Wann man Polizisten schlagen darf…

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Erinnert Ihr Euch an die Polizeigewalt am Rande der “Freiheit statt Angst” Demo im September letzten Jahres? Nach langen neun Monaten kam es nun endlich zu einem Urteil einer Einstellung des Verfahrens.
Ich weiß gar nicht, warum mich diese Meldung so überrascht. Dabei ist es recht logisch. Wenn Polizisten Dich grundlos angreifen, darfst Du Dich wehren. Anderseits scheint genau dieser Punkt auch der taz besonders erwähnenswert. Und auch der Anwalt des Klägers (und gleichzeitig Beklagten) schlussfolgert:

“Der Bürger darf sich gegen Polizeigewalt wehren, Gleiches mit Gleichem vergelten”

Auge um Auge, Zahn um Zahn? Gar biblisch. Trotz allem bleibt die Ironie, dass auf einer Demo gegen Überwachung genau diese zu einem gerechtfertigten Freispruch führte. Vor allem die Gegenüberstellung von vier verschiedenen Videos überzeugte die Staatsanwaltschaft von der Unschuld des “Mannes in Blau”:



    6 Kommentare:

  • Peacewood schreibt am 29. August 2010 um 14:56

    Sorry, aber die Darstellung, es habe es ein Urteil gegeben, ist falsch.

    Das Verfahren gegen den “Mann im blauen T-Shirt”, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, ist schlichtweg von der Staatanwaltschaft eingestellt worden.

    So steht es aber auch im TAZ-Artikel:
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rueckschlag-fuer-die-polizei/

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 29. August 2010 um 21:41

    @Peacewood Danke für den Hinweis. Ist korrigiert!

  • Paule schreibt am 21. Juli 2011 um 15:55

    und der deutsche Schäferhund
    beisst auch manchmal ohne Grund…

    Passieren wird nichts, obwohl hier jemand
    völlig grundlos aufs Maul bekommt

  • Limettengeschmack schreibt am 22. Juli 2011 um 18:17

    Wenn wir schon beim Thema Polizeigewalt sind:
    http://npd-blog.info/2011/07/22/ministerprasident-vergleicht-polizei-kennzeichnung-mit-judenstern/

  • Limettengeschmack schreibt am 22. Juli 2011 um 18:21

    Diese CDU-Type hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank:

    Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Haseloff, hat sich in die Debatte um eine Kennzeichnungspflicht für Polizei-Beamte eingeschaltet: “Auch aus der deutschen Geschichte halte ich eine Kennzeichnungspflicht für Menschen schlicht und einfach für unerträglich und unakzeptabel.”

  • sunny4000 schreibt am 6. Juni 2016 um 11:51

    Ich wurde gestern von einem Mann auf der Strasse angegriffen. Nach 40 min. kam die Polizei. Als ich wagte zu fragen warum das so lange dauert und der Täter nun weg ist, bekam ich zur Antwort “sorgen sie für mehr Gehalt, dann sorgen wir dafür rechtzeitig zu kommen” weiter wurde mir latent mitgeteilt das mein Anruf lächerlich ist, zumal ich kaum verletzt bin. Nun weiß ich, wie wenig Schutz wir haben. Man ruft an weil man sich Schutz und Verständnis erhofft und wird verspottet. Armes Deutschland.

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