Ladonien – Die Nation als Kunst und Quatsch

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Mein Faible für Zwergstaaten und Mikronationen führt bestimmt irgendwann noch dazu, dass sich der BND für mich interessiert.

Von allen Mikronationen mag ich Ladonien am liebsten. Ladonien wurde am 2. Juni 1996 vom schwedischen Künstler Lars Vilks ausgerufen. Vilks erschuf bereits Anfang der 80er zwei riesige Skulpturen im südschwedischen Naturschutzgebiet Kullaberg. Den Anfang machte Nimis, bestehend aus Treibholz. Obwohl die schwedische Regierung die Skulptur als illegal errichtetetes Bauwerk ansah wurde es nicht abgerissen. 1991 folgte dann die Steinskulptur Arx. Ein abstraktes Buch aus Beton und Stein in dem Seitennummern eingeritzt sind, sowie gelegentlich Text und Zeichen. Die Skulptur wiegt 150 Tonnen, hat 352 Seiten und wurde 1993 im schwedischen Verlag Nya Doxa veröffentlicht.

In Ladonien lebt niemand. Alle Staatsbürger sind Nomaden und jeder kann die Staatsbürgerschaft online gratis beantragen was dazu führte, dass Ladonien mittlerweile über 15.000 Staatsbürger zählt. Für 12 Dollar kann man auch einen Adelstitel hinzukaufen. Vilks ernannte auch einige Minister und Botschafter für Ladonien. Das ganze wirkt ziemlich diskordianistisch und herrlich durchgeknallt. So ist die Staatsflagge ein grünes Kreuz auf grünem Grund, letztendlich also einfach eine grüne Flagge, und Steuern werden in Kreativität bezahlt.

Auch hat Ladonien mit dem New Herald seine eigene “Zeitung”, die es hier zu finden gibt.

Hier kannst Du Ladoninen in Google Maps betrachten.

Und hier geht es zur offiziellen Seite.

Bildquellen: New Herald, Wikipedia, Erik Daugaard, Hakan Dahlstrom



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