Bierterview mit misterhonk.de

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martin melcher honki

Schon seit 5 Jahren bloggt Martin auf misterhonk.de. Dabei hat er es mittlerweile zu einer treuen Stammleserschaft gebracht zu der ich mich auch zählen darf.

Bei meinen nahezu täglichen Besuchen fiel mir auf, dass Martin ordentlich sein Lieblingsgetränk pusht. “Bier, Mucke und so Nerdkram” ist die Hook seines Blogs. Warum das so ist, welches Bier am Besten schmeckt und was man über Bier so bloggen kann, dass klärte ich mit ihm im Interview ehhh Bierterview.

Du führst mit misterhonk.de einen beliebten Blog und deine Catchline ist “Bier, Mucke und so Nerdkram…” Warum ist es Dir wichtig “Bier” so weit nach vorne zu rücken?
Ich könnte das jetzt mal ganz pragmatisch beantworten und sagen B kommt vor M. Aber Bier spielt in meinem Leben in der Tat eine große Rolle und viele meiner Freunde können das auch bestätigen. Aber bitte denkt nicht von mir das ich mir Tag ein Tag aus literweise den Gerstensaft schmecken lasse. Ich habe da schon ein paar Prinzipien zum Beispiel „Kein Bier vor Vier“; einfach um mich auch selbst etwas im Zaum zu halten. Schließlich soll mein Anzug an Weihnachten auch noch passen.

Bier als solches ist ja dann doch eher selten ein Thema in Deinem Blog. Oder ist da die Quelle der Inspiration auszumachen oder vielleicht eher eine Empfehlung wie man Deine Posts genießen kann? Nämlich mit guter Musik und nem kühlen Bierchen? Eine Lebensphilosophie des Genießens sozusagen.
*lacht* Ja in der Tat, über Bier an sich blogge ich recht selten, hin und wieder finde ich mal etwas Schmuckes wie die Werbung für das japanische Sapporo Bier oder Fotografien einer 2000 Bierdosen starken Sammlung. Das sind dann schon Leckerlis in meinen Augen über die ich mich sehr freue und das auch gerne mit der Welt teile. Aber meist ist es so das ich Abends bei einem kühlen Bier vorm Rechner sitze, das Netz nach neuen spannenden Beiträgen absuche und während dessen via Twitter die Welt an meinem Genuss teil haben lasse. Gute Musik gehört da natürlich auch dazu.

In Deinem Footer heißt es “Made of with a lot of love, passion and beer.” Das bezieht sich auf Dein Layout. Kann man das auch auf Deine Postings beziehen?
Das „Made of with a lot of love, passion and beer“ sehe ich mehr als die Summe des Ganzen was auf misterhonk passiert. Ich versuch jeden Beitrag mit etwas Herzblut anzureichern und das nun seit fast fünf Jahren, wenn auch erst seit einem Jahr mit dieser Intensität. In dieser Zeit ist da schon viel Leidenschaft und auch Bier hineingeflossen.

Es gibt ja durchaus reine Bierblogs. Die regelmäßig Sorten testen und ähnliche Sachen posten. Interessiert Dich das oder ist das ein zu theoretischer Ansatz?
Eher weniger. Ich probiere mich lieber selber durch das Sortiment der deutschen Braukunst.
Sicherlich gibt es einige schöne Bierblogs bzw. Themenportale da draußen, aber meist wird auf solchen Seiten in viel zu hochtrabendem Ton gesprochen was mich dann doch recht schnell anödet.

Wenn man sich Deine Bier-Beiträge ansieht bekommt man den Eindruck, dass Dich vor allem auch Design und Werbung interessiert. Was hat Bier als Produkt, was andere Produkte nicht haben?
Der Vergleich wäre mir etwas zu Allgemein. Im Vergleich zu anderen Getränken würde ich sagen das Bier sehr viel Charakter aufgrund seiner langen Tradition besitzt. Die Art und Weise wie ein Bier getrunken wird kann schon sehr viel über einen Menschen aussagen. Mal aus dem Glas mit Tulpe, mal direkt aus der Flasche, der eine trinktʻs kalt der andere gerne angewärmt. Die Art wie man sein Glas ansetzt, das erfrischende „Aaaaah“ nach dem ersten Schluck, langsames oder stampfendes Absetzen. Bier ist ein lebendiges Produkt und deshalb trinke ich es mit soviel Freude.

Was ist in Deinen Augen das Schönste an Bier?
Ich liebe die Einfachheit dieses Getränks. Bier ist so ein simples Getränk das, zumindest laut Reinheitsgebot, aus gerade einmal drei Zutaten (Hopfen, Wasser und Malz) bestehen sollte und dank der modernen Braukunst hunderte verschiedene Geschmacks-, Geruch und Aromanuancen bilden kann.

Und das Schlechteste?
Das es irgendwann einmal alle ist. Aber Spaß bei Seite, ich bin kein großer Freund einiger Verpackungstrends wie z.B. der Verwendung von Alubedampften Papier. Da erwarte ich gerade von großen Bierkonzernen eine „grünere“ Einstellung.

Und das beste Bier, das jeder trinken sollte?
Eins der besten Biere das ich in den letzten Jahren getrunken habe war das Märzen aus der Brauerei Mittenwald. Ein ursprüngliches Märzen nach Originalrezeptur wie man es heute eigentlich gar nicht mehr bekommt. Sehr zu empfehlen!

Und das Ekeligste um das man einen Bogen machen muss?
Oettinger. Kann man höchstens nehmen um mal ein Fleisch einzulegen, aber mehr auch nicht.

Alleine trinken oder zusammen?
Definitiv zusammen. Was gibt es Schöneres als abends zusammen mit ein paar Freunden ein kühles Pils am Lagerfeuer zu zischen.

Als letzte Frage, was war der schönste Moment in dem Du ein Bierchen öffnetest?
Was für eine Frage *lacht* der schönste Moment in dem ich ein Bier geöffnet habe war wohl der erste Abend den ich in meiner ersten Wohnung verbracht habe. Noch nie hat ein Bier so sehr nach Freiheit geschmeckt.

Vielen Dank für das Bierterview.
Bitte sehr.



    2 Kommentare:

  • MC Winkel schreibt am 8. Juli 2010 um 13:22

    Das Ziel sollte doch sein, dass man so lange über sein Lieblingsbier bloggt, bis man von denen ne Flatrate bekommt. Bei mir hat’s 4 Jahre gedauert, dann konnte Holsten nicht mehr anders! :))

    Schönes Interview!

  • honki schreibt am 8. Juli 2010 um 13:40

    @MC Winkel: Das Problem ist ja das ich das Bier an sich so liebe und mich selten auf eine Marke festsetzen lasse. Aber ich werd mal schauen was sich machen lässt :)

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