Schwermut Forest – Das Meer aus Bäumen

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Aokigahara - Schwermutforrest

Aokigahara ist ein Wald am Fuße des Fujiyamas, der auch das Meer aus Bäumen genannt wird. Ein angeblich mystischer Ort voller Spuk und Geister. Die Geschichten kommen nicht von ungefähr, denn jährlich beschließen mehrere Menschen sich hier das Leben zu nehmen.

Seit den 50ern des letzten Jahrhunderts ist der dicht bewachsene Wald ein beliebter Platz um seinem Leben ein Ende zu setzen. Das liegt vor allem daran, dass der japanische Schriftsteller Matsumoto Seichō in gleich zwei Büchern seine Protagonisten an den Hängen des Fujis Selbstmord begehen ließ.
Bereits 1960 erschien mit “Der Wellenturm” (Nami no tō) ein Roman in dem eine Frau in diesem Wald ihrem Leben ein Ende setzt. In der Novelle “Meer Aus Bäumen” (Kuroi Jukai), die 1977 erschien, begeht ein unglückliches Liebespaar Doppelselbstmord. Viele sehen hier den Ursprung der Suizidepidemie.

Und da das Leben gerne imitiert ist dies nun ein reales Problem. Jedes Jahr pilgern Menschen in den Wald um nie wieder zurückzukehren. Seit 1971 tut sich die örtliche Polizei mit der Feuerwehr, Freiwilligen und Journalisten zusammen um die Leichen der Lebensmüden einzusammeln.

Als dann 1993 der Autor Wataru Tsurumi in seinem Buch “The Complete Manual Of Suicide” den Wald als den perfekten Ort zum Sterben bezeichnete wurde er noch populärer. Der dicht bewachsene Wald macht das schnelle Auffinden und eine mögliche Rettung nahezu unmöglich. Schon nach wenigen Kilometern soll man die Orientierung vollkommen verlieren.

Die Verantwortlichen der anliegenden Orte stellten Schilder auf, die u.a. Texte wie diesen enthielten:

“Dein Leben ist ein wertvolles Geschenk Deiner Eltern. Denke an sie und den Rest Deiner Familie. Du musst nicht alleine leiden, ruf uns an: 555-22-0110”

Helfen scheint das leider wenig. 1994 fand man bei der jährlichen Suche 57 Leichen. 1998 schon 73. Getoppt wurde dieses Ergebnis dann 2002, als man 78 Leichen fand.

Hier finden sich einige verstörende und traurige Aokigahara-Bilder: Klick, auf eigene Gefahr.

Selbstmordgedanken?

Brauchst Du Hilfe?
Ruf an! – 0800 1110111



    3 Kommentare:

  • elkessommer schreibt am 15. Dezember 2009 um 19:53

    Schwermut Forest:
    http://bit.ly/8HhfX7

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 15. Dezember 2009 um 20:31

    Ohja, tolle Band war das.

  • cyrell schreibt am 10. Februar 2010 um 13:04

    Hmpf,wenn sie schon glauben das es ein magischer Ort ist warum müssen sie ihn dann verdrecken?

    Sry, aber wenn man sich schon umbringt, soll man wenigstens keine Sauerei hinterlassen.

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