Die musikalische Vergangenheit der “Webelite”

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Nilzenburger, Johnny Haeusler und Sixtus machen Musik

Auf die Idee zu diesem Posting kam ich durch ein Foto im Blog von Mario Sixtus. Das Bild schrie Bandfoto und ein paar Googeleien weiter hatte ich es dann auch schwarz auf weiß, war Herr Sixtus doch in den 80er Jahren bei den Bands Chim Chim Cheree, deren Nachfolger Panic in Slumberland und TILT! tätig. Und ja, natürlich ist die Bezeichnung Webelite totaler Fuck, aber es ist catchy und nach dem Klick erfahrt ihr mehr über die Musik von Sixtus, Johnny Haeusler und Nilzenburger.

Mario Sixtus und Chim Chim Cheree veröffentlichten 1986 die Single “Necessity” auf No Time Records. Außerdem findet sich auf der 1994 erschienenen Compilation “Godfathers Of German Gothic” das Stück “Remeber The Rain”. Obwohl bereits 1984 eine 12inch der Band erschien stieg Mario mit zwei weiteren Mitgliedern erst zur “Necessity” Single bei Chim Chim Cheree ein und war auch noch als Bassist an Bord als sich die Band in Panic in Slumberland umbenannte und das Album “Solitaire Forever” veröffentlichte. Zu diesem gibt es auch das Video “Pleasure Times Are Go”:

Auch bei TILT! ging es um Electric Body Music. Zwischen 1990 und 1995 brachte es Sixtus auf einige Veröffentlichungen und das anfangs erwähnte Foto gehört zu eben dieser Gruppierung.

Aber nicht nur Mario Sixtus hat eine erwähnenswerte musikalische Vergangenheit. Johnny Haeusler vom Spreeblick war ebenfalls lange Zeit aktiver Musiker. Nicht ganz unbekannt dürfte seine Tätigkeit bei Plan B gewesen sein. Schließlich war die Band ganze 10 Jahre (von 84 bis 94) aktiv und hatten sogar einen Majordeal.

Eher unbekannter, aber um so beachtenswerter, sind Johnnys Aufnahmen mit System, einer Punkrockband, deren 10inch 1981 beim Düsseldorfer Rondo-Label (u.a. Mittagspause, ZK, Male) hätte erscheinen sollen. Songs wie “Sprüh es an” haben auch heute noch eine Qualität, die man bei schnöseligen Jungpunks misst:

Last but not least wäre dann da noch der gute Nilzenburger aka Nilz Bokelberg. Okay, dass er mal VJ beim ehemaligen Musiksender Viva war, wissen vielleicht noch einige, seine Band Fritten und Bier hat man aber wohlmöglich verdrängt. Ihr 1994 erschienenes Album “Im Zeichen des Arm-Bein-Män” war eher mäßig erfolgreich. 1996 folgte dann “Kasse Taffee und bein Rötchen in full Plusquameffekt” mit dem herzerweichenden Hit “Heike bitte knutsch mit mir”:



    Ein Kommentar:

  • Verena schreibt am 14. September 2010 um 22:48

    hehe, Fritten und Bier kannte ich aber sogar!

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