mich dann doch glücklich macht. Und was heißt das für Deutschland? Vielleicht keine Verlängerung der Terrorgesetze?
Da ist man sich scheinbar uneins. Nicht, dass das wirklich zur Debatte stünde.
Gewerkschaft der Polizei-Chef Bernhard Witthaut: “Es ist nicht ausgeschlossen, dass die verschiedenen Terrornetzwerke den Tod bin Ladens rächen wollen. [...] Der Tod Osama bin Ladens wird die Terrorgefahr für Deutschland nicht entschärfen. Das zeigen die Hintergründe der jüngsten Festnahmen des Bundeskriminalamtes.” (Quelle)
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, rechnet nach dem Tod Osama bin Ladens mit terroristischen Vergeltungsschlägen gegen die USA und Pakistan. Er geht davon aus, das diese Vergeltungsschläge eher nicht in Deutschland verübt werden. (Quelle)
Das sieht Guido Westerwelle allerdings wieder anders:
“Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass jetzt, nachdem Osama bin Laden das Handwerk gelegt wurde, es andere Mittäter gibt, die noch einmal versuchen, ihre schrecklichen Taten in der Welt zu verbreiten.”
(Quelle)
Und Angela Merkel? “Besiegt ist der internationale Terrorismus damit noch nicht. Wir alle werden wachsam bleiben müssen.”
Alles in allem ist alles beim Alten und ich hoffe ich konnte Euch damit beruhigen, dass wir immernoch Angst haben dürfen sollten. Also fürchtet Euch!
Wovor wir Angst haben sollten…
In Deutschland starben in den letzten zehn Jahren:
Ist doch klar, dass sich unsere Politiker vorrangig um die Terrorbekämpfung kümmern
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Verdächtiges Gepäckstück
(weiterlesen...)“verdächtige paketstücke für alle! ausdrucken, aufkleben und bombenspass haben.”
Die neuen Abenteuer des Sigmund Freuds
Du kennst “Totem und Tabu”, “Das Unbehagen in der Kultur” und fürchtest ihn, weil er feststellen könnte, dass Du mit Deiner Mama oder Deinem Papa schlafen willst. Sigmund Freud ist nicht der Typ mit dem Du Dich anlegen willst. Daher haben die Amerikaner ihn in sexy Lederkluft gesteckt und als Waffe gegen den Terror eingesetzt. Am Ende richtet er sogar Osama Bin Laden auf einem riesigen Raketen-Dildo.
Historisch ist dieser Vorfall durch folgende Aufzeichnungen belegt:
[via Radio Clash / Danke an Bernhard für den Tipp]
Wem die Galerie zu klein ist, der kriegt’s größer nach dem Klick.
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Playbacks, Filme & Fotografien als terorristischer Akt

Nachdem William S. Burroughs 1968 als Reporter Zeuge der Unruhen in Chicago wurde, entwickelte er die Idee seine Cut-up Technik auch als Waffe einzusetzen. Parapsychische Kriegsführung sozusagen.
Sein Ziel war es durch Aufnahmen, die er an öffentlichen Plätzen abspielte eine neue Realität zu schaffen. Ein Spiel mit der Wahrnehmung. Zusätzlich beschloss er während der Aufnahmen und des Abspielens eben dieser Fotos zu machen.
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