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Wie ich mich von meinen CDs trenne

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Compactdiscs

Ich glaube seitdem ich 8 war habe ich exzessiv CDs und Platten gesammelt. Zuerst als Geschenke. Ich erinnere mich noch wie Weihnachten 1990 die Doppel-CD “Live Killers” unter dem Baum lag und durfte über die Platte mal was für den Rolling Stone schreiben. Erst später kaufte ich dann selbst CDs. Meistens waren das Maxi-CDs. Einfach weil die billiger waren. In meiner Erinnerung ist “Big Gun” von AC/DC die erste CD, die ich mir alleine von meinem “eigenen” Geld kaufte.

Nach Hard Rock mit kleinen Zwischenstopps im Metal und Techno entdeckte ich dann Indierock. Auch hier hab ich viele Maxis gekauft. Das eigentümliche Resultat war dann, dass ich von Alben wie Radioheads “Ok Computer” oder “Mellon Collie and the Infinite Sadness” von den Smashing Pumkins neben den Alben unglaublich viele Single-Auskopplung hatte.

Irgendwann in den 90ern stieg ich dann auf Vinyl um, aber kaufte auch weiterhin viele CDs. Meist weil sie einfach viel günstiger waren. Ab 2001 arbeitete ich dann auch noch als “Musikautor” und bekam dadurch viele Promos, so das meine Sammlung weiter anwuchs. Und heute? Da steht das nun alles im Keller.

Seit meinem letzten Umzug habe ich die CDs gar nicht mehr ausgepackt. Die Schallplatten stehen sauber sortiert im Wohnzimmer, aber die CDs ruhen weiterhin in ihren Umzugskartons.

Schon beim Umzug davor richtete ich nur wenige CD-Regale auf und sortierte nur die absoluten Lieblingsstücke ein. Doch was sind die Lieblingsstücke?

Ich habe immer ein Problem damit mich von Sachen zu trennen und neige zum hemmungslosen Sammlertum. Wenn ich drei Dinge von einer Sache besitze und es acht Dinge gibt, dann will ich die anderen fünf auch, egal ob ich sie nun wirklich brauche oder nicht.
Die CDs scheine ich aber wirklich nicht zu brauchen, sonst würden sie ja nicht schon anderthalb Jahre in Kisten verpackt rumstehen. Daher hab ich mir überlegt eine Liste anzulegen. Ich schreib einfach auf welche Platten mir wichtig sind. Aus der Erinnerung, ohne in irgendwelche Regale oder Kisten zu gucken.

Diese CDs werde ich dann behalten und alle anderen kommen dann weg. Vielleicht als Spende in ein Sozialkaufhaus oder so.

Nun mache ich die Liste schon seit einiger Zeit und dabei wurde mir vor allem bewusst wie sehr mich die 90er geprägt haben. “Superunknown” von Soundgarden landete ebenso auf der Liste wie “Terror Twilight” von Pavement. “Dig Me Out” von Sleater-Kinney und diverse Alben von R.E.M. Aber auch Alben von DJ Krush, DJ Shadow oder Unkle. Dazu immer wieder auch Sampler, vornehmlich die von L’Age D’or.

Nur wenige Sachen wie einige Alben von den Einstürzenden Neubauten oder Tom Waits sind nicht aus den 90ern.

Das war mir so nicht bewusst bis ich die Liste machte. Wenn ich mir die Statistiken meiner Vinylsammlung auf Discogs ansehe, dann sieht das tatsächlich auch ein wenig anders aus. Wobei man hier aufpassen muss, da Discogs das Veröffentlichungsdatum ranzieht und nicht das Entstehungsdatung. Der Re-Release von “Pet Sounds” von den Beach Boys wird so also schnell zu einer Platte von 2012.

Dementsprechend führen dort auch die letzten zwei Jahrzehnte. Die 80er schlagen aber wiederum die 90er Jahre. 60er und 50er Jahre kommen kaum vor, was aber daran liegen dürfte, dass ich von Musik aus dieser Zeit eher Re-Releases kaufte.

Letzendlich nur eine kleine Beobachtung, die eben zeigte wie sehr mich die 90er Jahre wohl doch musikalisch prägten und vor allem wie wenig wirklich in Erinnerung blieb. Denn die Liste die ich führe ist weit kleiner als es die Kisten voller CDs vermuten ließen.

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Nazi-Durchsage im ICE

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ICE " CC BY-SA 2.5

Im ICE von München nach Frankfurt war letzten Montag diese verdammt krasse Durchsage zu hören:

“Liebe Fahrgäste, unser Zug hat wegen der Entschärfung einer Bombe, die die Westalliierten auf die unschuldige Bevölkerung Frankfurts abgeworfen haben, zur Zeit fünfundvierzig Minuten Verspätung.”

Julietta F., die im Zug saß, wollte mit demjenigen, der die Durchsage gemacht hat, sprechen, was ihr allerdings vom Bahnpersonal verweigert wurde. Daher postete sie eine Beschwerde auf der Facebook-Seite der Deutsche Bahn Personenverkehr und sieht sich seitdem einem rechten Shitstorm ausgeliefert. Mehr dazu bei Telepolis.

(Foto: Sebastian TerflothCC BY-SA 2.5)

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Cthulhu Macula – Ein düsterer Ort auf auf Pluto

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Cthulhu Regio auf Pluto

Am 19. Januar 2006 startete die Sonde “New Horizons” ihre Reise um Pluto zu erkunden. 10 Tage vor erreichen ihres Ziels versetzte die Raumsonde sich wegen eines Computerproblems in einen Sicherheitsmodus, so dass auf ein Fallback-System umgeschaltet werden musste. Dabei erstellte die Sonde im Vorbeiflug Messungen sowie hochauflösende Fotos von Pluto und seinem Mond Charon.

Bereits auf den ersten veröffentlichten Bildern, die nach dem Computerproblem, am 08. Juli 2015, veröffentlicht wurden, war eine dunkle Region auf der Oberfläche von Pluto zu erkennen. Die Form erinnerte Wissenschaftler*innen bei der NASA an einen Wal, weshalb sie diese Region initial “The Whale” tauften. Das Team der “New Horizons”-Sonde wiederum nutzte am dem 14. Juli den provisorischen Namen “Cthulhu”. Benannt nach der schlafenden Gottheit in Lovecrafts literarischem Mythos.

Die Benennung kommt nicht von ungefähr, schließlich wurde Pluto selbst nach dem griechischen Gott der Unterwelt benannt und sein Mond Charon nach dem Fährmann, der die Toten in die Unterwelt bringt. Dementsprechend wurden auch andere neu entdeckte Orte auf Pluto nach düsteren Gottheiten und Mythen benannt.

Interessant dabei ist, dass Pluto selbst eine Rolle in Lovecrafts literarische Welt spielt. In der Geschichte “Der Flüsterer im Dunkeln” berichtet der Autor vom Planeten Yuggoth, der sich am Rande unseres Sonnensystems in der Finsternis verbirgt. Lovecraft selbst schrieb die Geschichte in der Zeit in der Clyde Tombaugh Pluto entdeckte. Während der Arbeit an seiner Geschichte schrieb Lovecraft einem Freund, dass “Yuggoth” vermutlich der selbe Planet wie “Pluto” sei.

(Bild: Public Domain)

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